Testbericht: Die große Wandlung des Käfers

Von VN/Franz Muhr
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Der neue Beetle tritt als schickes, in seiner Art besonderes "Sportcoupé" auf. Der neue Beetle tritt als schickes, in seiner Art besonderes "Sportcoupé" auf. - © Muhr
Macht richtig Spaß: The New Beetle ist echt gut drauf – und kostet nicht die Welt.

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Ein Original war das blecherne Insekt als Ur-Modell der legendären Käfer-Baureihe (22,5 Millionen verkaufte Exemplare) ja zeit seines Lebens, von 1938 an. Originell ist auch die zweite Generation des New Beetle, aber mit dem bescheidenen Krabbeltier von anno dazumal kann man sie bei Weitem nicht vergleichen. Der Neuling tritt als schickes, in seiner Art besonderes „Sportcoupé“ auf. Retro war gestern, sagt VW. Und transferiert das bekannteste automobile Design der Welt in die Neuzeit. Hervorragend ausgestattet schon in Serie, gibt’s dieses High-tech-statt-Blumenvase-Original im Fall des 1,2-Liter-Benziners ,,Design“ zu wohlfeilen 20.450 Euro. Und wer noch drei, vier Tausender drauflegt, bekommt einen mehr als modernen Käfer mit alles dran, alles drin.

Ein Hauch von Porsche

Weniger „exotisch“, dafür breiter, niedriger und länger, sieht der neue Beetle zumindest heckseitig ein wenig nach Porsche aus. Auf jeden Fall kommt er dynamischer daher als sein bis zum Exzess runder Vorgänger. Der Überfluss an Kopffreiheit ist weg, die Armaturen sind in eine normale Position näher zum Lenker gerückt. Jetzt passt alles, maßgeschneidert. Der „Käfer des 21. Jahrhunderts“ gefällt durch ein wohnliches Innenleben. Die Lackierung des Armaturenbretts in Wagenfarbe (ab der Ausstattungslinie Design) bringt Frische in die Kunststoffwelt, erinnert an die freche Innenraumgestaltung des Fiat 500. Die Sitzmöbel in der vorderen Reihe sind kommod, geben guten Seitenhalt. Hinten hingegen wird’s bei Einsteigen eng und beim Sitzen sowieso. Am besten bewährt sich der Beetle als Coupé für zwei. Dann steht auch ausreichend Stauraum zur Verfügung. Langstrecke zu viert ist nicht wirklich zu empfehlen.

Mit "Käferfach"

Immerhin: der Kofferraum ist von 209 auf respektable 310 Liter gewachsen. Bei umgeklappter, 50:50 teilbarer Rücklehne stehen 905 Liter Stauraum zur Verfügung. Die liebenswerte Vase am Armaturenbrett gibt’s nicht mehr. Dafür kehrt das „Käferfach“ zurück, als schmales zweites Handschuhfach mit einem Deckel, der nach oben aufklappt. Leicht und locker im Gegensatz zur eher schwerfällig-ausladenden Heckklappe. Großes Lob gebührt dem 105-PS-Basisbenziner. Er ist ein kerniges Temperamentbündel und dennoch sparsamer Beitrag zum großen Fahrspaß im Käfer der Gegenwart.

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