Vorarlberger Industrie rechnet mit deutlichem Abschwung

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Betriebe bewerten Geschäftslage in den nächsten Monaten mit großer Zurückhaltung. Betriebe bewerten Geschäftslage in den nächsten Monaten mit großer Zurückhaltung. - © BilderBox
Lustenau - Die Vorarlberger Industrieunternehmen befürchten eine deutliche Verschlechterung der Geschäftslage in den nächsten Monaten.

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Das geht aus der Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Vorarlberg (IV) und der Wirtschaftskammer (WK) zum dritten Quartal 2012 hervor.

"Deutliches Alarmsignal"

"Die Ergebnisse können als deutliches Alarmsignal gewertet werden", sagte IV-Geschäftsführer Mathias Burtscher am Dienstag in einer Aussendung. An der Umfrage beteiligten sich 47 Unternehmen mit rund 20.800 Beschäftigten.

Geschäftsklimaindex deutlich verschlechtert

Der Geschäftsklimaindex - der Mittelwert aus der aktuellen Geschäftslage und der Einschätzung der Geschäftslage in sechs Monaten - verschlechterte sich abermals deutlich. Auf einer Skala von minus 100 bis plus 100 nahm er im dritten Quartal den Wert von 6,80 Punkten ein - nach 24,30 Punkten im ersten und 22,10 Punkten im zweiten Quartal.

Negative Signale bei Produktionstätigkeit

Aktuell meldete zwar noch jedes zweite Unternehmen eine gute Geschäftslage, hinsichtlich der Geschäftslage in einem halben Jahr rechnete aber bereits jeder dritte Betrieb mit einer Verschlechterung. Der Saldo aus "gut" und "schlecht" ergab einen Wert von minus 30 (Vorquartal: minus vier). Stark negative Signale mussten bei der Produktionstätigkeit sowie den -kapazitäten in den nächsten drei bis sechs Monaten festgestellt werden.

"Wirtschaftsrad läuft noch"

Die derzeitige Ertragssituation sowie Auftragsbestände und Auslandsaufträge zeigten sich solide, auch wenn es gegenüber dem Vorquartal einen Abwärtstendenz gab. "Im Großen und Ganzen läuft das Wirtschaftsrad noch, aber die Anzeichen für schwierigere Zeiten in den nächsten Monaten werden immer lauter", sagte Burtscher.

Burtscher fordert Weichenstellung von Politik

Angesichts der Umfragewerte forderte er von der Politik, die Weichen richtig zu stellen. Es müsse im Interesse aller sein, die brennenden Themen wie Fachkräftemangel, Steuerbelastung oder bürokratische Hürden "standortfreundlicher zu gestalten und das politische Reformtempo vor allem auf Bundesebene zu erhöhen", so Burtscher. Als "absolut kontraproduktiv" bezeichnete er die geführte Steuererhöhungsdebatte. "Viele politische Entscheidungsträger verlieren angesichts der Nationalratswahlen im nächsten Jahr bereits jetzt jeden wirtschaftspolitischen Verstand", sagte der IV-Geschäftsführer. (APA)

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