Tamira Paszek will sich ihren "Flow" bewahren

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Tamira Paszek (l./Tennis) und Clemens Trimmel r./(Coach), anl. der Einkleidung der ÖOC-Delegation am Samstag. Tamira Paszek (l./Tennis) und Clemens Trimmel r./(Coach), anl. der Einkleidung der ÖOC-Delegation am Samstag. - © APA
Für die Vorarlbergerin Tamira Paszek geht es derzeit scheinbar immer nur bergauf. Vor nicht einmal zwei Wochen hat sie mit dem Wimbledon-Viertelfinale ihr bis dahin bestes Ergebnis bei einem Tennis-Grand-Slam eingestellt, drei Tage später erfolgte im letzten Moment doch noch die nicht unbedingt zu erwarten gewesene Olympia-Nominierung.

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Die 21-Jährige ist zwar als letzte Athletin in das ÖOC-Team gekommen, beim Medien-Interesse für das London-Team steht sie aber ganz oben.

Medienrummel um Tamira Paszek

Keine andere Aktive hat am ÖOC-Einkleidungswochenende im Wiener Hotel Marriott so viele Fotoapparate und Kameras auf sich gezogen wie die Dornbirnerin. Sie hat bei den Spielen auf dem "heiligen Rasen" an der Church Road nun auch eine gewisse Medaillenchance. "Ich bin jetzt einfach in einem Flow, in einem guten Rhythmus", erklärte Paszek der APA - Austria Presse Agentur. "Daher habe ich auch auf die US-Turniere in Stanford und Carlsbad verzichtet."

Körper nicht zu hundert Prozent okay

Der Flug in die USA wäre nach dem intensiven Wimbledon-Turnier eine zu große Belastung, die Umstellung auf Hartplatz ihrem Rasenspiel vielleicht nicht förderlich gewesen. "Mein Körper ist nicht zu hundert Prozent okay, daher bleibe ich lieber in Europa." Österreichs Nummer eins trachtet nun, ihre beneidenswerte Top-Ten-Form auf Rasen zu konservieren. Nach der Vereidigung am Montag bei Bundespräsident Heinz Fischer geht es für sie daher nach Halle.

Trainer Pavel als Sparringpartner

Auf der Anlage des Gerry-Webers-Stadions steht eine Woche intensives Training mit ihrem Coach Andrei Pavel auf dem Programm. Der in Deutschland lebende Rumäne hat noch immer die Klasse, seinem Schützling einen guten Sparringpartner abzugeben. Nach der Halle-Woche trennen sich die Wege des Erfolgsduos aber vorerst, denn bei Olympia wird ÖTV-Delegationsleiter Clemens Trimmel Paszek betreuen.

Mit dem ÖTV-Sportdirektor hat die Weltranglisten-36. bereits vergangene Woche in der Südstadt trainiert, am 24. Juli geht es für die beiden wie auch für den derzeit in Las Vegas trainierenden Jürgen Melzer und den Baastad-Doppelfinalisten Alexander Peya nach London. "Dort ist dann alles offen, ich habe jedenfalls viel Selbstvertrauen", meinte Paszek zu den Aussichten auf einen weiteren Höhenflug. Möglich ist ja auch noch ein Antreten mit Melzer im Mixed.

Ob sich das ausgeht, stellt sich am 31. Juli nach 11.00 Uhr heraus. Das ist für die bei Olympia schon anwesenden Spieler der Nennschluss für das Comeback des gemischten Doppels. 23 Nationen haben in beiden Einzelbewerben Spieler dabei, das Mixed wird aber nur mit einem 16er-Raster gespielt. Es zählt bei Herr und Dame das Bessere von Einzel- und Doppelranking per 11. Juni. Melzer war damals die Nummer 17 im Doppel, Paszek die 58 im Einzel - ergibt in Summe 75.

Eine Medaille als Ziel

Ob Melzer/Paszek damit hineinkommen oder nicht, Trimmel wie ÖTV-Präsident Ronald Leitgeb geben den Gewinn einer Medaille für das dreiköpfige Team als Ziel aus. "Tennis bei Olympia ist mittlerweile sehr wichtig geworden", sagte Leitgeb der APA. "Es ist wie das fünfte Grand-Slam-Turnier." Trimmel wird vor dem Abflug noch beim ATP-Turnier in Kitzbühel vorbeischauen. In London wird der 34-Jährige anstelle von Jan Velthuis auch als Trainer von Melzer fungieren.

(APA)

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