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Vorarlberg: Historische Dampfwalze wird an der Karrenseilbahn ausgestellt

Der Einzug der Dampfwalze findet am Mittwoch statt.
Der Einzug der Dampfwalze findet am Mittwoch statt. ©Stadt Dornbirn
Dornbirn - Die bald 90-jährige Dreirad-Dampfwalze „Maffei“ bekommt ein neues Zuhause an der Talstation der Karrenseilbahn. Ab Mittwoch wird das restaurierte historische Gefährt für die Öffentlichkeit frei zugänglich in einem Glaskasten ausgestellt.
Bilder der Dampfwalze
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Mit ihren bald 90 Jahren hat die Dreirad-Dampfwalze eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Ihre Vorgängerin, die Dampfwalze der Marke „Aveling & Porter“, hatte Fabrikant Viktor Hämmerle 1895 aus England herangeschafft. Sie war die erste Dampfwalze Vorarlbergs. Als sie ausgedient hatte, beschaffte sich der städtische Bauhof 1929 ein nahezu baugleiches Nachfolgemodell, das inzwischen bei der Lokomotivenfabrik J.A. Maffei in München erzeugt wurde. Diese Walze mit Baujahr 1928 und 13,5 Tonnen Gewicht unterscheidet sich von der alten Engländerin in Bauprinzip und Technik kaum, nur waren einige Teile verbessert worden.

“Walzo-Wise”

Obwohl es seit 1910 Dieselmotorwalzen gab, hatte die alte Dampfwalze viele Vorteile: den wirtschaftlicheren Betrieb, das hohe Gewicht und durch die einfache Bauweise eine um 20 Jahre längere Lebensdauer als die Motorwalzen. Nach der erfolgreichen Probefahrt nach Watzenegg hinauf versah sie über 30 Jahre lang ihren Dienst im städtischen Straßenbau, sogar noch, als man um 1960 mit der Asphaltierung der Straßen begann. Legendär und stadtbekannt als Maschinist und Fahrer war vor allem Alois Spiegel, genannt „Walzo-Wise“.

Langes Schattendasein

Aber Mitte der Sechzigerjahre wurde auch diese Dampfwalze außer Dienst gestellt, zum Glück aber nicht verschrottet. Beim Bauhof versperrte sie zunächst viel Platz und so stellte man sie beim Achdamm an die Schmelzhütterstraße, wo sie Wind und Wetter ausgesetzt war. Leider „verschwanden“ damals nicht nur die Messingschilder, sondern auch einige Funktionsteile. Ende der Achtzigerjahre bemühte sich Baumaschinenhändler Anton Stauss um eine Restaurierung, er ließ sie fachgerecht lackieren und stellte sie vorübergehend im Foyer seines Bürogebäudes auf. Endgültig aus der Hand geben wollte sie die Stadt jedoch nicht, denn 1991 dachte man an eine öffentliche Aufstellung. Allerdings verbrachte die Maschine weitere 25 Jahre in einem Holzstadel bei der Karrenseilbahnstation, bevor sie nun endgültig aus der Dunkelheit hervorgeholt wird.
Dampfwalze als Teil des Industriegeschichte-Pfads

Feierlicher Einzug am Mittwoch geplant

Die Dampfwalze soll ein Teil des Industriegeschichte-Pfads in Dornbirn werden. Entlang der Dornbirner Ache und des Müllerbachs sind bereits einige technische Relikte aus dem Industriezeitalter zu sehen, wie das Kraftwerk Forach, die Dampfmaschine Kuhn 100 an der Schmelzhütterstraße oder die Maschinen im inatura-Gelände.

Der feierliche Einzug der Dampfwalze findet am Mittwoch um 17.00 Uhr statt.

(Red.)

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