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Vom Schulabbruch zur Karriere mit Lehre

Handballer Ante Esegovic (21) lässt sich von Rückschlägen nicht unterkriegen.

Der 21-jährige Ante Esegovic ist zweifellos eine Kämpfernatur. Sowohl in beruflicher als auch in sportlicher Hinsicht. Nachdem er die Schule abbrechen musste, hat er sich zum ausgebildeten Sportadministrator hochgearbeitet. Außerdem will er nach einer schweren Knieverletzung bald zurück auf die große Handballbühne und trainiert hart dafür – und es schaut gut aus. Zum ersten Rückschlag war es vor rund drei Jahren gekommen. Die Handball-Karriere des jungen Bregenzers hatte Fahrt aufgenommen. Der Jugendnationalspieler besuchte die Handball-Akademie in der Mehrerau und wollte die Schule mit Matura abschließen. Die siebte Klasse stellte allerdings eine unüberwindbare Hürde für den Sportler dar. „Latein war mein Problem“, gesteht er. So musste er schließlich die Schule abbrechen und stand zwar mit Verein, aber ohne richtige Ausbildung da.

Chance genutzt
Eine passende Lehrstelle zu finden, ist für Jugendliche nicht immer ganz einfach. Ante Esegovic erhielt glücklicherweise Unterstützung von seinem Verein. Er bekam die Möglichkeit, über das Projekt „Chance“, einem AMS-Ausbildungsprojekt für ältere Jugendliche und junge Erwachsene, bei Bregenz Handball eine Lehre als Sportadministrator zu absolvieren. So arbeitete er im Büro des Klubs und konnte zweimal täglich mit der Mannschaft trainieren. In der Berufsschule habe er sich leichtgetan, erzählt der 21-Jährige. „Da bin ich locker durchgekommen.“ In sportlicher Hinsicht lief ebenfalls alles nach Plan. In der Saison 2015/16 wurde er in der HLA zum Newcomer des Jahres gewählt. Nach mehreren Einsätzen für die Nachwuchs-Nationalteams gab es auch Einberufungen für die Männer-Nationalmannschaft. Heuer meisterte Ante Esegovic die Lehrabschlussprüfung. Zum Feiern ist dem jungen Bregenzer allerdings nicht wirklich zumute. Während beruflich alles glatt läuft, kam es im Mai dieses Jahres zu einem herben Rückschlag in sportlicher Hinsicht. Im Training erlitt er bei einem Zweikampf einen Kreuz- und Meniskusriss sowie einen Knorpelschaden im linken Knie. „Es war ein normaler Zweikampf. Bei einem Richtungswechsel hat aber das Knie plötzlich nachgegeben“, erzählt er.

Schwere Zeit
Die ersten Wochen nach der Verletzung sei die Situation alles andere als einfach gewesen. Zwölf Wochen lang war der Bregenzer auf Krücken angewiesen. „Ich habe viel über die Situation nachgedacht. Irgendwann kam der Punkt, an dem mir klar wurde, dass ich eh nichts mehr ändern kann und nun das Beste daraus machen muss.“ In den vergangenen Monaten arbeitete er hart an seinem Comeback und pendelte zwischen Büro und Physiotherapeuten-Praxis. Inzwischen hat er den Trainingsbetrieb mit Abstrichen wieder aufgenommen. Alles aber noch ohne Körperkontakt. Im Dezember standen für Ante Esogovic die letzten Untersuchungen in Augsburg am Programm. „Bis jetzt ist der Heilungsverlauf super“, berichtet er. Wenn weiterhin alles nach Plan läuft, könnte der junge Handballer bis April wieder einsatzfähig sein. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass dies klappt“, sagt er. Berufsreifeprüfung im Visier Neben der Arbeit im Büro und Physiotherapie büffelt der junge Sportler inzwischen übrigens auch fleißig für die Berufsreifeprüfung. „Deutsch hab ich schon geschafft. Im Frühjahr beginne ich mit Englisch, Mathe und einem Wahlfach.“ Bis Ende des nächsten Jahres will er die Ausbildung abschließen. Was danach kommt – ob er möglicherweise auch noch studieren wird – lässt er sich noch offen. „Ich habe noch keinen konkreten Plan“, sagt er und lacht. Nachdem es mit der Matura nicht geklappt hat, ist für ihn erst einmal wichtig, das Zeugnis der Berufsreifeprüfung in der Tasche zu haben. Und natürlich, dass er bald wieder auf die große Handballbühne zurückkehren kann. Das Jahr 2018 verheißt aus momentaner Sicht für den jungen Bregenzer also wieder viel Gutes.

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