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Vorarlberg: Trasse für Bodensee-Schnellstraße wird 2018 festgelegt

270 Millionen Euro sollen investiert werden.
270 Millionen Euro sollen investiert werden. ©VLK/Serra
Die Trassenentscheidung für eine hochrangige Straßenverbindung zwischen den Autobahnnetzen Österreichs und der Schweiz soll bis Ende 2018 erfolgen. Das erklärten Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) und Asfinag-Vorstandsdirektorin Karin Zipperer am Montag. Vorarlbergweit sollen in den nächsten sechs Jahren 272 Millionen Euro investiert werden.

Die Bedeutung der Verbindungsstraße (S 18 Bodensee-Schnellstraße) sei der Asfinag bewusst, ebenso, dass das Projekt mit höchster Intensität vorangetrieben werden müsse, so der Landeshauptmann. Zipperer verwies darauf, dass mit der Änderung des Bundesstraßengesetzes im Jänner 2017 die rechtlichen Voraussetzungen für das Projekt geschaffen wurden. Es scheine auch im mittelfristigen Bauprogramm der Asfinag auf.

Variante “Z” als Favorit

Zur Auswahl stehen die Varianten “Z” und “CP” – “Z” würde die Untertunnelung eines Riedabschnitts vorsehen, “CP” eine Ortsumfahrung von Lustenau. Die Vorarlberger Landesregierung hat sich schon vor sechs Jahren für die Variante “Z” ausgesprochen. Die Kosten für beide Optionen können derzeit nur grob geschätzt werden und liegen zwischen 530 und 900 Millionen Euro. Eine hochrangige Straßenverbindung zwischen Vorarlberg und der Schweiz wird seit Jahrzehnten angestrebt, die Bemühungen sind aber noch nie in der Umsetzungsphase angelangt.

272 Millionen Euro

Im Zeitraum von 2018 bis 2023 wird die Asfinag 272 Millionen Euro in die Straßeninfrastruktur in Vorarlberg investieren, davon allein im kommenden Jahr 40 Millionen Euro. Vorarlbergs Straßenbaubudget (inklusive Sanierungen) wird sich 2018 auf 69,3 Mio. Euro belaufen. Wichtige anstehende Projekte sind etwa der Umbau der Rheintalautobahn (A14) an der Anschlussstelle Bludenz-Bürs (Volumen: 22 Mio. Euro, Baubeginn zweite Jahreshälfte 2018), der Neubau der A14-Anschlussstelle Rheintal Mitte (31. Mio. Euro; Baubeginn Oktober 2018) sowie der Ausbau der S16-Arlbergschnellstraße um eine 2,9 Kilometer lange dritte Fahrspur (37 Mio. Euro). Vorhaben in der Entwicklungsphase bilden der Umbau der A14-Anschlussstelle in Hohenems sowie der Vollausbau der A14-Anschlussstelle Wolfurt-Lauterach.

Wallner betonte, dass das Land keine überzogenen Vorstellungen habe. “Wir verlangen das, was für die Entwicklung der Wirtschaft und der Bevölkerung brauchen”, sagte der Regierungschef. Zipperer ihrerseits unterstrich, dass man seitens der Asfinag Anbindungen schaffen, Stau reduzieren und die Bevölkerung entlasten wolle.

(APA)

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