Spannungen zwischen Myanmar und Bangladesch nehmen zu

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Flüchtlingskrise belastet Beziehungen zwischen Bangladesch und Myanmar
Flüchtlingskrise belastet Beziehungen zwischen Bangladesch und Myanmar - © APA (AFP)
Nach der Massenflucht muslimischer Rohingyas aus Myanmar nach Bangladesch wachsen die Spannungen zwischen beiden Staaten. Die Regierung von Bangladesch warf dem Nachbarland erneut eine mehrfache Verletzung des heimischen Luftraums vor. Sie warnte zugleich vor Konsequenzen, sollten sich derartige Provokationen wiederholen.

Ein Regierungssprecher Myanmars sagte am späten Freitagabend, er habe keine Kenntnis von derartigen Vorfällen, und rief Bangladesch zur Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise auf.

Ende August hatte die Rohingya-Miliz Arsa in Myanmar etwa 30 Polizeiwachen und ein Armeelager angegriffen und dabei ein Dutzend Menschen getötet. Darauf folgte ein Gegenschlag des Militärs. Seitdem flohen fast 400.000 Rohingyas nach Bangladesch. Ein Sprecher des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) sagte am Samstag, alleine in den letzten 24 Stunden hätten rund 18.000 Angehörige der Rohingya-Minderheit die Grenze nach Bangladesch überquert. Die Vereinten Nationen sprechen vor einer katastrophalen humanitären Lage und werfen Myanmar ethnische Säuberungen vor.

Die dortige Regierung, die de facto von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi geführt wird, weist die Vorwürfe zurück und rechtfertigt ihr Vorgehen als Verteidigungsmaßnahme gegen die Arsa-Miliz, die zu einer Terrororganisation erklärt wurde. Arsa bestreitet Verbindungen zu ausländischen Islamistenorganisationen und betont, für die Rechte der Rohingyas zu kämpfen.

(APA/ag.)

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