1. August 2012 08:44; Akt.: 1.08.2012 09:06

Vorarlberg hat die wenigsten Untauglichen

Vorarlberger und Tiroler sind am tauglichsten. Ob's nur an der guten Bergluft liegt? Vorarlberger und Tiroler sind am tauglichsten. Ob's nur an der guten Bergluft liegt? - © APA
Ein Ost-West-Gefälle scheint es bei der Fitness der 18-jährigen Männer in Österreich zu geben. Darauf lässt zumindest die Musterungsstatistik des Bundesheeres für die Jahre 2010 und 2011 schließen.

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Demnach waren im Vorjahr in Oberösterreich mehr als 19 Prozent der Stellungspflichtigen, die erstmals untersucht wurden, untauglich, in Kärnten waren es über 17 Prozent und in der Steiermark 15. In Vorarlberg wurden dagegen nur 8,5 Prozent ausgemustert und in Tirol nur 10,4 Prozent.

Ähnliche Situation wie 2012

Im Jahr 2010 war die Situation ähnlich, wie aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung durch das Verteidigungsministerium hervorgeht. Damals waren in Vorarlberg 11,3 Prozent, in Tirol 12,5 und in Salzburg 12 Prozent der jungen Männer untauglich. In Oberösterreich wurden dagegen 17 und in Wien 16,6 Prozent ausgemustert.

Gesamtstaatlich lagen beide Jahre mit 14,1 und 14,7 Prozent im langjährigen Schnitt. Im Jahr 2010 wurden 45.660 Stellungspflichtige erstmals untersucht, 6.421 wurden erstmals als untauglich bewertet. Im Jahr 2011 wurden 44.876 Männer untersucht, 6.602 wurden als untauglich bewertet.

Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man einen Arbeitskreis

Im Verteidigungsministerium begründet man die starken Schwankungen zwischen den einzelnen Bundesländern im Jahr 2011 u.a. mit einem “statistischen Ausreißer”. In früheren Jahren habe es solche großen Unterschiede nicht gegeben. Außerdem hielt Ministeriumssprecher Oberst Michael Bauer fest, dass das Bundesheer mit der Musterung den gesellschaftlichen Status quo zwar erhebe, allerdings keinerlei Verantwortung für den gesundheitlichen Zustand der jungen Männer habe. Die Zahlen lassen zudem keinen Rückschluss auf die Ursachen der Untauglichkeit zu; dazu müsste man die Ergebnisse mehrerer Jahre wissenschaftlich untersuchen, so Bauer.

(APA)



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