USA stellen sich hinter die Türkei

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Im Streit um das abgefangene syrische Flugzeug haben sich die USA hinter die Türkei gestellt. Zwar wollte der stellvertretende Regierungssprecher Josh Earnest die Entscheidung Ankaras, das Flugzeug zur Landung zu zwingen, nicht ausdrücklich kommentieren. Aber er sagte am Donnerstag, Washington stehe hinter Verbündeten, die versuchten, Waffenlieferungen an das Assad-Regime zu verhindern.

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Türkische Kampfjets hatten am Mittwoch einen Passagierjet auf dem Weg von Moskau nach Syrien abgefangen und zur Landung gezwungen. Regierungschef Erdogan sagte am Donnerstag, in dem Flugzeug hätten sich Munition und militärischer Güter befunden. Ein russischer Rüstungshersteller habe dies an das Verteidigungsministerium in Damaskus schicken wollen, sagte Erdogan dem türkischen Fernsehsender NTV. Er verurteilte den Versuch, das Material durch türkischen Luftraum zu transportieren. Russland reagierte verärgert auf erste Berichte, wonach Waffen an Bord beschlagnahmt worden seien.

Damaskus bezichtigte Erdogan der Lüge. "Der türkische Ministerpräsident führt seine Reihe lügenhafter Erklärungen fort, die darauf abzielen, das feindselige Verhalten seiner Regierung gegenüber Syrien zu rechtfertigen", erklärte das syrische Außenministerium am Donnerstag in Damaskus und wies damit erneut zurück, dass sich an Bord der Maschine Waffen befunden hätten.

Radikale Islamisten verübten unterdessen nach eigenen Angaben in Syrien einen Bombenanschlag auf ein Gelände der Staatssicherheit. Die Gruppen Ahfad al-Rasul und Ansar al-Islam bekannten sich am Donnerstag in einem gemeinsamen Schreiben zu dem Angriff westlich des Umayyad-Platzes in Damaskus. Das staatliche Fernsehen berichtete von zwei Verletzten bei einer "terroristischen Explosion". Augenzeugen zufolge wurde der Platz von Soldaten abgeriegelt.

Ansar al-Islam hatte sich zu einem Anschlag im vergangenen Monat auf das Büro des Stabschefs der Armee bekannt. Dabei war das Gebäude am Umayyad-Platz in Brand geraten. Syriens Präsident Bashar al-Assad kämpft seit mehr als eineinhalb Jahren gegen einen Aufstand, der sich zu einem Bürgerkrieg ausgeweitet hat. Dabei sind Zehntausende Menschen getötet worden.

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