Voith Hydro modernisiert Pumpspeicherkraftwerk in Vorarlberg

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Kops-Speicher: Bald noch mehr Energie produziert werden. Kops-Speicher: Bald noch mehr Energie produziert werden. - © VIW
Die zum deutschen Papiermaschinenhersteller Voith gehörende Voith Hydro in St. Pölten hat den Auftrag für die Leistungserhöhung und Modernisierung für das Pumpenspeicherkraftwerk Kops I der Voralberger Illwerke AG an Land gezogen.

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Mit März 2014 soll der Umbau der ersten Einheit beginnen, in Jahresschritten werden die weiteren zwei Einheiten fertiggestellt. Ab Oktober 2016 soll das Speicherkraftwerk dann wieder voll im Einsatz sein. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf etwa 16 Mio. Euro.

Mehr Power

Im Zuge der Modernisierung soll die Maschinenleistung von derzeit 247 auf 276 Megawatt erhöht werden - eine Steigerung von 12 Prozent. Wie der Vorsitzende der Geschäftsführung von Voith Hydro St. Pölten, Leopold Heninger, in einer Aussendung betonte, blickt das Unternehmen bereits auf eine langjährige Zusammenarbeit mit der Vorarlberger Illwerke AG zurück: "Wir waren bei den Anfängen des Kopswerkes I vor 50 Jahren dabei und dürfen dieses wieder auf den neuesten Stand bringen." Konkret wird Voith für die Konstruktion, Fertigung und Lieferung der drei neuen Doppel-PeltonTurbinen- und Reglerkomponenten - inklusive Aus- und Einbau - verantwortlich sein.

(APA)

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Ort: Weidachstraße 6, 6900, Bregenz
Mitarbeiter:
Umsatz:
Webseite: http://www.illwerke.at

Die Vorarlberger Illwerke AG ist ein österreichisches Energieunternehmen mit Sitz in Bregenz. Mehrheitseigentümer ist mit einem Aktienanteil von 95,5 % das Land Vorarlberg. Die Illwerke unterhalten im Montafon zehn Wasserkraftwerke, mit denen Spitzenlast-Energie für den nationalen und internationalen Strommarkt erzeugt wird. Wasser der Silvretta und umliegender Gebiete wird in einem weit verzweigten System aus Stollen, Rohren, Kanälen und Stauseen zu mehreren Speicherkraftwerken geleitet. Der dort erzeugte Strom wird in das europäische Stromverbundsystem eingespeist und großteils an die Energie Baden-Württemberg AG verkauft. Die sichtbarsten Komponenten des Wasserkraftsystems bilden die vier großen Stauseen: Um 1930 begannen die Illwerke den Bau des Vermuntstausees, später folgten noch der Silvrettastausee auf der Bielerhöhe (Fertigstellung 1951), der Lünersee (1959) und der Kopssee (1969). Bisher wurden verschieden Kraftwerke sowie kleinere Zwischenwerke erstellt: Vermuntwerk (1926 Baubeginn, 1930 Inbetriebnahme) Obervermuntwerk (1938 Baubeginn, 1943 provisorische Inbetriebnahme) Die Energiereserven (Wasserkraft) Österreichs waren für das Dritte Reich von großer Bedeutung. Die Machthaber trieben den Ausbau der Kraftwerke ab 1938, nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland, auch in Vorarlberg voran. Die Großbaustellen in der Silvretta beanspruchten eine beträchtliche Zahl an Arbeitern, so dass deutsche und heimische Baufirmen zusätzlich Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter auf den Baustellen beschäftigten. Silvretta-Stausee (1938 Baubeginn, 1943 erster Teilstau) Rodundwerk I mit Zwischenstufe Latschau (1938 Baubeginn, 1943–1952 stufenweise Inbetriebnahme) Latschauwerk (1938 Baubeginn, 1950 Inbetriebnahme) Lünerseewerk (1954 Baubeginn, 1958 Inbetriebnahme) Kopswerk I mit Rifawerk (1961 Baubeginn, 1969 Inbetriebnahme) Rodundwerk II (1976 Inbetriebnahme) Walgauwerk (1980 Baubeginn, 1985 Inbetriebnahme) Kopswerk II (2004 Baubeginn, 2009 Inbetriebnahme)
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