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The Grey – Trailer und Kritik zum Film

The Grey – Trailer und Kritik zum Film © Constantin Film
von Jeannine-Beatrice Riepl - Liam Neeson als Alphatier einer Gruppe von Männern, die sich nach einem Flugzeugabsturz durch die Wildnis schlagen müssen und noch dazu von Wölfen verfolgt werden. So die Story von „The Grey – Unter Wölfen“.

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Regisseur Joe Carnahan inszenierte „The Grey – Unter Wölfen“ nach einer Kurzgeschichte von Ian Mackenzie Jeffers und verlangte beim Dreh dem gesamten Team einiges ab. Sämtliche Szenen wurden nämlich nicht gemütlich in einem Filmstudio gedreht, sondern in der eisigen Kälte Kanadas.

Der Inhalt des Films ist zwar nicht etwas noch nie Dagewesenes, beinhaltet aber nichtsdestotrotz einige Spannung. John Ottway, eindringlich gespielt von Liam Neeson, befindet sich beruflich in Alaska um die Bohrarbeiter einer Ölfirma vor wilden Tieren zu schützen. Als sich Ottway und ein Trupp Arbeiter auf dem Rückflug in die Heimat befinden, gerät die Maschine in schlimme Turbulenzen und stürzt mitten in der eisigen Wildnis Alaskas ab. Insgesamt acht Männer überleben den Absturz und machen sich schließlich Richtung Süden auf. Doch Hunger und Kälte sind nicht die größten Gefahren die auf die Männer zukommen, denn die Absturzstelle befindet sich mitten im Jagdrevier von Wölfen. Der Wettlauf ums Überleben beginnt, denn die Wölfe haben ihre Spur bereits aufgenommen und nur als Team können die Männer überleben.

Schon der Beginn der Szenerie in „The Grey – Unter Wölfen“ könnte nicht beklemmender  sein: Neben dicht verschneiten Landschaftsaufnahmen hört man in der Ferne das Geheul von Wölfen. John Ottway, mit einer durchwegs soliden schauspielerischen Leistung verkörpert durch Liam Neeson, ist ein Mann, der sich selbst schon beinahe aufgegeben hat, den Tod seiner Frau hat er nie überwunden. Unterbrochen wird die kalte Realität Alaskas immer wieder durch Rückblenden, welche die letzten Momente Ottway’s mit seiner Frau zeigen – interessant ist hier vor allem der Einsatz der Stille, denn in diesen Momenten gibt es keine Tonspur. Ganz anders geht es dann aber in der Bar weiter, welche vor allem sehr laut ist und das raue Leben der Männer untereinander wiedergibt.

Überhaupt ist das mit dem Ton so eine Sache: In den Rückblenden verzichtet Carnahan in den  meisten Fällen ganz darauf, wogegen der Flugzeugabsturz an Lärm kaum zu überbieten ist. So lebensnah wie möglich hat man sich hier bemüht den Zuschauer in den Absturz mitzureißen, verstärkt durch eine schnelle Schnittfolge und unruhiger Kamerahaltung. Auch als es dann in die Wildnis geht und sich die Männer den Bedrohungen durch Hunger, Kälte und vor allem den Wölfen stellen müssen wird Musik ganz spärlich eingesetzt, dominierend sind hier vor allem Naturgeräusche. Das Heulen des eisigen Windes und das unheilvolle Heulen der Wölfe begleiten die Männer ständig auf ihren Weg in den Süden.

“The Grey – Unter Wölfen” – ein Resümee

Prinzipiell dreht es sich bei „The Grey – Unter Wölfen“ nicht etwa um ein Rudel Horrorwölfe, die eine Gruppe von Männern blutrünstig verfolgen, sondern um das unabsichtliche Eindringen in die raue Natur. Natürlich sind die Charaktere wild durcheinandergemixt und erst durch die ersten Vorkommnisse wird die Truppe als Team zusammengeschweißt. Liam Neeson hat von Beginn an die Alpharolle inne und kann diese auch überzeugend darstellen. Den Rest des Films kann man als spannend, wenn auch nicht besonders überraschend zusammenfassen. Besonders die Schnittfolgen, häufige Nahaufnahmen und die subjektive Kamera, sollen den Zuschauer mitten in die Wildnis versetzen, was einmal mehr, einmal weniger gelingt. Alles in allem ist “The Grey – Unter Wölfen” ein durchwegs beklemmender Thriller, mit Elementen des Horror-und Actionkinos, der von einem Mann erzählt, welcher sich anfangs das Leben nehmen will, schließlich aber unentdeckte Kräfte entwickelt um für das Leben zu kämpfen. So wie es in dem Gedicht, welches den ganzen Film begleitet heißt: „Lebe und stirb heute Nacht.“

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