Sparfüchse und ihr rosa Schweinchen

Von Gemeindereporter Emir T. Uysal
Der Inhalt von Jason Durells Sparschwein lässt sich sehen.
Der Inhalt von Jason Durells Sparschwein lässt sich sehen. - © Emir T. Uysal
Sinn vom Sparen einfach vermittelt und Basteltipp für eine tierische Spardose.

Weltspartag. (etu) Am 31. Oktober ist Weltspartag. Wer dann sein Sparschwein auf der Bank leert und das Geld am Sparbuch deponiert, darf sich meistens über ein kleines Geschenk freuen. Wo-rauf Kinder sparen, verrät Florian Hintringer (Jugendkoordinator Sparkasse Feldkirch): „Besonders beliebte Sparziele sind generell Reisen und Urlaub, Klassiker wie Autos, Puppen, Märchenschlösser, Pferde, aber auch Ausflüge mit der ganzen Familie.“ Doch warum ist Sparen so wichtig? Es kann einerseits an einen Zweck gebunden sein, zum Beispiel eine große Anschaffung. Im Erwachsenenalter ist gerade das Vorsorge-Sparen wichtig, bei dem es nicht darum geht, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, sondern einfach darum, unvorhergesehene Rechnungen begleichen zu können oder sich für schwierigere Zeiten zu wappnen und sich so davor zu bewahren, in eine Notsituation zu geraten.

Weltspartag naht
Wenn du größere Wünsche hast, wie zum Beispiel irgendwann ein neues Spielzeug zu kaufen oder später den Führerschein zu finanzieren, ist es sehr hilfreich, wenn du schon in jungen Jahren ein Bewusstsein dafür entwickelst, dass ein finanzielles Polster unerlässlich ist. Als Jason Durell sein erstes Sparbuch bekam, wurde ihm erklärt, wie man damit umgeht und dass er darauf aufpassen muss. Nachdem sich die ersten Zinsen angesammelt haben, holte Jason das Sparbuch wieder hervor. Jetzt konnten seine Eltern ihm erklären, dass er nun – einfach nur weil er gespart hat – über mehr Geld verfügt als vorher. Noch etwas später konnte man ihm so auch den noch erfreulicheren Effekt von Zinseszinsen aufzeigen.
Jasons Tipp: Leere den Inhalt deines Sparschweins regelmäßig in den Münzzählautomaten und zahle das Geld direkt auf dein Sparkonto ein. So siehst du sofort den Sparerfolg. Doch was leeren, wenn es keine Dose zu leeren gibt?
Der Kinderreporter zeigt dir, wie du dein eigenes Sparschwein basteln kannst.

Das brauchst du:
Luftballon
1 leere Toilettenpapierrolle
4 Ecken aus dem Eierkarton
Zeitungspapier und ein Messer
Rosa Acrylfarbe und einen Pinsel
Bastelleim und Klebestreifen
Schüssel mit Alufolie ausgekleidet

Und so geht’s:
Blase deinen Luftballon in der gewünschten Größe auf und knote ihn zu.

  • Rühre nun etwas Bastelleim im Verhältnis von 1:10 an und lasse ihn 20 Minuten ruhen, anschließend nochmals rühren, bis eine klare Masse entsteht.
  • Jetzt folgt die erste Schicht: Ummantle mit Zeitungspapier den Luftballonkörper.
  • Nun kannst du die Klorolle dritteln: Ein Drittel wird die Rüsselnase, aus den anderen beiden schneidest du Dreiecke für die Ohren aus. Die spitzen Ecken des Eierkartons werden zu den Beinchen des Schweins. Befestige die Teile mit Klebestreifen am Körper und umhülle alles mit einer weiteren Schicht Zeitungspapier und Bastelleim. Lege den Körper zum Trocknen auf die Alupapier-Schüssel.
  • Wenn alles trocken ist (am nächsten Tag), kommt Farbe ins Spiel: Trage die rosa Farbe dick auf und lass sie einen weiteren Tag trocknen.
  • Anschließend malst du mit einem schwarzen Filzstift Augen, Nasenlöcher und einen Ringelschwanz auf. Zum Schluss nimmst du das Messer zur Hand und stichst einen Schlitz oben in das Schweinchen. Der Luftballon wird platzen und im Inneren bleiben.
  • Jasons Rat für alle Sparfüchse: „Geld allein macht nicht glücklich – erst wenn es im Sparschwein beim Schütteln laut klimpert“.

 

Informationen für die Eltern:
Wer Kinder hat, kennt sicher diese Fragen: Benötigt mein Kind eigenes Geld? Falls ja, wie viel? Und wofür soll es ausgegeben werden? Die Gelderziehung von Kindern und Jugendlichen ist heute wichtiger denn je. Die Rahmenbedingungen haben sich nämlich im Lauf der Jahre geändert: Heutzutage besitzt fast jedes Kind ein eigenes Handy. Viele verbringen oft den ganzen Tag in der Schule und verpflegen sich selbst. Und die Werbung lockt schon die Kleinsten mit immer neuen „Must-haves“. Das Auszahlen von Taschengeld ist eine bewährte Methode für die Gelderziehung von Heranwachsenden. So lernen sie den Wert von Zahlungsmitteln kennen, sie üben das Haushalten und sie trainieren das verantwortungsvolle Geldausgeben – und zwar ohne Risiko. Für die Gelderziehung bei Vorschulkindern bis 6 Jahre empfehlen Experten zunächst das erste Verständnis für den Wert von Geldbeträgen. Vorschulkinder können mit dem Begriff „Geld“ noch nicht viel anfangen, aber im Alltag bekommen sie schon mit, was „wenig“ und „viel“ bedeuten. Und dass man Geld gegen Waren „tauschen“ kann, erleben sie mit ihren Eltern oftmals im Supermarkt. In dieser Altersgruppe besteht das Ziel darin, Kindern den Geldwert von Dingen zu vermitteln und erste Ansätze für Sparverhalten zu entwickeln. Dies beeinflusst nachhaltig, wie sie später als Erwachsene mit Geld umgehen. Beim nächsten Schritt sollte der Wert von Dingen begreifbar gemacht werden.

Sinn des Sparens
Ab sechs Jahren kommt meist ein kleines Taschengeld ins Spiel. Denn der Schuleintritt ist der geeignete Zeitpunkt, um die ersten eigenen Schritte in die Welt des Geldes zu wagen. Im Volksschulalter können Kinder bereits ein Gefühl für Mengen und Größen entwickeln. Jetzt kann auch der Blick für Geld als Zahlungsmittel geschärft werden. Kinder sind schon in der Lage, kleine Beträge zu addieren und ein Verständnis für Preise und den Wert von Geld zu erlangen. Als kleine Formel zur Orientierung (für Sechs- bis Zwölfjährige) gilt: 30 bis 50 Cent mal Lebensjahre stellt das wöchentliche Taschengeld dar. Darin sind sich alle Pädagogen einig: In einer Gesellschaft, die Teenager
als Konsumenten massiv umwirbt, kommt einer fundierten Gelderziehung große Bedeutung zu. Denn nur diese befähigt Jugendliche zum sinnvollen Umgang mit finanziellen Mitteln und zum Erkennen der eigenen Möglichkeiten. Im Teenageralter wird 2,00 bis 3,60 Euro Mal Lebensjahr pro Monat gerechnet. Um dies noch zu bestärken, ist ein Jugendkonto bei der Hausbank ideal.

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