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So brutal rechnet Ökopartei-Urgestein Voggenhuber jetzt mit den Grünen ab!

Voggenhuber rechnet mit Ex-Partei ab.
Voggenhuber rechnet mit Ex-Partei ab. ©APA
Kein gutes Haar lässt Grünen-Urgestein Johannes Voggenhuber an der Öko-Partei: Ein "Funktionärsapparat" habe das politische Projekt "einfach abgefackelt", die innerparteiliche Demokratie abgewürgt. Er findet klare Worte nach dem desaströsen Wahlabschneiden - Worte, die einer Generalabrechnung gleichkommen.

Ex-Grünen-Klubobmann Johannes Voggenhuber äußert sich wieder zum Zustand der Grünen: Schon als sich Peter Pilz bei der Listenerstellung nicht gegen den im Laufe seiner Politkarriere farblos gebliebenen Kandidaten Julian Schmid durchsetzen konnte, übte Voggenhuber scharfe Kritik: “Endlich” haben sie “auch Peter Pilz zur Strecke gebracht. Endlich sind sie ganz unter sich”, schreibt Voggenhuber.

Nun, nach dem desaströsen Ausscheiden der Grünen aus dem Nationalrat, meldet sich Voggenhuber erneut zu Wort. In einem emotionalen Facebook-Post zeigt er sich zuerst über das Wahlergebnis enttäuscht: “Eine rechte Partei bekommt in Österreich bis zu dreißig Prozent der Stimmen. Zwei rechte Parteien machen also 60 Prozent der Stimmen. In der Sozialdemokratie sind Leute wie Niessl und Doskozil inzwischen zuversichtlich, dies gelte auch für eine dritte rechte Partei.”

In dieser Situation sei es dem Funktionärsapparat der Grünen gelungen ein politisches Projekt von “historischer Dimension” – “das vor über drei Jahrzehnten aus der Mitte der Gesellschaft entstanden war und für Umwelt, die Freiheitsrechte jedes Menschen, Demokratie, Friede und soziale Gerechtigkeit stand” – einfach abzufackeln. Und zwar genau in dem Augenblick für den es geschaffen wurde, als Alternative zu den “einstürzenden, morsch und zerrüttet gewordenen politischen Altbauten der Nachkriegsgeschichte”. Voggenhuber: “Nun stehen die führenden Funktionäre der Grünen da, als hätte sie der Blitz getroffen aus heiterem Himmel”. Die Spitzenkandidatin und – so Voggenhuber – “zahlreiche Nachplapperer” hätten bloß die klägliche Formel abgegeben: “Ja, ich gebe zu, es ist im letzten Dreivierteljahr nicht alles optimal gelaufen.”

Der Zorn der Wähler sei aber nicht von ungefähr gekommen: Voggenhuber sieht “buntlustige, infantile Events” und “von Plakatwänden blökende Lämmer und Sprechblasen” als Symptome für den Niedergang an. Die Versprechen, Ideale und Prinzipien der Gründerzeit seien “in zynischer Überheblichkeit” über Bord geworfen worden. Gegen Kritik sei man schon seit viele Jahre resistent, die innerparteiliche Demokratie sei abgewürgt worden. Die “Bürokratie der Fraktionsführung” sei aufgebläht gewesen, gewählt worden sei nach “williger Gefolgschaft anstelle der Qualifikation”. Der Bundeskongress sei zum Intrigantenstadel geworden.

 Vielämterei und Personenkult am Pranger

Die Ämterkumulierung, gegen die die Grüne einst gekämpft hätten, sei zur Grünen Selbstverständlichkeit geworden. Zudem prangert Voggenhuber den “Personenkult” an: “‘Eva’ und ‘Sascha’ prangten von den Plakaten. Und ihr habt nicht bemerkt, dass es ‘unser Jörgl’ war, der Euch dabei höhnisch zuzwinkerte”.

Voggenhuber weiter: “Für Europa mitten in einer Massenkarambolage von Krisen habt Ihr schon lange keine Antworten mehr”. In den Ländern sei von Grüner Seite einer Absenkung der Mindestsicherung für Flüchtlinge zugestimmt worden. “Immer öfter treffen Euch konkrete Krisen und auftauchende Konflikte in der Gesellschaft unvorbereitet”, so Voggenhuber frustriert. Die Grünen seien ihrem von führenden Grünen geäußerten Anspruch gerecht geworden, zur stinknormalen Partei zu werden, so Voggenhuber implizit. Doch an einer weiteren “stinknormalen” Partei bestehe kein Bedarf in der Bevölkerung. Nun gelte es, das verlorene Vertrauen wieder zu erwerben und aufzubauen, was zerstört worden sei.

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