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Vorarlberg: Engere Kooperation bei Luftraumsicherung hat bei "Dädalus18" Premiere

Grenzüberschreitende Luftraumsicherungsoperation Dädalus
Grenzüberschreitende Luftraumsicherungsoperation Dädalus ©APA
Wenn am kommenden Montag in Davos das diesjährige Treffen des World Economic Forums (WEF) beginnt, hat zwischen Österreich und der Schweiz eine verbesserte Form der Luftraumsicherung Premiere.

Die Luftstreitkräfte können verdächtige Flugzeuge über die jeweilige Staatsgrenze hinaus verfolgen. Die im Herbst vergangenen Jahres erfolgte Unterzeichnung des Luftpolizeiabkommens “Nacheile” ermöglicht einen verstärkten Informationsaustausch und die Verfolgung von verdächtigen Objekten. Bisher mussten die Abfangjäger an der Grenze abdrehen. Das sei ein bedeutender Schritt in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, sagte Luftstreitkräfte-Chef Karl Gruber am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Vertreter der Luftstreitkräfte beider Länder hatten sich in Salzburg vor Beginn der grenzüberschreitenden Operation “Dädalus18”, die während des WEF in Davos für die Sicherheit des Luftraums sorgt, getroffen.

Beschränkungen des Flugverkehrs

Die Luftstreitkräfte hätten die Aufgabe, den unbefugten Einflug von Luftfahrzeugen zu überwachen und zu verhindern, erläuterte Gruber. Dazu wurden in der Schweiz und in Teilen Tirols und Vorarlbergs Beschränkungen des Flugverkehrs erlassen. Zwei Drittel dieses Gebiets lägen in der Schweiz, ein Drittel in Österreich, sagte Gruber. In Westösterreich wird die passive Luftraumüberwachung vorübergehend ausgebaut, für die aktive Überwachung sind unter anderem vier Eurofighter, zwei Saab 105 Ö und mehrere Hubschrauber im Einsatz. Die Radar- und Funksysteme würden verstärkt, unter anderem stelle ein luftgestütztes Flugfunkrelais die Kommunikation im alpinen Gelände sicher, berichtete Gruber.

“Ohne die Kooperation mit Österreich wäre es nicht möglich, die Sicherheit beim WEF zu garantieren”, sagte der Schweizer F-18-Pilot Reno Kunz. Für einen Piloten sei der Grenzübertritt keine große Sache, die Luft sei überall gleich. Es gehe aber um die dahinterstehenden Verfahren und Informationen, betonte Kunz. Was die Überwachung von Drohnen betrifft, sagte Gruber, dass kleine Drohnen von klassischen Radarsystemen derzeit nicht erfassbar seien. Im zweiten Halbjahr 2018 würden in Österreich allerdings verschiedene Systeme erprobt werden, kündigte er an.

“Derzeit warten wir auf Vorgaben”

Was die Entscheidung über die künftige Luftraumüberwachung in Österreich betrifft, meinte Gruber am Rande der Pressekonferenz zur APA, dass die Arbeit der Eurofighter-Sonderkommission noch nicht beendet sei. “Derzeit warten wir auf Vorgaben, welche fünf bis sechs Varianten in der engeren Auswahl weiter untersucht werden sollen”, meinte Gruber. Der Ball liege bei Bundesminister Mario Kunasek (FPÖ). Der Luftstreitkräfte-Chef geht davon aus, dass in einigen Monaten die nötigen Daten und Fakten vorliegen werden, um eine Entscheidung zu treffen.

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