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Vorarlbergs ländlicher Raum nimmt Zukunftschancen aktiv wahr

Gemeindebesuch in Buch: Wallner zu Gast im Martinshof. Gemeindebesuch in Buch: Wallner zu Gast im Martinshof. - © VLK
Eichenberg, Buch – Landeshauptmann Markus Wallner stattete kürzlich den beiden Gemeinden Eichenberg und Buch einen Besuch ab.

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In Eichenberg hat Wallner gemeinsam mit Bürgermeister Alfons Rädler die im August in Betrieb gegangene Photovoltaik-Anlage am Pfarrhofdach, die Sockelrestaurierung bei der Pfarrkirche, ein Entwässerungsprojekt und die Glasfaserkabel-Verlegungen besichtigt. In Buch besuchte er mit Bürgermeister Franz Martin den örtlichen Kindergarten, den Gemeindesaal, das Biomasse-Heizwerk und den BIO-Landwirtschaftsbetrieb Martinshof.

Photovoltaik-Anlage auf dem Pfarrhof

Ende Juli dieses Jahres ist auf dem Dach des Eichenberger Pfarrhofs eine Photovoltaik-Anlage montiert worden. Mit einer Leistung von 8,75 Kilowatt-Peak (kWp) liefert die Anlage rund 7.500 Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr. Etwa 50 Quadratmeter Dachfläche sind verbaut worden. Die Anlage ist Bestandteil der Solarinitiative Leiblachtal – eine Initiative der Gemeinden Lochau und Eichenberg im Rahmen der Energieregion Leiblachtal. Mit den bereits verwirklichten Anlagen in Lochau sind insgesamt schon 400 Quadratmeter Dachfläche verbaut. Die Gesamtleistung beträgt rund 45 kWp. Mit dem erzeugten Strom können zehn größere Haushalte versorgt werden. Die Finanzierung der Anlagen erfolgt über die gesetzliche Einspeisevergütung der Abwicklungsstelle für Ökostrom, über das Produkt “Ökostrom ja bitte” der Ökostrombörse und private Fördergeber. Die Idee dahinter: Bürgerinnen und Bürger haben als Ökostrom-Investoren durch den Kauf eines “Solar Genussscheines” von 1.000 Euro die Errichtung von Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen unterstützt.

Pfarrkirche: Sockel restauriert

Anschließend wurde die Sockelrestaurierung bei der Pfarrkirche Eichenberg besichtigt. Die Sockel des zwischen 1839 und 1841 erbauten Gotteshauses sind auf Nagelflur-Fels errichtet. Die Arbeiten liegen im Zeitplan. In der nächsten Woche soll die Trass-Zementputzlage auf die Sockelflächen aufgebracht und mit einer “Dichtschlämme” überzogen werden. Der geschaffene Fundamentgraben erhält eine horizontale Lehmabdichtung, der Blitzschutzdraht und die Drainage- und Dachwasserableitungen werden verlegt. Zudem wird die Kirche mit dem Fernwärmenetz des Biomasse-Heizhauses Eichenberg-Dorf verbunden. Im kommenden Jahr wird der Kirchturm eingerüstet, die “Turmzwiebel” mit neuen Schindeln überzogen und der Außenputz erneuert.

Hangrutschungen durch Starkregen

Starkregenereignisse im Sommer 2010 haben zu erheblichen Hangrutschungen hinter dem Eichenberger Gasthaus Krone geführt. Die umfassenden Arbeiten an dem eigens dazu initiierten Entwässerungsprojekt konnten heuer im Frühjahr erfolgreich abgeschlossen werden. Finanziert werden die Schachtbauwerke zur Hangentwässerung aus Mitteln des Bundes, des Landes und der Gemeinde Eichenberg. Besichtigt wurden von Landeshauptmann Wallner auch die von der Wärmegenossenschaft “Biomasse Heizhaus Eichenberg” verlegten Lichtwellenleiterkabel. Bei allen Grabarbeiten werden passende Leerverrohrungen berücksichtigt, um eine leistungsfähige Breitbandversorgung zu gewährleisten.

Im Anschluss daran traf sich Landeshauptmann Wallner im Hotel Schönblick mit mehreren Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Eichenberg, um sich über verschiedene Zukunftsfragen auszutauschen. Angesprochen wurden neben anderen Fragen für die Gemeinde wichtige Bereiche, etwa die anstehenden Projekte zur Trink- und Löschwasserversorgung, Ausbau der Kanalisation, die Sanierung von Gemeindestraßen oder der Telefonie- und Breitbandausbau. Das Hotel Schönblick wurde 1961 als kleines Gasthaus eröffnet. 1979 erfolgte der Neubau zum stattlichen Vier-Sterne Hotel, das heute in zweiter Generation von Karlheinz und Monika Hehle betrieben wird. Das Haus verfügt über 60 Betten, einen Swimmingpool sowie Sauna, Dampfbad und Solarium. Im Restaurant werden die Gäste mit regionalen Köstlichkeiten und saisonalen Gerichten von Küchenchef und Haubenkoch Karlheinz Hehle verwöhnt. Im Familienbetrieb sind zwischen 20 und 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Derzeit erhalten fünf Lehrlinge eine qualifizierte Ausbildung. Der Hotelbetrieb samt Restaurant und Personalhaus ist seit 2009 an das Biomasse-Heizwerk in Eichenberg-Dorf angeschlossen und ist damit von fossilen Brennstoffen weitgehend unabhängig.

Buch: Kindergarten wird vergrößert

In der Gemeinde Buch ist Landeshauptmann Wallner von Bürgermeister Franz Martin und einer Abordnung des Bucher Musikvereins begrüßt worden. Besichtigt wurde zuerst der Kindergarten. Aktuell werden dort 23 Kinder im Alter zwischen drei und fünf Jahren von insgesamt drei Kindergartenpädagoginnen betreut. Aufgrund der positiven demographischen Entwicklung in der Gemeinde besteht die Notwendigkeit, den Kindergarten um eine weitere Gruppe zu vergrößern. “Dazu muss das Raumangebot jedoch erweitert werden”, betonte Bürgermeister Martin beim Lokalaugenschein. Entsprechende Planunterlagen liegen bereits vor und wurden LH Wallner im Rahmen des Besuchs präsentiert. Es ist geplant, das bestehende alte Musikprobelokal, das im Jahr 1978 eingerichtet wurde, in die nebenan befindlichen Räumlichkeiten des Kindergartens zu integrieren. Mit einem Zu- und Umbau im Westbereich des bestehenden Gemeindesaales soll ein neues, zeitgemäß ausgestattetes Musikprobelokal entstehen. Die vorliegenden Pläne sehen darüber hinaus eine energietechnische Sanierung des Gemeindesaales vor. Zudem sollen ein Dorfladen zur Sicherung der Nahversorgung und eine Gastwirtschaft ins Gemeindezentrum integriert werden. Auch dazu wären umfassende bauliche Maßnahmen erforderlich. Martin: “Ein Kraftakt, der ohne Unterstützung des Landes nicht zu bewerkstelligen ist”.

Biomasse-Heizwerk versorgt mit Wärme

Im Anschluss besichtigten Landeshauptmann Wallner und Bürgermeister Martin das Biomasse-Heizwerk der Gemeinde Buch. Seit zwei Jahren werden mit ihr alle im Dorfzentrum gelegenen gemeindeeigenen Gebäude und auch “Private ” im Dorfzentrum mit Wärme versorgt. Knapp 500.000 Euro wurden in diese Anlage investiert. Erfreut verwies Bürgermeister Martin beim Rundgang auf den Umstand, dass die beträchtliche Wertschöpfung aus den Holzlieferungen (ausschließlich Bucher Lieferanten) von rund 20.000 Euro Jahr für Jahr wiederkehrend in der eigenen Gemeinde verbleibt. Das Projekt sei deshalb nicht nur ein bedeutender Beitrag für den Umweltschutz sondern auch eine wertvolle Zukunftsinvestition für den Ort gewesen, betonte der Bürgermeister, der in diesem Zusammenhang auch an andere erfolgreich realisierte Projekte erinnerte – allen voran das neue Gemeindezentrum. Vor zehn Jahren starteten die Bauarbeiten an dem 3,2 Millionen Euro teuren Gebäude. 2004 erfolgte der Einzug ins neue Haus. “Für das Dorfleben und die Dorfgemeinschaft gingen und gehen bis heute wichtige Impulse vom Gemeindezentrum aus”, so Martin. Im Kreise der Gemeindevorstandsmitglieder und des Kindergartenpersonals bedankte sich der Bürgermeister beim Land Vorarlberg und bei Landeshauptmann Markus Wallner für die “gute Partnerschaft mit Handschlagqualität”.

Letzte Station im Rahmen des Gemeindebesuches in Buch war der Martinshof, der sich in den letzten Jahren vom klassischen Landwirtschaftsbetrieb zum regionalen Anbieter von Freilandeiern, Bio-Freilandeiern, Teigwaren und Dinkelprodukten entwickelt hat. Um die Nachfrage nach heimischen regionalen Produkten decken zu können, unterhält der Hof enge Partnerschaften mit anderen Landwirtschaftsbetrieben, die ebenfalls die strengen Kriterien und Richtlinien erfüllen. Freilandhühner gibt es auf dem Martinshof seit 1995. In diesem Jahr hat sich die Familie Martin entschlossen, einen Freilandhühnerstall zu errichten. Heute werden im Betrieb zu den knapp 20 Kühen und Rindern rund 3000 Freilandhühner gehalten. Am Martinshof sind sieben Personen beschäftigt. Landeshauptmann Wallner und Bürgermeister Martin wurden von Bertram Martin durch den Hof geführt. Thema beim Rundgang war auch die kürzlich präsentierte Vorarlberger Landwirtschaftsstrategie 2020, die Vorarlbergs Landwirtschaft unter den künftigen Rahmenbedingungen optimal positionieren soll.

(APA)

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