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Swimmingpool ragt in die Landschaft

Die Bauarbeiten sind in vollem Gange. Die Bauarbeiten sind in vollem Gange. - © VOL.AT/ Sascha Schmidt
von Sascha Schmidt (VOL.AT) - Bartholomäberg – Mit einem für Vorarlberg einzigartigem Swimmingpool möchte das Hotel Fernblick in Bartholomäberg auch in der Sommersaison punkten.

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Die Idee für den Pool, der über 15 Meter in die Höhe und 20 Meter über einen Steilhang hinausragt, stammt von Andreas und Karlheinz Zudrell, die Inhaber des Hotels Fernblick. Da das Hotel in bester Lage auf einer Bergkuppe steht, haben die Brüder Zudrell schon vor 15 Jahren überlegt, wie sie die Lage für sich und den Tourismusbetrieb besser nutzen können. „Wir haben deswegen versucht, hier eine Poollandschaft auf einen Felsvorsprung zu bauen, um diese Einzigartigkeit noch mehr zu betonen und den Gästen zu präsentieren“, erklärt Andreas Zudrell.

Ganzjahrestourismus wird ausgebaut

Hoteliers müssen sich immer neuen Ansprüchen im Tourismus und der Konkurrenz stellen. Da das Montafon ein klassisches Zweisaisonengebiet mit Sommer- und Wintertourismus ist, überlegte die Familie Zudrell in intensiver Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bartholomäberg schon seit längeren, wie der Nachteil, keine eigene Bergbahn im Ort zu haben, trotzdem genutzt und den Gästen näher gebracht werden kann. „Der Vorteil ist, dass wir komplett andere Programme anbieten als das gesamte Tal Montafon und mit unseren Angeboten versuchen, einen Ganzjahrestourismus aufzubauen“, erklärt Zudrell. Damit möchten sich der Hotelier und sein Bruder besser am Markt positionieren. Und nun soll auch die gerade entstehende Poolanlage, die im September diesen Jahres eröffnet werden soll, noch mehr dazu beitragen, sich von der Konkurrenz abzuheben und den Ganzjahrestourismus zu stärken.

Vorteil für Hotelpersonal

Das Hotel Fernblick war früher, wie die übrigen Hotels im Montafon auch, ein klassischer Zweisaisonenbetrieb. Die Umstellung auf den Vollbetrieb hat aber nicht nur für das Unternehmen sondern auch für das angestellte Personal Vorteile. So können bereits 80 Prozent der Mitarbeiter über das ganze Jahr beschäftigt werden. Dies bedeutet für viele Angestellte einen sicheren Arbeitsplatz. Nur mehr wenige Mitarbeiter des Stammpersonals sind gezwungen, in der Zwischensaison stempeln zu gehen. Das konnte unter anderem mit der Aufstockung von 70 auf 125 Hotelbetten erreicht und soll nun mit dem Swimmingpoolprojekt nochmal untermauert und gesichert werden.

Bau mit Herausforderungen

Die Lages des Pools, der relativ hoch über dem Grundstück ragt, die kurze Bauzeit und die schwierige statische Konstruktion, stellten die Baufirmen und den Bauleiter Michael Hassler vor große Aufgaben. „Die Statik und die technische Ausführung in diesem steilen Gelände, sowie die teilweise schwierigen Witterungsbedingungen waren eine Herausforderung“, weiß Hassler zu berichten. Der Pool soll nun, wie das Hotel auch, das ganze Jahr und somit auch im Winter genutzt werden. Das setzt natürlich voraus, dass der Pool beheizt wird und hier setzen der Bauherr und der Bauleiter auf Erdwärme. „Wir haben auf der Ostseite des Gebäudes mehrere, insgesamt zwei Kilometer tiefe Bohrungen, durchgeführt. Das Problem lag hier darin, dass wir zwischen 70 und 80 Meter Tiefe starken Hangwasserandrang hatten, weshalb sich die Bohrungen als sehr schwierig gestalteten“, erklärt Hassler.

Daten & Fakten

Bau:

14 Wochen Bauzeit
23 Unternehmen
65 Handwerker täglich vor Ort
44000 Stunden
660 m³ Beton
47600 kg Stahl
2400m³ Felsabtrag

Technische Daten zur Energieversorgung:

Wärmeversorgung:

  • Erdwärmepumpe 122 kW
  • Solaranlage 80 m2
  • Ölbrennwertkessel 322 kW als Ausfallsicherung und Spitzenlastabdeckung  

Zu versorgende Anlagen:

  • Schwimmbad 120 m2
  • Warmsprudelbecken 25 m2
  • Fußbodenheizung 700 m2
  • Lüftung 9.250 m3/h  

Jahresenergiebereitstellung:

  • Erdwärmepumpe 250 MWh
  • Solaranlage 40 MWh
  • Ölbrennwertkessel 180 MWh  

Anteil erneuerbarer Energie an Gesamtenergie:

  • Erdwärmepumpe 53 Prozent
  • Solaranlage 9 Prozent

Eigentümer Andreas Zudrell im Gespräch:

Bauleiter Michael Hassler im Gespräch:

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