17. August 2012 15:15; Akt.: 20.08.2012 12:12

Vorsicht vor betrügerischen Immobilienangeboten

Die Polizei warnt vor Wohnungsbetrug. Die Polizei warnt vor Wohnungsbetrug. - © Symbolbild/Bilderbox
Besonders im Sommer suchen viele Studenten günstige Wohnungen an ihren Studienorten – seit einiger Zeit ist festzustellen, dass auf entsprechenden Online-Immobilien-Portalen immer mehr Betrugsobjekte auftauchen.

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Die Vorgangsweise der Betrüger ist fast immer gleich: Sie versuchen mit günstigen Wohnungen in guten Lagen an das Geld der Wohnungssuchenden heran zu kommen. Hinter diesen „Schnäppchen“ stecken organisierte ausländische Betrügerbanden – eine Ausforschung, oder gar Schadenswiedergutmachung ist sehr unwahrscheinlich. In Vorarlberg ist es bislang kein Schaden entstanden – doch hat es einige Betrugsversuche gegeben.

Wohnung auf Miete bei “Auswanderern”

Der vermeintliche Wohnungsvermieter gibt vor, für einige Jahre ins Ausland gezogen zu sein, weshalb seine Wohnung so schnell wie möglich vermietet werden sollte. Der Interessent bekommt vom angeblichen Vermieter schnell eine Mail, in der er sich für seine schlechten Deutschkenntnisse entschuldigt. Da er aber seriös erscheinen will, verlangt er einige Hintergrundinformationen vom Interessenten. Anschließend werden die Übergabemodalitäten vereinbart. Um das Angebot noch schmackhafter zu machen, übersendet der Anbieter oft auch Fotos der Luxuswohnungen, die er aber im Internet gestohlen hat.

Überweisung auf gefälschte Seite

Der Wohnungsinteressent wird aufgefordert, eine Monatsmiete und die Kaution per Western Union Bank zu überweisen – nach Zahlungseingang würde ihm dann der Wohnungsschlüssel zugesandt. Um noch vertrauensvoller zu wirken, schlagen einige Betrüger vor, die Vorauszahlung auf einem Treuhandkonto im Internet zu hinterlegen. Es wird auch gleich eine Internetadresse des vermeintlichen Treuhandunternehmens übermittelt. Bei dieser Internetseite handelt es sich jedoch um eine gefälschte Seite und die Betrüger gelangen so an das Geld, ohne dass es freigegeben wird.
Die Polizei rät dringend davon ab Geld an unbekannte Personen zu überweisen.

Wohnungssuche: Persönlichen Termin vereinbaren

Wenn man eine Wohnung sucht, sollte man zuerst einen Besichtigungstermin mit dem Vermieter vereinbaren und Zahlungen erst nach Erhalt des Mietvertrags tätigen. Es kann aber ebenso ein lokales Immobilienunternehmen mit der Wohnungssuche beauftragt werden – damit ist man auch bezüglich Mietvertrags und Kaution auf der sicheren Seite.
Melden Sie verdächtige Wohnungsangebote bei der Polizei oder gleich dem Betreiber des Immobilienportals, damit dieser das Angebot von seiner Seite nehmen kann. Für weitere Informationen steht Ihnen der Beratungsdienst des Landeskriminalamts für Vorarlberg zur Verfügung.

(Polizei)



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