Vorarlberg: Regionalität, Qualität und Naturvielfalt sind sehr gefragt

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Landeshauptmann Wallner und Landesrat Schwärzler präsentierten den Vorarlberger Land- und Forstwirtschaftsbericht 2017.
Landeshauptmann Wallner und Landesrat Schwärzler präsentierten den Vorarlberger Land- und Forstwirtschaftsbericht 2017. - © VLK/Wirth
Vorarlbergs Bevölkerung steht zur heimischen Landwirtschaft, deren Leistungen und Produkte werden in höchstem Maße geschätzt. “Der Wunsch nach Regionalität, Qualität und Naturvielfalt nimmt immer mehr zu”, betonten Landeshauptmann Markus Wallner und Agrarlandesrat Erich Schwärzler bei der Vorstellung des Land- und Forstwirtschaftsberichtes 2017 am Dienstag, 27. Juni, im Pressefoyer. Beide bekannten sich einmal mehr klar zur fairen Leistungsabgeltung, um die die Bauern auch in Zukunft nach Kräften zu unterstützen.

Wallner rief die Ergebnisse einer Umfrage aus dem Vorjahr in Erinnerung. Diese sprechen eine deutliche Sprache: Rund 90 Prozent der Befragten votierten für die Erhaltung der bäuerlichen Landwirtschaft und gegen die Industrialisierung des Agrarsektors. Ebenso viele legen ausdrücklich Wert darauf zu wissen, woher ihre Lebensmittel kommen. Etwa 70 Prozent erklärten sich auch bereit, für garantierte Qualität, Verzicht auf Gentechnik und artgerechte Tierhaltung etwas mehr zu bezahlen.

2016 wurden als Leistungsabgeltungen für die Bauern und zur Stärkung des ländlichen Raumes rund 75 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln aufgebracht. Stärkster Finanzierungspartner war erneut das Land Vorarlberg mit einem Anteil von fast 36 Millionen Euro, weitere Beiträge kamen von der EU (knapp 29 Millionen) und vom Bund (rund zehn Millionen).lw_bericht17-grafik-1

Bergbauern stark von Zuschüssen abhängig

Das bäuerliche Einkommen soll soviel wie möglich über das Produkt und soviel wie nötig über die Leistungsabgeltung erwirtschaftet werden, betonte Landesrat Schwärzler. Erfreulich sei, wenn als drittes Standbein auch ein Zuerwerb etwa über touristische Aktivitäten (z.B. Urlaub am Bauernhof) dazukommt. Während die bäuerlichen Talbetriebe 87 Prozent ihres Einkommens über die Produktion verdienen, müssen in den Berggebieten 78 Prozent über Leistungsabgeltungen beigesteuert werden. Die gepflegte Landschaft in den Bergen ist auch ein wichtiger Tourismusfaktor, unterstrich Landesrat Schwärzler die Bedeutung der Berglandwirtschaft.

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(VLK)

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