Gemeindevertretung vergab Bau der Leichtathletikanlage einstimmig.
Lustenau. (fho) In einer Sondersitzung am 17. Juli fasste die Lustenauer Gemeindevertretung einstimmig den Baubeschluss für eine attraktive Schulsport- und Leichtathletikanlage (Planung Architekturbüro Fabo2/Klas-Lässer) beim Gymnasium und setzte damit laut Bürgermeister Dr. Kurt Fischer einen ersten Schritt für die Umsetzung des Gesamtprojekts Sportpark und des Lustenauer Sportentwicklungsplanes. Mit den Generalunternehmer-Leistungen im Tiefbau wurden zum Anbotpreis von netto 2.378.000 Euro die Firma Hilti & Jehle und im Hochbau um netto 2.820.000 Euro die Firma Rhomberg Bau beauftragt.
Lange Durststrecke
„Gut Ding braucht Weile“, könnte man sagen, wenn man sich daran erinnert, dass fünfzehn Jahre vergingen, bis die Bauvergabe des wiederholt versprochenen Leichtathletik-Sportplatzes im Lustenauer Sport- und Erholungszentrum definitiv beschlossen wurde. So war es nachvollziehbar, dass Bürgermeister Dr. Kurt Fischer und Sportreferent GV Bernd Bösch beim einstimmigen Baubeschluss erfreut von einem „guten Tag“ für den Sport in der Marktgemeinde – vor allem aber für die beiden Lustenauer Turn- und Leichtathletikvereine sowie das Gymnasium – sprachen.
Stellungnahmen
In den Stellungnahmen vor der einstimmigen Beschlussfassung erinnerte Bürgermeister Kurt Fischer einleitend in einem kurzen historischen Rückblick an die Leistungen Lustenaus als „Wiege des Leichtathletiksports in Vorarlberg“.
„Im Jahre 1922 bei den ersten Vorarlberger Landesmeisterschaften in Lustenau errang der spätere Heimatdichter Hannes Grabher insgesamt vier Titel. In den Zwanziger-Jahren gingen von hundert Meisterschaftssiegen achtzig nach Lustenau“, nannte Fischer interessante sporthistorische Fakten. „Mit der neuen und auch architektonisch attraktiven Leichtathletikanlage schaffen wir wieder optimale Trainings- und Wettkampfbedingungen. Der moderne Sportplatz soll aber auch wertvolle Impulse für den Breitensport liefern und einen Meilenstein für die Entwicklung des Sportparks darstellen“, wagte er einen optimistischen Blick in die Zukunft.
In die Zielgerade eingebogen
Besonders erfreut zeigte sich Gemeindevertreter Bernd Bösch (Grüne), der als Obmann des Sportausschusses wesentlich zur Realisierung des Projekts beitrug. „Nach langer Durststrecke sind wir nun in die Zielgerade eingebogen“, stellte er befriedigt fest. „Durch gemeinsames Engagement von Verwaltung und Politik ist es uns schließlich gelungen, das zukunftsorientierte Projekt auf Schiene zu bringen. Nach Abwicklung der Behördenverfahren ist im Herbst diesen Jahres Baubeginn. Läuft alles optimal, kann schon im nächsten Jahr auf der neuen Sportanlage trainiert werden.“
Geduld der Vereine
Er bedankte sich bei allen, die im Sportausschuss und im Umfeld mitgewirkt haben, besonders aber auch bei den Vereinen für ihre Geduld. Die Kritik von Gemeindevertreter Martin Fitz (FPÖ) bezüglich Versäumnissen und Verzögerungen bei der Projektrealisierung wies er – wie auch BM Fischer – entschieden zurück.
Dem Antrag der SPÖ-Fraktion, für die Nutzung der neuen Sportanlage ein Konzept zu erstellen, das den ungestörten Trainingsbetrieb der Leichtathletikvereine sicherstellt, aber auch eine breite Nutzung des Platzes über den Vereinsbereich hinaus ermöglicht, wurde stattgegeben. Die Gemeinde wird auch bemüht sein, den Sportpark in das bereits beschlossene Spielraumkonzept einzubeziehen.
Text: Ferdinand Ortner
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