Schlager Austria-Salzburg, “Krisenspiel” Mattersburg-Rapid

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Die Niederösterreicher sammelten zuletzt Punkte
Die Niederösterreicher sammelten zuletzt Punkte - © APA
Englische Woche in der Fußball-Bundesliga: Während im Spitzenspiel der 17. Runde die Wiener Austria Meister Salzburg empfängt, kämpfen im Mattersburger Pappelstadion das Schlusslicht und Rapid um den Weg aus der Krise. Sturm Graz empfängt die Admira, beide Teams gewannen zuletzt. Der WAC muss beim SKN St. Pölten antreten, der zuletzt immer besser in Form kam. Alle Spiele starten um 20.30 Uhr.

Die Austria will in ihren englischen Wochen mit fordernden Auftritten national wie international in der Meisterschaft nicht nachlassen. Am Mittwochabend gastiert Salzburg im Happel-Stadion, der Meister liegt nach dem jüngsten Ausrutscher derzeit drei Punkte hinter den drittplatzierten Wienern. Den Verfolger auf Distanz zu halten ist Ziel Nummer eins der Hausherren.

Gegen Salzburg kämpft die Austria gegen eine Unserie an. Seit acht Liga-Duellen bzw. über zwei Jahren sind die Violetten gegen die Roten Bullen sieglos. Auch im ÖFB-Cup setzte es für die Austria in dieser Zeitspanne zwei Niederlagen gegen den Konkurrenten. Derzeit hat die Austria in der Bundesliga aber einen Lauf mit sechs Siegen in den vergangenen sieben Runden. Salzburg hat eine zwiespältige Bilanz vorzuweisen.

Mit der 0:1-Heimniederlage gegen die Admira kassierte der Titelverteidiger den nächsten Rückschlag nach dem verpassten Aufstieg in der Europa League. Eine Woche zuvor war Rapid in Wals-Siezenheim noch völlig verdient mit 2:1 besiegt worden. Knackpunkt im Salzburger Spiel bleibt die Chancenverwertung.

Ein Krisenduell spielt sich zeitgleich im Pappelstadion ab: Schlusslicht Mattersburg und Fußball-Rekordmeister Rapid stehen stark unter Druck. Die Wiener konnten ihren Abwärtstrend unter Neo-Coach Damir Canadi, der nach drei Pflichtspielen nichts Zählbares vorzuweisen hat, nicht stoppen. Die Burgenländer drohen bei einer weiteren Niederlage den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren.

Nach nur einem Sieg aus den jüngsten zwölf Runden liegen die Mattersburger schon vier Zähler hinter dem erstarkten Vorletzten St. Pölten. Die Rapidler schwächeln mit nur einem Sieg aus acht Partien ebenfalls gehörig. Unter Canadi setzte es in der Liga zwei 1:2-Niederlagen gegen Meister Salzburg und Tabellenführer Sturm Graz, er ist damit der erste Rapid-Trainer seit August Starek 1992, der seine ersten zwei Meisterschaftsspiele verloren hat.

“Unser klares Ziel sind drei Punkte, das wollen wir nicht nur für uns als Mannschaft, sondern auch für unsere Fans erreichen”, gab Canadi die Marschroute vor. Am Montagabend gab es für ihn auf der Ordentlichen Hauptversammlung nicht nur Rückendeckung von Präsident Michael Krammer, sondern trotz des Fehlstarts von den 1.500 anwesenden Mitgliedern Standing Ovations. “Es ist eine große Wertschätzung und viel Vertrauen, das mein Trainerteam und ich hier bekommen haben. Es ist unser Auftrag, dieses Vertrauen zurückzuzahlen, und dafür werden wir alles geben”, versprach der Ex-Altach-Coach.

Mit dem Auswärtssieg gegen Rapid als Moralinjektion nimmt Sturm Graz am Mittwoch im Heimspiel gegen die Admira drei Punkte ins Visier. Bei einem Sieg über die Südstädter würden die Grazer Platz eins erfolgreich verteidigen, allerdings sind die “Blackys” gewarnt – die Gäste kommen mit der Referenz eines 1:0-Auswärtserfolgs über Salzburg in die Merkur Arena.

Sturm-Coach Franco Foda hat die Videoanalyse des Auftritts der Südstädter in Wals-Siezenheim bereits hinter sich. “Da war die Admira sehr mutig und hat sehr kompakt verteidigt”, sagte der Deutsche. “Uns erwartet ein interessantes Spiel, wir müssen nachlegen und werden mit aller Macht versuchen, zu gewinnen.”

Optimistisch stimmt Foda die Leistung beim 2:1 am Sonntag in Wien gegen Rapid. “Das war von der ersten Sekunde an positiv. Wir waren kompakt und hatten ein gutes Umschaltspiel. Jetzt müssen wir wieder mit Begeisterung und Aggressivität auftreten”, forderte der Coach des Spitzenreiters, der dank der besseren Tordifferenz vor dem SCR Altach liegt.

Der SKN St. Pölten kämpft im Heimspiel gegen den WAC um die Fortsetzung des jüngsten Aufwärtstrends. Aus den vergangenen drei Partien holte der Aufsteiger sieben Punkte und vergrößerte damit den Polster auf Schlusslicht SV Mattersburg auf vier Zähler.

Coach Jochen Fallmann hofft auf das nächste Erfolgserlebnis. “Wir können jetzt einen weiteren Konkurrenten, der schon davongeeilt war, wieder näher an uns heranbringen”, sagte der 37-Jährige über den fünf Punkte vor St. Pölten liegenden WAC.

Sein WAC-Kollege Heimo Pfeifenberger hatte zuletzt klare Niederlagen gegen die Austria und die Admira zu verdauen. Nun müssen die Wolfsberger den Blick wieder verstärkt Richtung nach hinten richten, auch wenn der Salzburger beschwichtigte: “Wir schauen nicht auf die Tabelle, sondern wollen einfach alles geben. Die Tabellensituation ändert sich sowieso ständig, alle Mannschaften haben Hochs und Tiefs, bei St. Pölten ist es im Moment ein Hoch”, erklärte der Ex-Teamspieler, dessen sechstplatzierter Club neun Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Mattersburg hat.

(APA)

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