Vorarlberger sind durstig nach Radler

Von VN/Michael Gasser
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Die Radler in den verschiedenen Geschmacksrichtungen erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Radler in den verschiedenen Geschmacksrichtungen erfreuen sich großer Beliebtheit. - © VOL.AT, Philipp Steurer
Schwarzach. Vorarlberger sind Biertrinker. 325.856 Hektoliter Gerstensaft haben die heimischen Brauereien im Vorjahr abgesetzt. Und der Durst scheint längst nicht gestillt. Mit Biermischgetränken gehen die heimischen Produzenten neue Zielgruppen an.

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Die Mohrenbrauerei hat im Vorjahr mit ihrem Grapefruit-Radler einen Volltreffer gelandet. Die zweite Großbrauerei, Fohrenburger, hat heuer nachgelegt und mit fresh-Radlern in drei Monaten über eine Million Flaschen verkauft. Der Trend ist ungebrochen. Österreichweit haben die Mix-Getränke im Vorjahr um über 32 Prozent zugelegt.

Geschmack getroffen

Mit Frühlingsbeginn hat Fohrenburger gleich zwei neue Radler-Sorten auf den Markt gebracht. „Holunder-Limette“ und „Blutorange-Ingwer“ haben den Geschmack der Vorarlberger getroffen. „Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen“, so Marketingleiterin Sabine Treimel zu den VN. Man habe schon jetzt 3500 Hektoliter abgesetzt. Abgefüllt in Flaschen ist damit die Millionen-Marke geknackt.

Neue Zielgruppen

Das Risiko, gleich zwei Produkte zu lancieren, habe sich gelohnt. Beide Getränke fänden große Akzeptanz. Zwei Drittel der Verkäufe gehen auf den fresh-Radler „Holunder-Limette“, ein Drittel auf „Blutorange-Ingwer“. „Wir erreichen damit neue Zielgruppen“, sagt Treimel. Dazu gehören Frauen, auch jüngere Frauen. Verkostungen hätten gezeigt, dass auch klassische Biertrinker zur Abwechslung gerne zum Mischgetränk greifen.

Radler von Fohrenburger und der Mohrenbrauerei

Die Brauerei im Oberland setzt auch in Zukunft auf die gute Mischung. Dabei soll die Abwechslung nicht zu kurz kommen. So bleibe eine Sorte der fresh-Radler im Programm, die zweite Sorte werde gegen einen neuen Geschmack getauscht. „Die Überlegungen für ein neues Produkt im nächsten Jahr gibt es bereits“, so Treimel.

Einen anderen Weg geht die Mohrenbrauerei. Sie konzentriert sich ganz auf den Grapefruit-Radler. Er ist jetzt seit über einem Jahr auf dem Markt. „Wir haben einen Volltreffer gelandet“, sagt Marketing-Leiter Markus Hämmerle. Dieser Trend setze sich fort. „Der Grapefruit-Radler hat sich in den heimischen Kühlschränken etabliert und sich zum Ganzjahresprodukt entwickelt.“

Die Dornbirner Brauerei hat mit ihrem Biermixgetränk neue Kunden gewinnen können. Der Erfolg des Grapefruit-Radlers sei nicht auf Kosten anderer Produkte entstanden. „Es gab keine Kannibalisierung“, sagt Hämmerle. So würden sich aktuell auch die anderen Sorten gut entwickeln. „Da haben wir stabile Umsätze.“ Am Gesamtabsatz haben die Biermischgetränke noch immer einen einstelligen Prozent­anteil. Das Hauptgeschäft machen die Brauereien nach wie vor mit den klassischen Biersorten. Und die sind gefragter denn je. Bei der Mohrenbrauerei spricht Markus Hämmerle bisher von einem durchaus zufriedenstellenden Halbjahr. 2011 hat die Brauerei eigene Absatzrekorde gebrochen. Das beste Jahr der Firmengeschichte findet eine Fortsetzung. Nur der Preisdruck durch Aktionen im Handel drückt auf die Stimmung. Insgesamt rechne man mit einem zufriedenstellenden Betriebsergebnis.

Bierabsatz über Vorjahr

Auch bei Fohrenburger herrscht Zufriedenheit. Man liege beim Bierabsatz auf Plan und rund fünf Prozent über dem Vorjahr, so Treimel. „Die Fußball-EM hat sicher auch ihren Beitrag dazu geleistet.“ Und auch das Wetter habe bisher mitgespielt. Schlechtes Wetter könnte den Durst der Vorarlberger auf den Gerstensaft in all seiner Vielfalt löschen und die Euphorie der Brauereien bremsen. Etwas, das die Preiserhöhung für Bier von drei bis fünf Prozent im Mai nicht geschafft hat.

Zahlen und Fakten: Bierkonsum 2011

  • Gesamtabsatz Vorarlberg: 325.856 Hektoliter
  • Absatz Mohren: 178.005 hl
  • Absatz Fohren: 178.000 hl
  • Gesamtabsatz Österreich: 8,9 Mill. hl
  • Pro-Kopf-Verbrauch: 108 l

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Ort: Fohrenburgstraße 5, 6700, Bludenz
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Webseite: http://www.fohrenburger.at

Erst kürzlich gab der österreichische Brauereiverband in einer Aussendung bekannt, dass der Bierkonsum in Österreich im letzten Jahr erfreulicherweise unverändert hoch geblieben ist. Mit 107,7 Liter Pro-Kopf-Bierverbrauch ist Österreich weltweit nach wie vor auf Platz 2. Auch im Ländle ist die Bier-Bilanz 2012 sehr erfolgreich, die größten Zuwächse wurden in der Bludenzer Brauerei Fohrenburg bei den neuen fresh-Radlern sowie beim Weizenbier verzeichnet. Der Biergusto in Österreich hält unvermindert an, rund 8,54 Millionen Hektolitern Gerstensaft gönnten sich die Österreicher im Vorjahr, das sind knapp 0,1% weniger als im Jahr zuvor. Radler und Weizenbier machten den größten Anteil beim Umsatzplus in Österreich aus: Radler + 7,1 Prozent und Weizenbier + 9,1 Prozent. In Vorarlberg wurden 2012 gesamt 394999 HL Bier gebraut, gegenüber 2011 ein leichter Rückgang in der Höhe von 0,1 Prozent. Der Brauerei Fohrenburg ist es 2012 gelungen, den Umsatz um 2,3 Prozent gegenüber 2011 zu steigern. Somit konnte der positive Trend der vergangenen Jahre auch 2012 fortgesetzt werden. fresh-Radler erfolgreich Besonders positiv entwickelten sich im letzen Sommer die zwei neuen Biermischgetränke fresh-Radler Holunder-Limette und Blutorange-Ingwer. Bereits nach wenigen Wochen wurden über 1 Mio. Flaschen in den Handel und in die Gastronomie verkauft. Dieser große Erfolg hat den Bludenzer Brauern bestätigt, dass sie den richtigen Geschmack der VorarlbergerInnen getroffen haben. Einziges Weizenbier im Ländle Ein eigenes Weizenbier wird in Bludenz schon seit Jahren gebraut es ist weiterhin das einzige Weizenbier im Ländle. 2011 und 2012 konnte damit eine DLG-Goldmedaille sowie 2013 eine DLG-Silbermedaille gewonnen werden. Vor allem in den großen Ski- und Tourismusgebieten im Ländle, aber auch in Tirol, erfreut sich das Fohrenburger Weizen immer größerer Beliebtheit. Von 2011 auf 2012 konnte der Absatz beim Fohrenburger Weizenbier um 17 Prozent gesteigert werden! Marktführer bei Spezialbieren Die Brauerei Fohrenburg wurde 1881 im Zuge des Ausbaus der Arlbergbahn gegründet wurde und hat sich zur größten Brauerei Westösterreichs (Vorarlberg und Tirol) entwickelt. Als solche ist sie Marktführer im Segment der Spezialbiere. Neben dem Stammhaus in Bludenz gibt es noch je ein Depot in Innsbruck und Landeck für den Tiroler Markt. Exportland Nummer eins ist Italien, gefolgt von der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein. Alkoholfreies Bier wird in den Oman geliefert. 45 Prozent der Fohrenburg-Produkte werden in der Gastronomie, 55 Prozent über den Handel abgesetzt. Die Rohstoffe werden so weit als möglich aus Österreich bezogen, lediglich das Malz kommt aus dem Allgäu. Das Wasser wird aus einer eigenen Quelle auf dem Betriebsgelände in Bludenz bezogen. Es kann ohne weitere Behandlung verwendet werden. Lehrlinge werden in Kombination mit der Rauch Fruchtsäfte GmbH, mit der seit 1998 eine Kooperation besteht, ausgebildet. (Quellen: Fohrenburg, VN/Enzelsberger)
Ort: Dr.-Waibel-Straße 2, 6850, Dornbirn
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Umsatz:
Webseite: http://www.mohrenbrauerei.at

Die Mohrenbrauerei in Dornbirn Innovation aus Tradition, so lautet das Erfolgsrezept der Mohrenbrauerei seit mehr als 175 Jahren. Qualitätsdenken und Aufgeschlossenheit für innovative Schritte sorgen dafür, dass die Marke Mohren in Vorarlberg einzigartige Sympathiewerte hat und im Ländle im Laufe der Jahre zu einem Kulturgut geworden ist. Die älteste Brauerei Vorarlbergs Die Geschichte der ältesten Brauerei Vorarlbergs geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Der Ursprung der heutigen Mohrenbrauerei liegt im Gasthaus Zum Mohren, benannt nach dem Inhaber der Gast- und Braustätte Josef Mohr. Dieser Wir 1784 erstmals urkundlich als Mohrenwirt erwähnt. 50 Jahre später wechselt das Gst- und Brauereianwesen in den Besitz der Familie Huber über. Franz Anton Huber kauft 1834 das Gasthaus samt Anwesen und dazugehöriuger Brauerei. Seit diesem Tag iist die Mohrenbrauerei in stolzem Familienbesitz und wird nun schon in der 6. Generation von Familienmitgliedern gefährt. Es ist vor allem dem Qualitätsdenken der Familie Huber und ihren Mitarbeitern zu verdanken, dass der jährliche Bierausstoß während der letzten zwei Jahrhunderte von anfänglichen 300 Eimern auf gegenwärtig 218.000 hl (Mohren-Bier, Handelswaren Bier, Wasser, Limonaden und Säfte) pro Jahr gesteigert werden konnte. Innovation aus Tradition So einfach lautet das Erfolgsrezept der Mohrenbrauerei. In seiner über 175jährigen Geschichte verbindet das Unternehmen immer wieder seine lange Tradition mit innovativem Unternehmertum. Qualitätsdenken und Aufgeschlossenheit für innovative Schritte finden sich in allen Generationen der Familie Huber und ihrer Mitarbeiter. Seit jeher wurden Erlöse umgehend in Weiterentwicklung investiert. Eine Produktneuheit eroberte ab 1990 den Vorarlberger Markt eroberte: 20 Jahre später ist das Mohren Pfiff nach wie vor eines der beliebtesten Biere Vorarlbergs und klare Nummer 1 im Lebensmitteleinzelhandel. Was heute selbstverständlich ist, ein 0,33l-Flaschenbier, war vor 20 Jahren eine mutige und weitsichtige Produkteinführung. Ab 1997 setzte die Mohrenbrauerei als erste Österreichische Brauerei einen 6-Achs-Roboter zur vollautomatischen Palettierung von Bierfässern ein und brachte anschließend im Jahr 2000 als erste Brauerei Bier in PET-Flaschen auf den Markt. Durch den Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne wurde die Mohrenbrauerei weit über die Grenzen des Landes hinaus zum Inbegriff für Innovation und Qualität. Grundlage für die hohen Standards der Mohrenbrauerei ist das Deutsche Reinheitsgebot von 1516, eine der ältesten lebensmittelrechtlichen Regelungen überhaupt. Diese legt bekanntlich fest, dass zur Bierbereitung ausschließlich Wasser, Malz und Hopfen verwendet werden darf. Sortiments- und Gebindevielfalt Abfüllanlagen mit einer Leistung von bis zu 30000 Flaschen und 120 Fässern pro Stunde füllen täglich eine stolze Menge von ca. 1350 hl Mohren-Bier in unterschiedlichste Gebinde ab. Die Mohrenbrauerei ist darauf spezialisiert, Bier und Biermischgetränke in kleinen und mittleren Chargen in Glas-Einweg und Mehrweg (Kronenkorken und Bügelflaschen), in KEG sowie in PET-Flaschen abzufüllen. Letzteres können nur wenige europäische Brauereien leisten. Mit einem großen Weinsortiment weitet die Mohrenbrauerei ihre Getränkekompetenz weiter aus. Die Gastronomiepartner genießen den Vorteil, Service und Logistik sowie eine laufende kundenorientierte Gesamtbetreuung aus einer Hand in Anspruch nehmen zu können. In Vorarlberg ist der Trend zu Biermischgetränken stark spürbar und so ergänzt die Mohrenbrauerei Ihr bestehendes Radlersortiment um eine neue, fruchtig-herbe Sorte. Mohren Radler Grapefruit steht als raffinierte Variante neben den bekannten Mohren Radler Sauer und Süß. Die besondere Kombination aus fruchtiger Grapefruit mit leichtherbem Mohrenbier fasziniert. Absolut prickelnd, erfrischend und überraschend anders rundet dieses Biermischgetränk das bestehende Radlersortiment ab und erschließt somit auch neue Zielgruppen. Genuss-Spezialisten Sind Sie auf der Suche nach bierigen Geschenkideen? Dann sind Sie im Mohren Lädele an der richtigen Stelle. Von Gläsern und Krügen, über internationale Bierspezialitäten, feinsten Mohren Pralinen, Ananas-Curry-Chutney mit Bierlack bis hin zum Kellerbierbrand oder den beliebten Klassikern wie Mohren Bistroschürzen oder hochwertige Bekleidung. Wir bieten alles, was das Liebhaberherz wünscht. Bierkompetenz Der Familie Huber ist es seit jeher ein großes Anliegen, ihr Wissen über Bier und die Vorarlberger Biergeschichte an interessierte Kunden weiterzugeben. Das Buch Dem Biergenuss auf der Spur bildet ein umfangreiches Nachschlagewerk über die Brauereigeschichte Vorarlbergs. In der Mohren-Akademie finden sensorische Schulungen statt und bei den Mohren-Erlebnisführungen können sie den faszinierenden Brauprozess nachvollziehen. Wir freuen uns auf sie in der Mohrenbrauerei!
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