Trump-Eskapaden bereiten Anlegern Kopfschmerzen

Der Druck auf den US-Präsident hat zugenommen
Der Druck auf den US-Präsident hat zugenommen - © APA (AFP)
Die politischen Turbulenzen in den USA werden die Aktienmärkte Experten zufolge auch in der neuen Woche in Atem halten. “Die Affären um Trumps Russland-Kontakte und in Sachen FBI könnten sich zu einer echten Krise ausweiten, die jegliche Steuerpläne und wachstumsfördernde Ambitionen lähmt”, warnt Jochen Stanzl, Analyst des Online-Brokers CMC Markets.

Schwindender Rückhalt in der eigenen Partei erschwere es US-Präsident Donald Trump, seine Pläne durch den Kongress zu bringen. Die Ernennung eines Sonderermittlers in der Russland-Affäre war auch von den Republikanern gefordert worden. Er soll den Vorwurf geheimer Absprachen zwischen Trumps Team und der russischen Regierung untersuchen. Die Kontakte zwischen dem Wahlkampfteam von Trump und der Regierung in Moskau sind offenbar auch enger gewesen als bisher bekannt. Inzwischen halten sogar republikanische Abgeordnete ein Amtsenthebungsverfahren für denkbar.

In den vergangenen Tagen stieg der Dax zeitweise auf ein Rekordhoch von 12.841,66 Punkten, fiel auf Wochensicht aber um rund ein Prozent auf derzeit etwa 12.630 Zähler. Am Devisenmarkt fiel der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, wieder auf das Niveau vor Trumps Wahl im November zurück und stand mit einem Minus von knapp zwei Prozent vor dem größten Wochenverlust seit einem knappen Jahr. Hoffnungen auf einen US-Wirtschaftsboom hatten den Dollar-Index zu Jahresbeginn auf ein 14-Jahres-Hoch getrieben. Die “Antikrisen-Währung” Gold verteuerte sich in den vergangenen Tagen um insgesamt zwei Prozent auf derzeit etwa 1.250 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

(APA/ag.)

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