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Vorarlberg: Gründerzahlen 2017 um über fünf Prozent gestiegen

In Vorarlberg sind heuer wieder viele Unternehmen gegründet worden.
In Vorarlberg sind heuer wieder viele Unternehmen gegründet worden. ©Bernd Hofmeister
Zahl der Unternehmensgründungen in Vorarlberg stieg seit 2010 erstmals wieder über die 1.000er-Marke. 1.017 Neugründungen (ohne selbstständige Personenbetreuerinnen) bedeuten ein Plus von 5,3 Prozent gegenüber 2016. Der stellvertretende WKV-Direktor, Marco Tittler, fordert dennoch weitere bürokratische Entlastungen für Gründerinnen und Gründer.

Die Steigerung mit 5,3 Prozent in Vorarlberg liegt deutlich über dem Zuwachs im Österreichschnitt von 1,9 Prozent und bedeutet den besten Wert seit 2010. Das geht aus der Gründerstatistik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hervor.

„Die Motive, sich selbstständig zu machen, haben sich seit dem Vorjahr etwas verändert“, betont Christoph Mathis, Leiter des Gründerservice in der WKV. „Flexibler in der Zeit- und Lebensgestaltung zu sein“ hat mit 67 Prozent das Ziel „eigener Chef sein wollen“ (65,6 Prozent) als Hauptmotiv abgelöst. „Die Verantwortung, die sie als Angestellter zu tragen haben, in das eigene Unternehmen einbringen zu wollen“, lassen 59 Prozent den Sprung in die Selbstständigkeit wagen.

Durchschnittsalter von 37,7 Jahren

Das Durchschnittsalter der Vorarlberger Selbstständigen beträgt 37,7 Jahre. Im Spartenvergleich dominierte im Jahr 2017 das Gewerbe und Handwerk mit einem Anteil von 41,8 Prozent gefolgt vom Handel mit 26,0 Prozent und Information und Consulting mit 18,5 Prozent. Gemessen an der Rechtsform Einzelunternehmen beläuft sich der Frauenanteil auf 45,7 Prozent.

Das Gründerservice der Wirtschaftskammer ist erste Anlaufstelle für Neugründer und verfügt über ein umfassendes Informations- und Beratungsangebot. Die Serviceabteilung bietet Beratungen zur Unternehmensgründung, zur Betriebsnachfolge und hat das Geschäftsfeld auf den Bereich Start-up/Digital erweitert. Ebenso wurde für Crowdfunding, als neue Art der Finanzierung, zusätzliches Know-how und Beratungsunterstützung aufgebaut. 2017 konnten 1.074 Kunden via Gründungsberatungen und Workshops betreut werden, das sind um 13,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Workshop-Teilnehmer ist von 300 auf 402, somit um 34 Prozent, gestiegen. Mit 672 Gründungsberatungen wurde ein Plus von 3,9 Prozent erreicht. Mathis: „Wir forcieren ganz intensiv auch den Informationsaustausch mit den Schulen. In sogenannten Business Classes vermitteln wir gemeinsam mit der Jungen Wirtschaft Vorarlberg jährlich über 500 Schüler/-innen einen Einblick in die Gründerszene.“ Am 14. März startet die Initiative „I2b – Ideas to business“ mit einer Auftaktveranstaltung und unterstützt Gründer/-innen bei Ihren Businessplan-Überlegungen.

“Es braucht bürokratische Entlastungen”

„Die vorliegenden Gründerzahlen sind erfreulich und spiegeln die aktuell gute wirtschaftliche Lage in Vorarlberg wider“, sagt Marco Tittler, Stv.-Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg. „Dennoch braucht es weitere bürokratische Entlastungen für unsere Neugründer.“ Für den stellvertretenden WK-Direktor würden die ersatzlose Streichung von sogenannten Bagatellsteuern eine wesentliche Vereinfach bringen. Ebenso kann sich Tittler den Ausbau von Pauschalisierungsmöglichkeiten für Kleinunternehmer vorstellen, etwa eine Betriebsausgabenpauschalisierung von 50 Prozent der Einnahmen für KMU und EPU bei einem jährlichen Umsatz unter 30.000 Euro. Und auch die steuerliche Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für ein Büro im Wohnungsverband soll erleichtert werden. Die digitale Gründung von Einpersonen-GmbH’s ist zwar seit 2018 grundsätzlich möglich, scheitert aber noch an bestimmten Rahmenbedingungen. Hier ist eine rasche Umsetzung gefordert. Ebenso ist die Mindest-KöSt eine völlig unnötige Belastung für Gründerinnen und Gründer. „Es ist einfach nicht einzusehen, warum mit einer Steuer auf nicht vorhandene Umsätze junges Unternehmertum erschwert wird.“

(Red.)

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