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Vorarlberg: Grüne stellen 10-Punkte-Plan für "faire Lehre" vor

Am Dienstag begann der speziell auf Jugendliche ausgerichtete Wahlkampf der Grünen in Vorarlberg. Im Fokus des vorgestellten 10-Punkte-Plans steht die Ausbildung von Lehrlingen.

„Die Lehre ist eine wichtige Ausbildungssäule für Jugendliche. Wir Grüne wollen sie zukunftsfit und für junge Menschen wieder attraktiver machen“, betonten der Nationalratsabgeordnete Julian Schmid und Landtagsabgeordnete Nina Tomaselli im Rahmen einer Presseaktion in Feldkirch.

10-Punkte-Plan

Im Vorfeld sammelte Schmid Berufserfahrung als Schnupperlehrling in Lehr-Betrieben. „Jetzt möchte ich Verbesserungen für die mehr als 100.000 Lehrlinge im Parlament erreichen“, betont der Nationalratsabegeordnete. In Zeiten von lebenslangen Lernen sei es wichtig, Reformen anzustoßen, die eine bessere Durchlässigkeit bei der Lehrausbildung ermöglichen – sodass nach der Lehre auch andere Berufs- und Bildungswege eingeschlagen werden können.

„Ich habe 10 Punkte erarbeitet, mit denen die Lehrausbildung optimiert werden soll – vom Mindestlohn über Coachingkonzepte bis zum Erasmus für Lehrlinge“, erklärte Julian Schmid. Er tourt derzeit mit seinem Lehrlingsprogramm durch ganz Österreich. Der Start findet in Vorarlberg statt.

“Grundstein wird in der Schule gelegt”

„Wichtig ist auch, dass wir die Jugendlichen fit für eine Lehre machen. Der Grundstein dazu wird in der Schule gelegt“, gibt die Grüne Landtagsabgeordnete Tomaselli zu bedenken. Optimal dafür sei eine breite, qualitativ hochwertige Ausbildung mit praxisorientiertem Unterricht. „Mit der gemeinsamen Schule sind wir in Vorarlberg genau auf dem richtigen Weg. Auch die Wirtschaftskammer unterstützt uns in diesem Bestreben“, so Tomaselli.

„Zu einer fairen Lehre gehört auch ein fairer Lohn“, lassen Tomaselli und Schmid verlauten. In Anlehnung an den von den Grünen geforderten Mindestlohn von EUR 1.750 sollten Lehrlinge 40 Prozent – also mindestens 700 Euro – erhalten. „Damit sichern wir Lehrlinge finanziell ab. Wir schließen damit aber auch die derzeit großen Lücken beim Lohnniveau von frauen- und männerspezifischen Berufen“, erläutert Tomaselli.

(Red.)

 

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