29. Oktober 2012 15:22; Akt.: 29.10.2012 15:59

“Staatsbürgerschaft ist kein Ausverkaufsartikel”

Sebastian Kurz muss seinen Vorschlag verteidigen Sebastian Kurz muss seinen Vorschlag verteidigen - © APA
von Matthias Rauch (VOL.AT) - Die von Staatssekretär Kurz geplante Novelle des Staatsbürgerschaftgesetzes wird sowohl von den Oppositionsparteien wie der SPÖ stark kritisiert.

 (10 Kommentare)

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Laut Kurz sollte bereits nach sechs Jahren ein Anspruch auf die Staatsbürgerschaft bestehen, wenn man in dieser Zeit einer regelmäßigen Arbeit nachging, Steuern und Abgaben zahlte und keine Sozialhilfe in Anspruch genommen hatte. Deutschkenntnisse müssen ebenfalls auf Maturaniveau vorhanden sein sowie muss man mindestens drei Jahre lang ehrenamtlich bei einer Freiwilligenorganisation (Feuerwehr, Rotes Kreuz, etc.) mitgearbeitet haben. Unbescholtene mit Deutschkenntnissen auf Mittelschulniveau können wie bisher nach zehn Jahren den Staatsbürgerschaftstest ablegen. Dieser Vorschlag aus dem Innenministerium stößt bei der Opposition auf Kritik.

FPÖ: Ausverkauf der Staatsbürgerschaft

Nationalratsabgeordneter Harald Vilimsky von der FPÖ sieht in der Novelle einen Ausverkauf der österreichischen Staatsbürgerschaft. “Spindelegger und Kurz wollen offenbar die Grünen links überholen”, so Vilimsky. Die österreichische Staatsbürgerschaft sei kein “Schnäppchen-Artikel” aus dem integrationspolitischen Gemischtwarengeschäft des Staatssekretärs, sondern ein hohes Gut, das man sich auch verdienen müsse. Es solle an dem bisherigen Modell mit einer Frist von zehn Jahren festgehalten werden, anstatt auf ein “Aufweichmodell a la Kurz” umzusteigen.

Gleiche Rechte und Chancengleichheit

Für die Grünen bleibt Verbesserungsbedarf. “Statt des Festhaltens an hohen Hürden brauchen wir eine Politik der gleichen Rechte und der Chancengleichheit”, ist Alev Korun von den Grünen überzeugt. Statt den Zugewanderten gleiche Rechte und Pflichten zu gewähren, würde die ÖVP an einem veralteten Staatsbürgerschaftskonzept als exklusiver Klub festhalten.

Vorschlag für BZÖ Diskussionsgrundlage

Für den BZÖler Peter Westenthaler ist das vorgeschlagene Modell durchaus grundsätzlich vernünftig, doch dürfe die Staatsbürgerschaft nicht zum Diskontpreis verschleudert werden. Das bisher präsentierte sei für ihn nur eine Diskussionsgrundlage. Kurz müsse zuerst den Anforderungskatalog für das verkürzte Verfahren auf den Tisch legen, dann könne man über die Novelle verhandeln.

SPÖ sieht Verhandlungsbedarf

Auch für den Koalitionspartner besteht Nachverhandlungsbedarf. Die Hürden für das verkürzte Verfahren sind für Bundesgeschäftsführer Günther Kräutler zu hoch. “Viele Details müssen noch sehr ausführlich besprochen werden”, ist er überzeugt. Grundsätzlich spreche er sich aber für ein Zweistufenmodell aus.



Kommentare 10
  1.  "Kein Ausverkauf" ???Wieso haben viel eine Doppelstaatsbürgerschaft??Denen sie absolut nicht zusteht?? Warum muß der Normalbürger (Wenn er in einem anderen Land geboren ist) entscheiden welche Staatsbürgerschaft er annimmt??Warum hat er nicht ein Anrecht auf Doppelstaatsbürgerschaft??Nur weil er keine Schmiergelder bezahlt ??
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  3.  Das nächste wird die Doppelstaatsbürgerschaft sein, denn die Österreicher sind ja die A....löcher der Welt und gehören bestraft wegen ihrer eigenen Ausverkaufspolitik.!! Amen
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  4.  alle menschen sollten zusammen halten und nicht ausgrenzen ob ausländer oder nicht wir sind alle menschen würde ein umdenken statt finden wäre die welt 1000 mal besser als jetzt , scheiss welt , für uns schöne welt aber was ist mit den anderen , wie wäre es denn wenn wir an deren stelle sind , denkt mal nach nicht jeder mensch hat ein warmes zuhause essen und wasser viele kinder leben auf der strasse haben nichts und wir wir haben alles und sind nicht zufrieden , machen einen auf mitleid aber nennenswertes macht kaum wer , heuchlerische menschheit , daumen runter
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  5.  *lach*....die geforderten Voraussetzungen erfüllen ja teilweise nicht mal die Hälfte der einheimischen Bevölkerung....wir hätten auch keine Probleme mit Immigranten auf dem Niveau....aber leider sind das in den seltensten Fällen diejenigen die bei uns an die Tore der Asylantenheime pochen...so gesehen ist das ja nicht wirklich ein "Schnäppchen"
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  6.  Bin absolut kein ÖVP-Anhänger, doch dieser Staatssekretär hat wirklich gute Ideen, die man nicht verwerfen sollte.(Natürlich ist sowas nicht auf dem Mist der SPÖ oder Opposition gewachsen!) Aber JEDER Spitzensportler, ob Eishockey oder Fussball etc. wird doch schon viele Jahre SOFORT eingebürgert, damit er in den hiesigen Ligas spielen kann. Dort geht es anscheinend seit Jahren wie geschmiert, da sind diese (Sportler) begehrt wie Söldner. Denen muss man doch sofort die Staatsbürgerschaft (( verleihen!))
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  7. Na endlich ein Schrittversuch in die richtige Richtung.
    Rot und Grün werden das Süppchen aber wohl in bewährter Einäugigkeit noch deutlich verwässern. 
    Zeit, dass diese Einäugigen bei kommenden Wahlen gehörig gestutzt werden!
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  8.  jedenfalls gehen die vorschläge vom kurz in die richtige richtung, jedenfall würden dann die richtigen menschen eingebürgert (ausnahmen wird man nie ganz ausschließen können) die auch die sozialsysteme eher stabilisieren denn belasten.

    ich würde von jedem neoösterreicher noch eine notarielle ehrenerklärung einfordern, dass er auf lebenszeit keine der derzeitigen rechtsparteien und deren eventuellen abspaltungen und mutanten wählen wird. ich weiss jetzt gar nicht ob das verfassungsmässig grad gedeckt wäre, aber probieren könnte man es schon.....ob der westenthaler dann auch noch dafür ist, weiss ich jetzt nicht so ganz.
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