US-Finanzminister wollte Regierungsflieger für Flitterwochen

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Steven Mnuchin ist schon häufiger in Fettnäpfchen getreten
Steven Mnuchin ist schon häufiger in Fettnäpfchen getreten - © APA (AFP)
US-Finanzminister Steven Mnuchin ist erneut durch eine Peinlichkeit in die Schlagzeilen geraten. ABC News berichtete am Donnerstag, der frühere Hedgefonds-Manager habe für seine Flitterwochen im Sommer in Europa ursprünglich ein Regierungsflugzeug verlangt.

Die Anfrage habe er damit begründet, dass er während seines Urlaubs in Schottland, Frankreich und Italien abhörsicher kommunizieren müsse.

Letztlich habe Mnuchin dann aber seine Anfrage zurückgezogen, nachdem sich eine andere “Option der sicheren Kommunikation” ergeben habe, zitierte der Sender einen Sprecher des Finanzministeriums. Die Nutzung der Maschinen der US-Luftwaffe für die Reisen von Regierungsmitgliedern kostet dem Bericht zufolge rund 25.000 Dollar (21.000 Euro) pro Stunde.

“Hinreißend abgedreht”

Der 54-jährige Finanzminister und seine 18 Jahre jüngere Frau, die schottische Schauspielerin Louise Linton, hatten im Juni in Washington geheiratet. Erst kürzlich sorgte das Paar für Wirbel, nachdem Linton nach einem Besuch mit ihrem Ehemann bei den US-Goldreserven im Bundesstaat Kentucky ein Foto von sich in teurer Designer-Ausstattung im Internet platziert und dabei die Marken benannt hatte.

Als eine Nutzerin ihr daraufhin vorwarf, Steuergelder zu missbrauchen, schlug Linton wütend zurück und warf der Frau vor, “hinreißend abgedreht” zu sein. Später entschuldigte sie sich für ihre abfälligen Bemerkungen. Das Finanzministerium versicherte, dass Mnuchin und seine Frau die Kosten für Lintons Reise nach Kentucky erstattet hätten. Allerdings leitete der Generalinspekteur des Ressorts eine Untersuchung dazu ein.

Mnuchin hatte bereits wenige Wochen nach seinem Amtsantritt Asche auf sein Haupt gestreut, nachdem er in einem Interview für den Animationsfilm “Lego Batman” geworben hatte. Er hatte den Film vor seinem Eintritt in die Regierung produziert. Mnuchins Vermögen wird vom Magazin “Fortune” auf eine halbe Milliarde Dollar geschätzt.

(APA/ag.)

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