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Vorarlberger Landestheater: Gräve will Ensemble stärken

Stephanie Gräve:
Stephanie Gräve: "Mein Herz schlägt für das Schauspiel". ©VLK
Stephanie Gräve, die designierte Intendantin des Vorarlberger Landestheaters, will das Ensemble und die Internationalisierung des Hauses stärken und vermehrt auf Kooperationen setzen.
Stephanie Gräve neue Intendantin

Gräve solle dem Haus Stabilität geben, so die Mitglieder der Findungskommission am Donnerstag bei der Vorstellung der neuen künstlerischen Leitung in Bregenz. Gräve ist ab August 2018 Intendantin des Landestheaters.

Von den 65 Bewerbern für die Position wurden sieben zu einem Hearing eingeladen. Die Kommission entschied sich einstimmig für die 1968 in Duisburg geborene Gräve als “beste und geeignetste Kandidatin”, so Werner Döring, kaufmännischer Leiter der Vorarlberger Kulturhäuserbetriebsgesellschaft (KuGes). Kulturamtsleiter Winfried Nußbaummüller erklärte, nach dem Abgang von Intendant Alexander Kubelka sei im Team eine “gewisse Unruhe” spürbar gewesen, man wolle nun dem Haus rasch wieder Stabilität geben. Für Gräve hätten neben ihrer Eloquenz und ihrer Erfahrung vor allem das Verständnis für die Region und ihr Interesse an ihrer Geschichte gesprochen. “Das machte uns großen Appetit”, so Nußbaummüller.

“Mein Herz schlägt für das Schauspiel”, erklärte Gräve. Das Ensemble will sie daher von derzeit vier auf zunächst acht Schauspieler ausbauen, denn dieses sei “Herz und Gesicht des Hauses”. Schauspieltheater stehe bei ihr im Mittelpunkt, eine jährliche Musiktheaterproduktion soll es aber weiter geben. “Ich liebe Klassiker, ich liebe volle Theater”, sagte sie. Die Hälfte ihres ersten Spielplans stehe bereits, die Planungen sind in vollem Gange. Es gebe auch Gespräche mit einem österreichischen Gegenwartsautor für eine Zusammenarbeit, mehr verraten wollte Gräve noch nicht. Beeindruckt zeigte sie sich von der Energie des Jungen Landestheaters.

Theater sei ein Ort, wo sich Kunst und gesellschaftliches Engagement verbinden, so ihr Ansatz. Wichtig sei ihr die internationale Ausrichtung des Theaters, das sei in Bregenz gegeben. “Die Europadiskussion begegnet einem hier schon, wenn man in den Zug einsteigt”, so Gräve. Es sei spannend, das tägliche Miteinander der Menschen im Vierländereck zu sehen. “Es geht um Eure Geschichte, Gegenwart, Zukunft”, betonte die 49-Jährige. Sie habe bereits Kontakte nach Liechtenstein und Deutschland für eine Zusammenarbeit aufgenommen. Kooperieren will Gräve zudem mit den benachbarten KuGes-Häusern, dem vorarlberg museum und dem Kunsthaus Bregenz (KUB), beides seien “unglaublich inspirierende Räume”. Selbst inszenieren will sie übrigens nicht. Als Dramaturgin könne sie den Gesamtüberblick besser halten.

Für eine stärkere Außenwahrnehmung des Landestheaters will Gräve mit Qualität sorgen. Zudem werde sie mit Künstlern arbeiten, die eine entsprechende Wahrnehmung erwarten lassen. Hier sei “viel Aufbauarbeit” zu leisten.

Der unschöne Abgang von Stephanie Gräve vom Konzert Theater Bern – sie wurde nach wenigen Monaten nach Differenzen mit Intendant Stephan Märki als Schauspieldirektorin freigestellt – wurde laut Nußbaummüller beim Hearing durchaus diskutiert. Die Recherche der Umstände habe jedoch ergeben, dass hier offenbar die Chemie zwischen zwei Personen nicht gestimmt habe, jedenfalls hätten sich keine Gründe von Relevanz ergeben, die gegen Gräve sprächen. Man sei zuversichtlich, dass sie das Haus in eine neue Richtung öffnen werde. Gräve selbst erklärte dazu, in 22 Jahren Theater sei ihr so etwas wie in Bern das erste Mal passiert, “und die Erfahrung war nicht so, dass ich plane, es zu wiederholen”.

(APA)

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