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Vorarlberger Schüler engagieren sich für eine Zukunft ohne Hunger

Symbolische Kinderleichen auf dem Dornbirner Marktplatz Symbolische Kinderleichen auf dem Dornbirner Marktplatz - © Caritas/YouTube
von Sabrina Melojer - Dornbirn – Alle 12 Sekunden verhungert auf dieser Welt ein Kind. Um ihre Mitmenschen auf diesen Umstand aufmerksam zu machen, beteiligten sich mehrere Vorarlberger Schülerinnen und Schüler an einer Aktion der youngCaritas und legten sich dafür sogar auf die Straße. VOL.AT fragte nach, wie es dazu kam.

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Eine Zukunft, in der kein Kind mehr an Hunger sterben muss. Für dieses gemeinsame Ziel setzen sich  die Schülerinnen und Schüler des BG Dornbirn und der BAKIP Feldkirch ein. Am 26. Juni nahmen sie dafür an einer sogenannten Smart-Mob-Aktion der youngCaritas teil. Ziel der Aktion war es, auf die Nahrungsmittelknappheit in vielen Regionen der Welt hinzuweisen.  

Symbole für den Hungertod

Die Passanten in Dornbirn staunten sicher nicht schlecht, als sie an diesem Juni-Tag über den Markplatz gingen. Begleitet von Trommelschlägen ließ sich dort alle 12 Sekunden ein Schüler auf den Boden fallen, die Umrisse wurden mit Kreide nachgezeichnet. In anderen Städten trugen die Jugendlichen schwarze Luftballons bei sich und knieten nieder, wenn das Signal der Trommel ertönte. Beides waren Symbole für den Hungertod eines weiteren Kindes irgendwo auf dieser Welt. Ein Video der Aktionen ist mittlerweile auf dem Videoportal YouTube verfügbar.

925 Millionen leiden an Hunger

Den Ausschlag für die Aktion gab Michael Zündel, Bildungs- und Kommunikationsreferent der Caritas Auslandshilfe, der bereits an mehreren Schulen das Projekt „Zukunft ohne Hunger“ vorgestellt hat. Dabei handelt es sich um eine österreichweite Kampagne, die auf die 925 Millionen Hungernden in aller Welt aufmerksam machen will und einen Stopp der Spekulationen auf Nahrungsmittel fordert. Von der Wichtigkeit des Problems überzeugt, entschlossen sich die Schüler des BG Dornbirn selbst aktiv zu werden. Mit der Unterstützung ihrer Lehrerin Eva Obwegeser wurde der Ablauf der Aktionen geplant. 

„Teilen tut nicht weh“

Warum den Jugendlichen das Problem so sehr am Herzen liegt? „Teilen tut nicht weh“, ist die 15-jährige Seyda aus Dornbirn überzeugt. „Es gibt ja Menschen, die möchten nicht teilen. Sie sollten einsehen, dass es was Gutes ist und wichtig ist.“ Auch die gleichaltrige Schülerin Melissa weiß weshalb es wichtig ist, Menschen aus anderen Ländern zu helfen. „Menschen haben es verdient, Nahrung zu bekommen, um zu leben und jeder hat eine Chance verdient.“

Wenig Beachtung der Mitmenschen

Bei den Passanten auf der Straße fand ihre Aktion nur wenig Beachtung. Den Schülerinnen und Schülern fiel auf, dass sich einige Beobachter demonstrativ von ihnen weggedreht haben und sie ignorierten. Bei der Aktion mit den Luftballons hätten sie noch eher nachgefragt, was es damit auf sich habe. Das Interesse sei insgesamt aber relativ gering gewesen.

Ihrer Überzeugung für die gute Sache tut das allerdings keinen Abbruch. Der Smart-Mob war nicht die erste Kooperation mit der youngCaritas. Zuvor verkauften sie schon einmal Brot an Passanten auf dem Dornbirner Markplatz. Der Erlös ging unter anderem nach Äthiopien, um dort den Bau von Schulen und Kindergärten zu fördern. „Bildung ist wichtig“, sagen sie. „Dadurch können die Menschen einfacher Geld verdienen und sich die Lebensmittel leisten.“

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