Die Gruppe sei sich "der Gefahr bewusst" gewesen - © Bilderbox Ein deutscher Snowboarder hat am Dienstag im Kleinwalsertal eine Lawine ausgelöst, dank eines Lawinenairbags wurde er aber nicht von den Schneemassen verschüttet. Da es ihm auch gelang, das Snowboard von seinen Beinen zu lösen, blieb der Mann unverletzt, teilte die Sicherheitsdirektion mit. Der Deutsche und seine fünf Begleiter meldeten den Lawinenabgang der deutschen Bergwacht, damit kein Sucheinsatz gestartet werden musste.
Die sechs Snowboarder aus Oberstdorf (Bayern) waren gegen 10.00 Uhr im freien Skiraum des grenzüberschreitenden Skigebiets Kanzelwand-Fellhorn unterwegs. Sie wollten nacheinander den Steilhang des Fellbühls befahren, beim vierten der Wintersportler löste sich aber ein rund 50 Meter breites Schneebrett, das den Mann etwa 200 bis 300 Meter mitriss.
Die Gruppe gab an, trotz der erheblichen Lawinengefahr bewusst in den Hang eingefahren zu sein. Es seien bereits Spuren von Skifahrern vorhanden gewesen, erklärten die ortskundigen Deutschen. Sie seien unter anderem mit Verschüttetensuchgerät und Lawinenschaufeln gut ausgerüstet gewesen und hätten das Risiko in Kauf genommen. Die Polizei Kleinwalsertal prüfte, ob durch das Verhalten der Snowboarder eine Gefährdung gegeben war, die diesbezüglichen Erhebungen verliefen aber negativ.