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Tag der deutschen Einheit: Vorarlberger rechnen mit Verkehrschaos

Stau zum Tag der deutschen Einheit im Vorjahr Stau zum Tag der deutschen Einheit im Vorjahr - © VOL.AT/Pascal Pletsch
von Markus Sturn (VOL.AT) - Bregenz – Am 3. Oktober feiert Deutschland den Tag der deutschen Einheit. Die Vorarlberger erwarten sich auch heuer wieder überfüllte Straßen und Staus weit und breit. Wie aber kann man dem Chaos ausweichen?

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Im letzten Jahr war der Stau vor dem Pfändertunnel knapp 15 Kilometer lang. Ab Hohenems konnte man sich nur mehr im Schritttempo Richtung Deutschland fortbewegen. Damals fiel der Tag der deutschen Einheit allerdings auf einen Montag, wegen des Schaltjahres trifft es heuer einen Mittwoch. Gut möglich, dass weniger Deutsche von der Möglichkeit eines verlängerten Wochenendes Gebrauch machen. Die Vorarlberger und Vorarlbergerinnen sind dennoch nicht allzu optimistisch.

„Kein Weiterkommen mehr“

Die Bregenzerin Hildegard Breiner erwartet sich auch heuer wieder einen Tag, „an dem kein Weiterkommen mehr ist.“ Gleichzeit beruhigt die Obfrau des Naturschutzbundes und Dr.-Toni-Russ-Preisträgerin: Man dürfen wegen diesem einen Tag nicht die Nerven verlieren, denn „das geht vorüber.“ Josef Albrecht aus Lochau meint, dass die Verkehrsbelastung gleich „wesentlich schlimmer“ als an anderen Sonn- und Feiertagen sein wird. Eine Meinung, die Artur Gerold aus Wolfurt teilt. Weil jeder in den Urlaub fahren wolle, sei im Ländle mit sehr starken Staus zu rechnen. Elke Rüscher bringt ihre Meinung folgendermaßen es auf den Punkt: „Stehende Kolonne von Lochau nach Bregenz, stehende Kolonne vorm Pfändertunnel.“ Die gebürtige Deutsche lebt in Lochau.

Umfahrungen, Fahrrad und Öffis als Ausweg

Was das geeignete „Gegenmittel“ betrifft, scheiden sich die Geister freilich. Der Pensionist Artur Gerold wird einfach zu Hause bleiben. Wer hingegen noch fest im Berufsleben steht, muss irgendwie an seinen Arbeitsplatz gelangen. Die Wolfurterin Claudia Studer hat noch schlechte Erinnerungen an das Vorjahr. Deswegen werde sie heuer „sicher mit dem Fahrrad fahren und nicht mit dem Auto auf den Weg gehen.“ Bernd Schiffrer, ebenfalls aus Wolfurt, wird hingegen „die bekannten Umfahrungswege nutzen.“ Öffentlich Verkehrsmittel sind für ihn nur ein Thema, wenn es sein Terminplan zulässt.

Dass es auch anders geht, lebt Hildegard Breiner seit vielen Jahren vor. Sie hat vor 13 Jahren ihr Auto verkauft und ist seither nur mehr mit den „Öffis“ unterwegs. Das bedeute zwar ein bisschen mehr Aufwand, aber: „wenn man will, dann geht’s.“

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