Stille Trauerfeier und "Blue Moon" für Neil Armstrong

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NASA: Abschied von einem Pionier, der einen Menschheitstraum wahr gemacht hat. NASA: Abschied von einem Pionier, der einen Menschheitstraum wahr gemacht hat. - © EPA
Mit einer stillen Trauerfeier haben Familie und Freunde am Freitag in Cincinnati im US-Staat Ohio Abschied von Astronaut Neil Armstrong genommen. Der erste Mensch auf dem Mond (1969) war vor einer Woche mit 82 Jahren gestorben.

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Die Feier in einem Vorort von Cincinnati in Armstrongs Heimatstaat Ohio war nicht öffentlich, obwohl zahlreiche prominente Weggefährten dabei waren. Auch John Glenn gab seinem Freund die letzte Ehre. Glenn hatte 1962 als erster Amerikaner die Erde im All umrundet. Er ist 91 Jahre alt.

Abschied von amerikanischem Pionier

"Heute haben wir von einem amerikanischen Pionier Abschied genommen, einem Forscher, Patrioten und einem Menschen, der mit 'einem kleinen Schritt' einen Menschheitstraum wahr gemacht hat", hieß es von der NASA. An seine bemerkenswerten Erfolge werde man sich immer erinnern. "Wenn wir die nächsten Schritte der Entdeckungsreisen der Menschheit unternehmen, werden wir auf den Schultern dieses tapferen Mannes stehen", erklärte die US-Raumfahrtbehörde weiter.

Mehrere Kampfjets einer Angriffsstaffel bildeten zu Armstrongs Ehren am Himmel eine Formation, die bei Gedenkveranstaltungen normalerweise für gefallene Piloten geflogen wird. Der Platz für ein Flugzeug bleibt dabei üblicherweise leer.

"Blauer Mond" zur Trauerfeier

Ein seltenes Himmelsspektakel konnte passend zum Gedenken an den ersten Mann auf dem Mond am Freitagabend (31. August) gesehen werden: Der Vollmond schaffte gerade noch rechtzeitig den Sprung zum "Blauen Mond". Ein "Blue Moon" ist im englischen Sprachgebrauch die Bezeichnung für einen zweiten Vollmond innerhalb eines Monats, dieses ungewöhnliche Ereignis findet nur etwa alle drei Jahre statt. Zuletzt konnten im Januar 2010 zwei Vollmonde innerhalb eines Monats beobachtet werden, das nächste Mal wird dies im Juli 2015 der Fall sein.

Entgegen seines Namens trägt der Mond natürlich seine traditionelle Farbe. Im englischen Sprachgebrauch beschreibt der Begriff "Blue Moon" ein nur sporadisch auftretendes, sehr seltenes Ereignis.

Politiker forderte Staatsbegräbnis

Um Armstrongs Beisetzung hatte es eine Kontroverse gegeben, weil ein Politiker seines Heimatstaates ein Staatsbegräbnis gefordert hatte. Das ist aber in den USA (Ex-)Präsidenten vorbehalten. US-Präsident Barack Obama hatte stattdessen angeordnet, dass landesweit alle Flaggen auf halbmast wehen sollten.

Armstrong kam am 5. August 1930 zur Welt. Er wurde Pilot und flog mehrere Einsätze im Korea-Krieg. Bei der NASA gelang ihm mit der "Gemini 8" als erstem Astronauten, ein bemanntes Raumfahrzeug an ein anderes anzudocken. Als Kommandant von "Apollo 11" leitete Armstrong am 20. Juli 1969 die historische Mondlandung. Berühmt wurden Armstrongs Worte, als er die Mondoberfläche betrat: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit". Nach dem Ausscheiden bei der NASA lehrte Armstrong von 1971 bis 1979 als Professor für Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität von Cincinnati.

(VOL.AT/APA)

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