Fünf Jahre Volksschule? Vorschlag von Stemer, der nebenbei das Poly erübrigen wurde. - © VN
Eine Ausweitung der Schulpflicht auf zehn Jahre, wie sie ÖGB-Präsident Erich Foglar angeregt hatte, lehnt der Landesrat ab, wie er am Montag in einer Aussendung klarstellte.
Anlass bildete der Vorschlag des ÖGB Wien zur Einführung einer 10. Schulstufe. ÖGB-Präsident Erich Foglar hat sich am Donnerstag für eine Verlängerung der Schulpflicht auf zehn Jahre ausgesprochen. Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) zeigte sich diesem Anliegen gegenüber offen, man verhandle derzeit mit den Bildungssprechern aller Parlamentsparteien über eine Reform des neunten Schuljahrs. Die anderen Parteien gaben sich eher skeptisch.
Anstelle einer zehnten Schulstufe schlage er als Alternative die Stärkung der Frühpädagogik vor, betonte der Landesrat. Um die Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben, Rechnen und auch die Sozialkompetenzen besser zu verankern, könnte eine fünfjährige Volksschule hilfreich sein, so Stemer. Nach anschließend vier Jahren in der Sekundarstufe I hätten in weiterer Folge alle Schüler ihre Schulpflicht erfüllt. Am Ende dieser Zeit könnte in Stemers Augen auch eine “Mittlere Reife” stehen.
Er habe nicht den Polytechnischen Lehrgang als “kleinen Strickfehler im System” bezeichnet, sondern das neunte Schuljahr in seiner derzeitigen Form, stellte Stemer fest. Die Polytechnischen Schulen leisteten vor allem in der Berufsorientierung und Laufbahnvorbereitung hervorragende Dienste.
(APA)
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