Streit mit Slowenien um die Krainer ist beinahe beigelegt

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Eine Einigung in Sachen österreichischem Nationalgericht ist in Griffweite: Streit um Krainer fast beigelegt Eine Einigung in Sachen österreichischem Nationalgericht ist in Griffweite: Streit um Krainer fast beigelegt - © EPA/HANS KLAUS TECHT
Der Wurstfan kann jubeln, denn der Streit um die Krainer zwischen Österreich und Slowenien ist beinahe ausgestanden. Jetzt gibt es einen Kompromiss.

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Es ging eigentlich um die Bezeichnung 'Krainer Wurst', was eine geografisch geschützte Herkunftsbezeichnung ist. Der Kompromiss besteht darin, dass Slowenien seine landestypische Bezeichnung, Kranjska Klobasa, schützen lässt - und Österreich seine deutschsprachige Variante (Käse-)Krainer behält. Das ließ das verantwortliche Landwirtschaftsministerium am Dienstag verlauten.

Doch ganz so einfach ist das nicht beim Streit um die Krainer: Nächste Woche muss noch eine Expertenkommission in Slowenien zusammenkommen, um eine finale Lösung zu finden.

Streit um die Krainer - wer hat's erfunden?

"Mit dem jetzigen Kompromiss ist allen geholfen", betonte Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich. Die Käsekrainer sei eine österreichische Erfindung mit einer langen Tradition und auch ein relevanter Wirtschaftsfaktor. Ob Österreich sich nun die Bezeichnung "Käsekrainer" schützen lasse werde, wollte man im Ministerbüro vorerst nicht bestätigen.

Auch der slowenische Landwirtschaftsminister zeigte sich einsichtig: "Wir sind beide zu dem Schluss gekommen, dass es sich um zwei verschiedene Produkte handelt", sagte er am Dienstag in Brüssel. Die slowenische "Kranjska klobasa" enthalte keinen Käse und bestehe aus mindestens 68 Prozent Schweinefleisch, bis zu 20 Prozent Prozent Speck und 12 Prozent Rindfleisch sowie Salz, Knoblauch und schwarzem Pfeffer. Der Streit um die Krainer scheint mit dieser leckeren Inhaltsanalyse vorbei - und nicht nur der überzeugte Würstelstand-Fan darf aufatmen, sondern auch die Wirtschaft - die sich schon auf das Schlimmste eingestellt hatte.

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