Wichtigste Voraussetzung für die Umsetzung des Vorhabens seien die nötigen Millionen - © VOL Live/Bernd Hofmeister “Wir liegen voll und ganz im Zeitplan, von einer Verzögerung kann nicht die Rede sein. Verfahren für Bauten in dieser Größenordnung nehmen naturgemäß eine gewisse Zeit in Anspruch”, betont Karlheinz Rüdisser als ressortzuständiger Landesrat.
Millionen als “Knackpunkt”?
Wichtigste Voraussetzung für die Umsetzung des Vorhabens, das in einem dreijährigen Verfahren erarbeitet wurde, seien allerdings die dafür nötigen Millionen, fügte Rüdisser hinzu. Im Klartext bedeutet dies, dass die Verwirklichung des Megaprojektes nur mehr am fehlenden Geld scheitern und somit einen Knackpunkt bilden könnte.
Unterlagen für UVP-Prüfung
Grundsätzlich sei aber davon auszugehen, dass die Finanzierung gesichert sei. Umgesetzt werden soll bekanntlich die sogenannte Bestvariante 5.3. Bereits im Vorjahr wurden im Raum Feldkirch und Frastanz geologische Bohrungen und Windmessungen durchgeführt. Sogar Gespräche mit betroffenen Grundeigentümern in den beiden Gemeinden sind bereits geführt worden. Seit Juni würden die notwendigen Unterlagen für eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erarbeitet und zusammengetragen. Bei dieser Prüfung müssen laut Gesetz alle relevanten Auswirkungen des Röhrensystems auf die Umwelt dargestellt werden.
Mitspracherecht Liechtenstein
Und wie sieht es mit der Mitsprache des Landes Liechtenstein aus, das aufgrund der Situierung einer Tunnelausfahrt vor der Grenze Mehrverkehr befürchtet? Das Fürstentum werde freilich in das UVP-Verfahren mit eingebunden. “Transparenz und offene Kommunikation” seien auch über die Landesgrenzen hinaus in derartigen Fragen überaus wichtig, betonte Rüdisser im VN-Gespräch. Werden die Vertreter des Fürstenstaates ein gewichtiges Wort mitzureden haben? “Liechtenstein wird informiert und entscheidet soviel mit wie es die Parteistellung im Verfahren vorsieht.”