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Vettel will mit Valencia-Hattrick Rekordserie stoppen

Vettel in Spanien in Autogramm-Laune. Vettel in Spanien in Autogramm-Laune. - © dapd
Sebastian Vettel will mit einem Valencia-Hattrick die Rekordserie in der Formel-1-WM stoppen. Nach seinen beiden Siegen 2010 und 2011 kann der 24-jährige Weltmeister am Sonntag mit dem dritten Sieg in Folge beim Grand Prix von Europa verhindern, dass das achte Saisonrennen den achten neuen Sieger bringt. Doch Vettel weiß, dass sein aktueller Red Bull nicht in dem Zustand ist wie sein Vorjahres-Auto.

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Da fuhr der Deutsche mit elf Saisonsiegen souverän und im Blitztempo zum zweiten WM-Titel. In Valencia feierte der Jungstar aus der Pole seinen sechsten Saisonsieg im achten WM-Lauf und verließ Spanien mit 77 Punkten Vorsprung. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Heuer liegen die Top-3 nach sieben Rennen mit sieben verschiedenen Siegern gerade einmal drei Punkte auseinander. Mit McLaren-Ass Lewis Hamilton (88) vor Ferrari-Star Fernando Alonso (86) liegen die beiden bisher konstantesten Fahrer knapp vor Vettel (85), Mark Webber (79) und Nico Rosberg (67) folgen. Das bedeutet, dass gleich fünf Piloten die Chance haben, Valencia am Sonntag (14.00, live ORF 1, RTL und Sky) als WM-Leader zu verlassen.

Pole-Position enorm wichtig

Beim dritten Rennen auf einem Straßenkurs in Folge nach Monaco und Kanada ist die Pole auch in Spanien enorm wichtig, obwohl der Valencia Street Circuit rund um die Marina Juan Carlos I relativ breit ist. Auf der WM-Strecke mit den meisten Kurven (25) folgen auf der Topspeed-Geraden insgesamt zehn Kurven im ersten oder zweiten Gang. Überholen ist dennoch schwierig, drei der bisher vier in Valencia gefahrenen Europa-Grand Prix’ wurden daher aus der besten Startposition gewonnen.

Für Vettel spricht, dass die Temperaturen und die Reifentypen gleich sein werden wie in Bahrain, wo der Titelverteidiger sein bisher einziges Saisonrennen gewonnen hat. Aber Vettel weiß auch, dass sein RB8 nicht dort ist, wo er sein müsste. So klagte der mit Ferrari flirtende Doppelweltmeister offen über Schwächen in schnellen Kurven. “Wir haben uns nicht in dem Ausmaß verbessert, wie wir es gerne hätten”, sprach der Deutsche in Valencia Klartext.

McLaren in Valencia noch ohne Erfolg

Immerhin, McLaren hat in Valencia noch gar nicht gewonnen und Hamilton ist klar, dass nach seinem Kanada-Sieg nicht nur wegen der hochsommerlichen Temperaturen das bisher “heißeste” Rennen des Jahres auf ihn wartet. Asphalttemperaturen von 40 Grad stehen an. “Das wird ein heißer Tanz”, weiß der Ex-Weltmeister. Lokalmatador Fernando Alonso würde vor Heimpublikum gerne auf Sieg fahren, wird seinen Ferrari aber – zähneknirschend – reifenschonend um den Kurs tragen müssen. Die FIA-Eingriffe über die Reifen machen das notwendig. Sehr zur Freude der Mittelständler, aber auch sehr zum Ärger der arrivierten Teams.

“Heuer zählt jeder Punkt”

Der Weltmeister 2012 wird am Ende womöglich nur zwei oder drei Rennen gewonnen haben. Alonso: “Heuer zählt jeder Punkt.” Michael Schumacher jedenfalls wies die ihm zugewiesene Rolle als Mitfavorit in Valencia von sich. “Vorhersagen und Rennen sind zwei Paar Schuhe”, gab sich der Rekordchampion vorsichtig. Seine Pechsträhne mit fünf Ausfällen in sieben Rennen bremst ihn aber nicht. “Das ist einfach eine unglückliche Serie. Ich stehe weiter zu hundert Prozent hinter dem Team, betonte der 43-Jährige Mercedes-Fahrer.

Schumacher wäre der sensationellste achte Saisonsieger. Aber auch die beiden Lotus-Fahrer Kimi Räikkönen und Romain Grosjean werden noch gehandelt, ebenso die bisher überraschend starken Sauber. Schumacher wäre ein eigener Triumph auch aus einem anderen Grund höchst willkommen. Denn damit hätte auch die “Beliebigkeit des Siegens” ein Ende.

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