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Von Kurz bis Pilz: So bewertet Studio Spitzar die Wahlplakate

Dornbirn. Ob nun am Straßenrand oder auf den Webseiten, auch im digitalen Zeitalter hat das Wahlplakat längst nicht ausgedient. Wir fragten die Design Thinker vom Studio Spitzar, wie gelungen die Plakate der Nationalratsparteien sind.

Aufmerksamkeit, Inhalte und Persönlichkeiten, diese drei Bereiche sollten Wahlplakate abdecken. Für Marco Spitzar und Bernhard Hafele vom Designstudio in Dornbirn eine Aufgabe, die nur selten optimal gelingt. Nicht zuletzt im heurigen Wahlkampf erkennt man vor allem den Trend weg von der Partei hin zur Bewegung. Das sagen die Profis zu den Wahlplakaten:

SPÖ

Die SPÖ setzt sehr stark auf Christian Kern als Persönlichkeit. Dabei wird Kern mehr als Privatperson denn als Staatsmann oder Geschäftsmann inszeniert. Dies zeigt sich auch an seinem legerem Outfit. Die inhaltlichen Aussagen und die Partei selbst stehen weit hinten an. Durch diese inhaltliche und visuelle Fokussierung auf Kern wirkt die Kampagne sehr austauschbar und bringt weder die Fähigkeiten der Partei, noch die Kompetenz von Christian Kern hervor.

Liste Kurz – die neue ÖVP

Ausgerechnet die ÖVP, eine der ältesten politischen Kräfte im Land, hat die Zeichen der Zeit erkannt und versteht sich seit Kurzem viel mehr als junge Bewegung denn als verstaubte Partei. Diese inhaltlich neue Ausrichtung (ob nur aufgesetzt oder tatsächlich) wird visuell hervorragend umgesetzt. Zunächst grenzt man sich fast radikal vom bisherigen Erscheinungsbild der ÖVP ab und stellt Sebastian Kurz in den absoluten Mittelpunkt. Dies zeigt sich beispielsweise an der kommunizierten Web-Adresse. Auch wenn die inhaltlichen Aussagen ähnlich generisch sind wie diese der SPÖ, die Kompetenzvermittlung funktioniert bei der ÖVP deutlich besser.

FPÖ

Die FPÖ versucht deutlich HC Strache als erfahrenen Staatsmann zu positionieren. Nicht ohne Grund, schließlich ist er bereits seit vielen Jahren Spitzenkandidat seiner Partei. Daher sind die diesjährigen Plakate der FPÖ relativ zurückhaltend und weniger polarisierend oder gar rassistisch. Das Layout der Plakate ist aber typisch FPÖ – mehrere Headlines mit einem »billig« wirkenden Design. Durch diese visuelle Sprache soll eine gewisse Einfachheit dargestellt werden, was bei der Stammwählerschaft sicherlich auf Anklang trifft.

Die Grünen

Die Grünen bleiben ihrem schon seit Jahren bekannten Layout treu. Hierbei stellt sich die Frage, ob die dadurch sicherlich erreichte Wiedererkennbarkeit erfolgreicher ist als die Aufmerksamkeit durch eine neue Gestaltungsart. Textlich besitzen die Wahlplakate der Grünen den größten Bezug zu ihrem Wahlprogramm und Kernthemen. Die Spitzenkandidatin wird, wohl aufgrund ihrer mäßigen Bekanntheit, nur sehr selten abgebildet. Die verwendeten Bilder sind sehr mutlos und könnten genau so gut für eine beliebige Werbekampagne eingesetzt werden. Dadurch gelingt es den Grünen auch nicht ihre Botschaften wirksam zu kommunizieren.

NEOS

Auf jeden Fall ein sehr untypische Wahlkampagne. Die Idee der gespiegelten Schrift, welche sinnbildlich für einen Perspektivenwechsel steht, erschließt sich den wenigsten Betrachtern. Des Weiteren sind die abgebildeten Headlines inhaltsleer und könnten auch für andere Parteien stehen. Etwas unverständlich ist, warum die NEOS nicht stärker auf ihre bekannten und polarisierenden Spitzenkandidaten Strolz und Griss setzen.

Peter Pilz

Mit dem Prinzip, nur eine Wahlplakat zu produzieren, macht Pilz aus seiner Sicht genau das Richtige. Nicht etwa, weil dies eine kostengünstige Methode ist Wahlwerbung zu machen, sondern viel mehr aufgrund der Möglichkeit, dadurch einen Platz in den Medien zu finden. Und genau das ist es, was Peter Pilz sehr gut beherrscht und für seinen Wahlkampf braucht – Berichte über ihn.

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