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Toter Hund und eine Besitzstörung

Ein Polizist musste sich am Bezirksgericht Bregenz wegen widerrechtlichen Betretens eines Grundstücks verantworten. Ein Polizist musste sich am Bezirksgericht Bregenz wegen widerrechtlichen Betretens eines Grundstücks verantworten. - © Privat
von VN/Wolfgang Heyer - Dornbirn/Höchst - Ermittlungen nach Hundstötung: Wehrhafter Jäger bringt Polizist vor Gericht.

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Anfang des Jahres verschwand der Hund einer Dornbirner Familie spurlos. Alle Bemühungen, „Efe“ wiederzufinden, blieben erfolglos. Am 1. April wurde der Schäfermischling schließlich auf einem Grundstück in Höchst unter einer Plane entdeckt. Das Tier war erschossen worden. Wie Efe dort hinkam und wer ihm das angetan hat, ist immer noch unklar. Der ermittelnde Beamte musste sich jedoch am Donnerstag vor dem Bezirksgericht Bregenz verantworten. Der Grundstücksbesitzer – ein Höchster Jäger – hatte den Polizisten wegen widerrechtlichen Betretens angezeigt.

Polizist betrat Grundstück

Zwei Tage nach dem Fund des Kadavers traf sich der Polizist mit seinen Höchster Kollegen zu einer Dienstbesprechung. Da die Beweisfotos in der Dämmerung aufgenommen werden mussten, beschloss er – zur besseren Beweisführung – selbst zu dem Grundstück zu fahren. „Ja, ich habe das Grundstück betreten. Ich habe dort neue Fotos gemacht. Es waren auch Übersichtsbilder dabei“, rechtfertigt der 54-Jährige den Einsatz.

Da der Polizist allerdings keine Uniform trug, war für den Jäger der Fall klar: „Sie waren in Zivil da, mit ihrem zivilen Fahrzeug. Also haben sie sich strafbar gemacht.“ Dass der Beamte sich während des Lokalaugenscheins im Dienst befand und dabei nicht zwangsläufig eine Uniform tragen musste, will der Ankläger als Erklärung nicht akzeptieren. Auch nicht, dass es sich bei dem Pkw um das zivile Dienstfahrzeug handelte. „Mein Mandant war dienstlich tätig. Daher kann ein rechtswidriges Begehen des Grundstücks ausgeschlossen werden“, plädiert Verteidiger Gottfried Waibel zum Abschluss der Verhandlung. Das Urteil wird den beiden Parteien in den nächsten Tagen schriftlich zugestellt.

Von Dornbirn nach Höchst

Trotz baldigem Urteil ist und bleibt es ein äußerst mysteriöser Fall. Schließlich sei Efe zwar des Öfteren ausgebüchst, aber immer wieder zu seinem Herrchen zurückgekommen. Außerdem hätte er die Stadt Dornbirn bei seinen Erkundungstouren nie verlassen. Umso erstaunlicher, dass das Tier den Weg von Dornbirn nach Höchst zurückgelegt haben soll.

Es kann nur spekuliert werden, ob der Jäger selbst etwas mit dem Tod des Hundes zu tun hatte. Dem Vernehmen nach soll ein Jäger bereits ein Jahr vor dem Verschwinden des Tieres damit gedroht haben, den Hund umzubringen, sollte er noch einmal frei herumlaufen.

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