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Verkehrsstrategie auf Schiene gebracht

©Bettina Maier
Die Lustenauer Mandatare verabschiedeten zukunftsweisendes Verkehrskonzept.

Lustenau.  (VN-bem) „Es scheint, dass wir vor der Sommerpause wichtige Großprojekte verabschieden“, vermeldet Bürgermeister Dr. Kurt Fischer mit Blick auf die lange Liste der Tagesordnungspunkte der 19. Lustenauer Gemeindevertretungssitzung letzten Donnerstag.

Auf dieser Liste standen neben dem zu verabschiedenden Spielraumkonzept, die Standortfrage des Feuerwehrgerätehauses, der Bau des neuen Sportparks, die Solaroffensive, eine Verlängerung der Haftung für den EHC, diverse Umwidmungen, auch die Verabschiedung des Lustenauer Verkehrskonzeptes.

Bei künftigen Planungen und Maßnahmen sollen jetzt die Planungsprinzipien des Verkehrskonzeptes berücksichtigt werden. Mit der Erstellung des Konzeptes beauftragte die Gemeinde den Verkehrsexperten Professor Hermann Knoflacher. Ziele des Papiers sind die Steigerung des Anteils der Wege, die mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden und die Förderung der sanften Mobilität wie die Stärkung des Verkehrsverbundes.

Maßnahmenpaket

Im konsensorientierten Planungsverfahren Mobil im Rheintal (MIR) wurde in den letzten vier Jahren ein Maßnahmenpaket geschnürt, das zu einer nachhaltigen Verbesserung des Verkehrs im Rheintal führen soll. „Dass von der Vorarlberger Landesregierung beschlossen wurde, die Alternative Z, kombiniert mit Bahn/Metrobus/Bus und Push&Pull-Maßnahmen (Busbevorzugung, Parkraumbewirtschaftung) realisieren zu wollen, ist eine historische Chance für unsere Gemeinde, wirksam vom Schwer- und Durchzugsverkehr entlastet zu werden“, erklärt Fischer.

Daneben setze sich die Marktgemeinde aktiv mit Schweizer Gemeinden in einer grenzübergreifenden Arbeitsgruppe für die Umsetzung von verschiedenen kurz- und mittelfristigen Maßnahmen zur Verkehrsentlastung ein.

So wurde ein Pilotprojekt beim Grenzübergang Mäder zur Auffächerung des Lkw-Verkehrs gestartet. Des Weiteren wird derzeit der grenzüberschreitende Verkehr im Bereich des Zollamts Lustenau – Au optimiert. Zudem werde noch in diesem Jahr eine Rampe sowie ein Hochstand auf der Schweizer Seite des Grenzübergangs gebaut. So soll der Lkw-Durchfluss in Zukunft beschleunigt werden. Eine weitere wichtige mittelfristige Maßnahme sei die Umsetzung der Verbindung des Autobahnanschlusses A1 mit L 40 Brugger Straße inklusive Zollamt als vorgezogener Teil einer Gesamtlösung. „Von dieser erhoffen wir uns eine noch stärkere Entlastung. Zusammen mit einer Auffächerung des Schwerverkehrs könnte dieser neue Grenzübergang eine wirkliche Entlastung bringen“, so Fischer. Er kann sich vorstellen, dass sämtliche Mülltransporte zur KVA Buchs und die Kiestransporte Richtung Schweiz über diesen neuen Übergang abgewickelt werden.

Beim Fahrradverkehr nimmt Lustenau im Vergleich zu anderen Kommunen einen Spitzenplatz ein. Das belegen zahlreiche Auszeichnungen, aktuell jene der „fahrradfreundlichen Gemeinde 2012“ durch das KfV. Trotzdem soll der Anteil der Wege, die mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden, weiter gesteigert werden und mit einer hochwertigen Infrastruktur für eine umweltfreundliche Mobilität sorgen. Der neue Generalverkehrsplan wird eine wichtige Leitlinie für Lustenaus zukünftige Verkehrspolitik sein.

Das räumliche Entwicklungskonzept Lustenau (REK) von 2006 legt Grundsätze zur räumlichen Entwicklung beispielsweise für die Siedlungsstruktur und auch Ziele zum Verkehr fest. Das Verkehrskonzept sei eine Vertiefung des räumlichen Entwicklungskonzepts in Bezug auf den innerörtlichen Verkehr. Durch die Annahme des Verkehrskonzeptes sollen viele Entscheidungen in den Gemeindegremien einfacher werden, da sie eindeutig, fachlich begründet und überall gleich gelten.

Bei der Sitzung brachte Bernd Bösch (Grüne) noch einen zusätzlichen Antrag ein: Mit der Begleitung der Umsetzung des Verkehrskonzepts soll ein Verkehrsplanungsbüro beauftragt werden. Dieses soll der bestehende Mobilitätsgruppe jährlich konkrete Maßnahmen zur Umsetzung vorschlagen und der Gemeindevertretung jährlich einen Bericht über den Stand der Umsetzung der Maßnahmen vorgelegen.

Für Martin Fitz von der FPÖ habe „Prof. Hermann Knoflacher mit seinem Verkehrskonzept in einigen Punkten weit über das Ziel hinausgeschossen. Wir wollen den Verkehr beruhigen – keinen Stillstand.“ Er nimmt das Konzept zur Kenntnis. Jede Maßnahme bedürfe aber, so Fitz, eines Beschlusses. Die FPÖ stellte einen Abänderungsantrag. 27 Mandatare stimmten für das Verkehrskonzept, neun (alle FPÖ) dagegen.

 

Text: VN/Bettina Maier

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