Tausende Migranten aus Seenot gerettet

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Allein am Freitag wurden über 2.000 Migranten geborgen
Allein am Freitag wurden über 2.000 Migranten geborgen - © APA (AFP)
Wieder sind im Mittelmeer innerhalb weniger Tage Tausende Migranten von seeuntüchtigen Booten gerettet worden. Am Sonntag wurden 730 Migranten von drei Gummi- und vier Holzbooten gerettet, wie die Küstenwache mitteilte. Am Freitag waren bereits in 18 verschiedenen Rettungsaktionen rund 2.000 Menschen geborgen worden.

Am Samstag kamen mindestens 800 weitere Migranten hinzu, die auf sechs Gummibooten das Mittelmeer von Afrika nach Europa überqueren wollten. Über Tote oder Vermisste wurde zunächst nichts bekannt. Neben Nichtregierungsorganisationen und der Küstenwache waren an den Rettungsaktionen auch die EU-Grenzschutzagentur Frontex und die italienische Marine beteiligt.

Die Hilfsorganisation Save the Children, die an Rettungsaktionen beteiligt war, berichtete, dass sich in einigen Booten ein Gemisch aus Meerwasser und Benzin angesammelt habe, das die Haut schwer verletzt. “Als wir das letzte Boot gestern Nacht fanden, waren viele durchnässt von einem gefährlichen Gemisch aus Benzin und Wasser. Ein paar Stunden mehr und es wäre zu spät gewesen”, teilte auch die NGO Ärzte ohne Grenzen auf Twitter mit und sprach von verängstigten Menschen.

Die Küstenwache veröffentlichte Videos, die dramatische Szenen der Rettungen zeigen: Überladene Schlauchboote, Menschen, die in Panik versuchen, selbstständig auf das Speedboot der Rettungskräfte zu gelangen. “Da ist ein Kind, da ist ein Kind”, ruft einer der Retter und ermahnt die übrigen Migranten, nicht ins Wasser zu springen.

Sieben Meilen von der libyschen Stadt Sabrata entfernt seien am Wochenende 900 Migranten von der Küstenwache des Bürgerkriegslandes gerettet worden, berichtete die Nachrichtenagentur ADNkronos am Samstag unter Berufung auf die libysche Marine. Von Libyen aus stechen die meisten Flüchtlingsboote in See. Eines der Gummiboote sei kurz davor gewesen, unterzugehen.

Die zentrale Mittelmeerroute gilt als gefährlichster Seeweg von Afrika nach Europa. Mehr als 1.800 Menschen kamen laut Internationaler Organisation für Migration seit Jahresbeginn ums Leben oder werden vermisst.

(APA/dpa)

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