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Vorarlberger Kunstszene kämpft für "Kultur nach 6" bei Radio Vorarlberg

Eine Kulturdemontage beim Radio Vorarlberg sieht Klement nicht gegeben.
Eine Kulturdemontage beim Radio Vorarlberg sieht Klement nicht gegeben. ©VOL.AT/Steurer/Hartinger
Die heimische Kunstszene befürchtet einen Abbau der Kulturberichterstattung beim ORF Vorarlberg. Dort sieht man keinen Grund für entsprechende Kritik.

Die Vorarlberger Kulturschaffenden sind derzeit mit dem ORF Vorarlberg alles andere als glücklich. Schuld daran ist der neue Sendeplatz von “Kultur nach sechs”, dass nun zwei Stunden später ab 20 Uhr auf Radio Vorarlberg ausgestrahlt wird. Mit einer Petition wollen nun die “IG Kultur Vorarlberg”, “Vorstand der IG Autorinnen Autoren”, “Grazer Autorinnen Autoren Versammlung” und “Plattform gegen den Kulturabbau beim ORF Vorarlberg” erreichen, dass die Programmänderung zurückgenommen wird. Bereits über 1.000 Unterstützer haben unterzeichnet.

Kultur musste tagesaktuellem Programm weichen

Grund für den neuen Sendeplatz sei laut ORF der Wunsch der Hörer nach mehr tagesaktueller Information. Daher gibt es nun um 18:30 und 19:30 Uhr jeweils einen Nachrichtenblock inklusive Wetter- und Verkehrsinformationen. Dies und die damit verbundenen Programmadaptierugen werde von einer überwiegenden Mehrheit der Redakteure mitgetragen, wie eine interne Abstimmung zeige.

 

Sendeplatz in Konkurrenz zu Kulturveranstaltungen

Die Arbeit der Kulturredakteure selbst wolle man nicht schlechtreden, betont Mirjam Steinbock von der “IG Kultur Vorarlberg”. Man fühle sich als Kulturschaffender verstanden und wahrgenommen. Sie befürchtet jedoch, dass der neue Sendeplatz die Hörer nicht bei ihren Bedürfnisse abhole. Schließlich trete die Sendung nun in direkte Konkurrenz mit den meist am Abend stattfindenden Kulturveranstaltungen. Es werde daher die Zahl der Hörer rein aufgrund der Platzierung abnehmen.

Einforderung des Kulturauftrags

Gerade der öffentlich-rechtliche Rundfunk habe mit der im Leitbild vorgesehenen Aufgabe der Kulturvermittlung eine besondere Aufgabe. “Vorarlberg ist mit seiner eigenständigen Kulturabteilung beispielhaft für andere Bundesländer”, weiß Steinbock. Mit dem wenig konkurrenzfähigen Sendeplatz befürchtet sie aber nun eine baldige Abschaffung des Formats aufgrund fehlender Hörer. “Letztendlich geht es bei Kultur immer auch um Meinungsbildung, und dafür braucht es ein großes Format mit Raum.”

ORF betont Stärke der Kulturredaktion

Beim ORF Vorarlberg sieht man diese Kritik der schrittweisen Demontage der Kulturabteilung ungerechtfertigt. Trotz aller Sparzwänge unterhalte man ab 2018 mit acht Redakteuren die größte Kulturabteilung aller Länderstudios. “Außerdem ist weiterhin ein werktäglich zweistündiges Kulturangebot in einem Regionalradio österreichweit einzigartig”, betont der ORF Vorarlberg in einem Statement. Dieses sei als Podcast auf der Webseite des ORF rund um die Uhr verfügbar.

Kultur umfasse auch “Neustädter” und Gottesdienst

Das Vorarlberger Landesstudio verweist dabei auf sein restliches Programm. So habe es allein in “Vorarlberg heute” heuer über 270 Kulturberichte gegeben. Und auf die neue Kultursendung um 20 Uhr folge Montag bis Freitag eine Stunde ergänzendes kulturelles Musikangebot von Konzerten über regionale Musik bis Kulthits. Beim ORF zählt man auch “Neues bei Neustädter”, “Neustädter nachtaktiv”, “Focus”, “Ansichten” und dem sonntäglichen Gottesdienst als Erfüllung des Kultur- und Bildungsauftrags.

Podiumsdiskussion am 27. November

Hinzu kommen die Veranstaltungen abseits des Sendeprogramms von “KulTour-Kompass” über “Lange Nacht der Museen” bis “MundART”. Eine Demontage der Kulturberichterstattung sieht man daher beim ORF Vorarlberg nicht gegeben. Die Kritiker laden derweil zur Podiumsdiskussion “Kulturabbau im ORF” am 27. November im Vorarlberg Museum ab 19 Uhr.

 

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