Vatikanbank verwaltet Vermögen von sechs Milliarden Euro

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Der Papst ist Staatsoberhaupt des Vatikans Der Papst ist Staatsoberhaupt des Vatikans - © dapd
Die Vatikanbank IOR verwaltet ein Vermögen von sechs Milliarden Euro. 33.000 Bankkonten zählt das Geldhaus, berichtete der Generaldirektor des IOR, Paolo Cipriani, bei einem Treffen mit Journalisten. 77 Prozent der Vatikan-Kunden seien Europäer, 7,3 Prozent vatikanische Bürger.

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Cipriani dementierte, dass der IOR Beziehungen zu Offshore-Banken- und Länder haben. Die Kontrollen bezüglich der Geldtransfers seien rigoros. Cipriani betonte, dass sich der IOR um starke Transparenz bemühen werde. "Wir wollen wie ein Glashaus sein", kommentierte Cipriani.

Anti-Geldwäsche-Standard

In der kommenden Woche steht eine wichtige Entscheidung für das IOR an. Der Europaratsauschuss Moneyval entscheidet am Mittwoch über die Aufnahme des Heiligen Stuhls in die Liste der Länder mit internationalen Anti-Geldwäsche-Standards. Dieser Status würde dem IOR eine Zusammenarbeit mit anderen Banken erleichtern. Die Moneyval-Gruppe, der 28 der 47 Europaratsländer angehören, überprüft unter anderem, ob ein Land internationale und europäische Standards zum Kampf gegen Geldwäsche, Terrorfinanzierung und das organisierte Verbrechen einhält.

Neue Finanzbehörde

Im Dezember 2010 hatte Papst Benedikt XVI. eine neue Finanzbehörde im Vatikan geschaffen, die den Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung verbessern helfen soll. Vatikanbankchef Ettore Gotti Tedeschi war am 24. Mai nach einem Misstrauensvotum des Aufsichtsrats zurückgetreten. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Geldwäsche. Machtkämpfe und Intrigen haben zur Ausgrenzung von Gotti Tedeschi geführt, der in den vergangenen Monaten häufig mit dem vatikanischen Staatssekretär, Kardinal Tarcisio Bertone, in Konflikt geraten war.

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