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Vorarlberger Sparkassen litten unter niedrigem Zinsniveau

Bilanzkonferenz der Vorarlberger Sparkassen: Betriebsergebnis brach um über 39 Prozent. Bilanzkonferenz der Vorarlberger Sparkassen: Betriebsergebnis brach um über 39 Prozent. - © VOL.AT/ Steurer
Dornbirn - Die Vorarlberger Sparkassen haben im vergangenen Jahr das niedrige Zinsniveau deutlich zu spüren bekommen.

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Sowohl beim operativen Betriebsergebnis (29,97 Mio. Euro; minus 39,4 Prozent gegenüber 2011) als auch beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT; 18,55 Mio. Euro; minus 22,5 Prozent) mussten die Bankhäuser starke Rückgänge hinnehmen. Die Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr seien sehr schwierig gewesen, erklärte Gruppensprecher Werner Böhler, Vorstandsvorsitzender der Dornbirner Sparkasse, am Dienstag bei der gemeinsamen Bilanzpressekonferenz.

Böhler: "Paradoxe Situation"

Das anhaltend niedrige Zinsniveau habe massiv auf die Zinsspanne gedrückt und den Zinsertrag minimiert - der Zinsertrag sei aber mit "60 bis 70 Prozent" der wichtigste Ertragsbringer. "Es ist die "paradoxe Situation" entstanden, "dass wir zu hohe Sparzinsen bezahlen, obwohl diese nicht einmal die Inflation abdecken", erklärte Böhler. Eine dem Markt entsprechende Einlagenverzinsung würde sich derzeit im Bereich von 0,2 Prozent bewegen, natürlich müsse man aber eine "gewisse Mindestverzinsung" - wesentlich höher als 0,2 Prozent - bieten.

Die Primärmittel - im Wesentlichen Spar- und Giroeinlagen - nahmen 2012 um knapp 5,5 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro (2011: 3,0 Mrd.) zu, während die Summe der verwalteten Kundengelder insgesamt (inklusive Wertpapierdepots) um fast zwei Prozent auf rund 4,3 Mrd. Euro (2011: 4,2 Mrd.) anwuchs. Bei den Bauspareinlagen ergab sich eine Steigerung von knapp sieben Prozent auf 261,2 Mio. Euro (2011: 244,2 Mio.), die Bauspardarlehen stiegen von 260 Mio. Euro um 6,6 Prozent auf 266,7 Mio. Euro an.

Keine Kreditklemme

Laut Böhler war die Kreditnachfrage im vergangenen Jahr rückläufig, von einer Kreditklemme könne aber keine Rede sein. So seien 503,8 Mio. Euro (2011: 574,1 Mio.; minus 12,2 Prozent) an Neukrediten vergeben worden. Viele Unternehmen hätten ihre Vorhaben mit Eigenmitteln finanziert, stellte Böhler dazu fest. Das Ausleihungsvolumen an Fremdwährungskrediten - davon waren praktisch ausschließlich Franken-Kredite betroffen - sei um 17,3 Prozent auf rund 1,6 Mrd. Euro reduziert worden.

Vorarlberger Sparkassen für Basel III gerüstet

Sehr zufrieden zeigte sich der Gruppensprecher mit der Eigenmittel- (22,37 Prozent; 2011: 20,9) und der Kernkapitalquote (20,42 Prozent; 2011: 19,15). Für die Anforderungen von Basel III seien die Vorarlberger Sparkassen gut gerüstet (Stichwort "Basel III": Fragen und Antworten zu den neuen Banken-Regeln.)

(APA)

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Ort: Bahnhofstraße 2, 6850, Dornbirn
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"Haftungsverbund neu" von Erste Bank und Sparkassen nützt Kunden Der „Haftungsverbund neu“, für den Erste Bank Österreich und Sparkassen kürzlich auch die letzten rechtlichen Hürden bei EU und Wettbewerbsbehörde überwanden, und die gleichzeitige Neuordnung des Sektors werden auch in Vorarlberg vielfachen Nutzen für die Kunden der fünf Ländle-Sparkassen stiften. Das betonten gestern im Gespräch mit den „VN“ der Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, Dornbirn-Vorstandschef Werner Böhler, und Dr. Thomas Uher, der im Vorstand der Erste Bank Österreich für das Firmenkundengeschäft verantwortlich zeichnet. Der Haftungsverbund des Sektors gelte in seiner nunmehrigen Ausprägung „sogar EU-weit als Mustermodell für die Zusammenarbeit dezentraler Sektoren“, betonten die beiden Vorstände, die auf die Dreifach-Sicherung von Sparkassen-Einlagen verwiesen. Dreistufige Haftung Einmal in Form der Gemeindehaftung (die freilich auf Drängen der EU bis 2017 kontinuierlich „abschmilzt“), auf die bis 20.000 Euro wirksame gesetzliche Einlagensicherung, sowie auf erwähnten „Haftungsverbund neu“, der für Sparkassen-Einlagen ohne Limit nach oben einspringt, sollte eines der Sektor-Institute tatsächlich einmal massiv Schlagseite bekommen. Dank der Erste-Bank-Neuordnung – die Erste Bank Österreich ist jetzt 100 Prozent-Tochter der Erste-Bank-Group, hat ihren Fokus ausnahmslos auf Österreich gerichtet und haftet für keine wie immer gearteten Risken von Group-Töchtern wie Ceska Sporitelna oder Slovenska Sporitelna – profitieren Kunden gleich mehrfach, wie Böhler und Uher auflisteten. Vor allem von der Symbiose aus lokal verankerter Sparkasse und international vernetzter Erste Bank, die gemeinsam auch Vorarlberger Unternehmen bei der Expansion nach Zentral-Süd-Ost-Europa begleiten. Expandierende Firmenkunden bedeuten auch wachsende Finanzierungswünsche: „Als Konsortialfinanzierer stemmen wir gemeinsam so gut wie jeden Kredit, wir sind nicht nur Schönwetter-Partner, sondern stehen auch in Zeiten von Basel II und Subprime-Krise zu unseren Kunden“, beschrieben Uher und Böhler die gültige Strategie. Risikoabsicherungen Auch Veranlagungswünsche von Kunden würden „auf Weltklasse-Niveau betreut, so wie wir auch um deren Risikoabsicherung, z. B. gegen Preiskapriolen bei Rohstoffen, auf professionellste Weise bemüht sind“, verwies Uher auf Know-how und Kompetenz der Erste- und Sparkassen-Belegschaften. „Erfolgsentscheidend ist auch die Freiwilligkeit dieser Partnerschaft. Wir kooperieren auf gleicher Augenhöhe“, grenzte Böhler z. B. gegenüber früheren Zeiten ab, da eine Girozentrale klar „Spitzeninstitut“ des Sektors war. Erich Ortner weiterlesen »
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