VKW will Trendumkehr

Von Florian Dünser
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VKW will Trendumkehr © VN/ Steurer
Bregenz - "Velix" heißt ein von den VKW in Zusammenarbeit mit der Hochschule St.Gallen und der ETH Zürich ins Leben gerufenes Online-Projekt, welches die Sensibilisierung der Menschen in Bezug auf den steigenden Stromverbrauch zum Ziel gesetzt hat.

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Besonders auf die simple Handhabe der Online-Maske hätten die Entwickler Wert gelegt, so VKW-Vorstand Christof Germann, die Teilnahme sei für alle VKW-Kunden mit PC und Internetverbindung möglich (siehe unten). Anreiz zum mitmachen sollen indes die monatlichen Gewinnspiele geben, bei welchen von einem Laptop bis hin zum EFahrrad tolle Preise winken.

Energieautonomie als Ziel

Doch warum engagiert sich ein Energieanbieter überhaupt für einen effizienteren Umgang mit dem eigenen Produkt? Laut Germann zeigen sich diesbezüglich mehrere Gründe verantwortlich. Zum einen sehe die Effizienzrichtlinie der EU vor, den Energieverbrauch bis 2017 um neun Prozent zu reduzieren. „Und wir gehen davon aus, dass diese Vorgaben verbindlich sein werden“, so der VKW-Vorstand. Ebenso wolle man dem Ziel der Energieautonomie bis 2050, das von allen Landtagsparteien mitgetragen wird, gerecht werden. Und: „Wir wollen uns zu einem Energiedienstleister entwickeln, der als kompetenter Partner in allen Energiefragen zur Seite steht“, erklärt Germann. Das Velix- Projekt sei ein erster Schritt, um in dieser Hinsicht Fuß zu fassen.

Steigender Stromverbrauch

Das es beim Thema Energieeffizienz nach wie vor massiven Handlungsbedarf gibt, verdeutlichen indes aktuelle Zahlen. So ist der Gesamtenergieverbrauch in Vorarlberg im Jahre 2009 zwar um zwei Prozent zurückgegangen (vorwiegend auf den Rückgang in der Industrie zurückzuführen), gleichzeitig jedoch jener in Privathaushalten um knapp zwei Prozent gestiegen. „Das zeigt, dass es auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in privaten Haushalten große Zuwachsraten gibt“, sagt Germann. Alleine in Privathaushalten werden pro Jahr somit rund 1000 Mill. Kilowattstunden (kWh) Strom verbraucht, ein Zuwachs von zwei Prozent entspricht 20 Mill. kWh - und damit dem halben Jahresverbrauch einer Tourismus-Gemeinde wie Lech. „Wir wollen mit Velix das Gefühl der Menschen für den Energieverbrauch schärfen“, so Germann. Mit dem Energiesparen könne man jedoch erst dann beginnen, wenn vor Augen geführt werde, wieviel Strom tatsächlich verbraucht wird - und wo Einsparpotenziale vorhanden sind. Dabei sei es auch kein Widerspruch, die Preise für Strom zugleich niedrig zu halten. „Ein durchschnittlicher Vorarlberger Haushalt mit vier Personen verbraucht rund 5000 kWh Strom pro Jahr, das entspricht rund 750 Euro. Wenn auch nur zehn Prozent eingespart werden können, ist das viel Geld“, so der VKW-Vorstand. Ziel sei, während der sechs Monate Laufzeit von Velix, rund 10.000 der 190.000 VKW-Kunden zum mitmachen zu animieren. „Das wäre ein toller Erfolg für uns“, sagt Germann.

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