Studie: Über 6.000 Mal täglich mit dem Rad über die Grenze

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Pressekonferenz in Au: Gemeindepräsident Reto Friedauer (St. Margrethen), Landesrat Johannes Rauch, Bürgermeister Kurt Fischer (Lustenau), Gemeindepräsident Christian Sepin (Au)
Pressekonferenz in Au: Gemeindepräsident Reto Friedauer (St. Margrethen), Landesrat Johannes Rauch, Bürgermeister Kurt Fischer (Lustenau), Gemeindepräsident Christian Sepin (Au) - © Werner Micheli
Studie zeigt: Gute Radinfrastruktur führt zu mehr Radverkehr und weniger Verkehrsbelastung im Grenzverkehr.

Im Rahmen des Projekts “Velotal Rheintal” wurde eine Radverkehrserhebung für alle zwölf Grenzübertritte von Österreich in die Schweiz durchgeführt. Das Ergebnis wurde am Monatag in einem Pressegespräch in Au/Schweiz vorgestellt: Acht Prozent (das entspricht 6400 Rädern) aller grenzüberschreitenden Fahrten pro Tag werden mit dem Fahrrad zurückgelegt.

“Dass sogar auf sehr unattraktiven Verbindungen wie der Brücke von Au nach-Lustenau ca. 400 Personen pro Tag mit dem Rad die Grenze überqueren, hatten wir nicht erwartet. Bestätigt hat uns, dass an attraktiven, gut ausgebauten Radverbindungen wie Lustenau-Widnau oder Koblach-Montlingen, ein Radverkehrsanteil von 16 Prozent verzeichnet werden konnte. Verbindungen mit eigenständigen Radführungen wie in Gaißau oder bei der grünen Grenze in Höchst werden bereits jetzt sehr stark genutzt. Hier spielt natürlich auch der Freizeitverkehr eine Rolle, aber auch an Werktagen im Alltagsverkehr werden diese Verbindungen sehr gut angenommen. Das bestätigt uns, auch die grenzüberschreitende Radinfrastruktur weiter auszubauen”, so Landesrat Johannes Rauch.

Drei Millionen Euro jährliche Förderung

Derzeit werden in Vorarlberg Radprojekte an Gemeindestraßen mit jährlich drei Millionen Euro gefördert, dazu kommen Bauvorhaben an Landesstraßen. “Insgesamt liegen wir in Vorarlberg bei 15 Prozent Radverkehrsanteil. Bis 2020 soll dieser Anteil auf 20 Prozent steigen. An den Grenzen haben wir noch Aufholbedarf”, so Rauch weiter. Eine wichtige Maßnahme in diesem Zusammenhang wäre der Bau einer Fahrradbrücke über den Rhein in Lustenau, so Rauch.

Die Verkehrszählung wurde an insgesamt 26 Stationen durchgeführt. An acht Stellen wurde der Radverkehr über eine Woche gezählt.

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