Slowenien schließt EU-Hilfebedarf nicht aus

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Während sich Slowenien gegen Spekulationen wehrt, wonach das Land bald unter das Euro-Rettungsschirm flüchten werde, schließt selbst die Regierung diese Möglichkeit nicht absolut aus. Der slowenische Finanzminister Sustersic sieht die Probleme im maroden Bankensektor, der als Hauptgrund für das mögliche Hilfegesuch gehandelt wird, derzeit vom slowenischen Staat beherrschbar.

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Er räumt aber auch ein, dass Slowenien um Hilfe ansuchen müsste, sollte sich die Situation schlechter erweisen als angenommen bzw. neue Risiken aufkommen. In den nächsten Monaten sei ein Antrag auf EU-Hilfe zur Sanierung des Bankensektors "nicht real", betonte der Finanzminister am Donnerstagabend im slowenischen Fernsehen. "Ganz ausschließen können wir diese Möglichkeit aber nicht", sagte er nach einer langen Kabinettssitzung über die Lage der slowenischen Banken.

An den Spekulationen sind die slowenischen Politiker, vor allem der Regierungschef, nicht ganz unschuldig. Wiederholt hat Jansa alarmierende Aussagen über die finanzielle Verfassung des Landes gemacht. Nach Ansicht von EU-Diplomaten bracht Slowenien keine Finanzhilfen aus dem Euro-Rettungsfonds. Wie am Freitag aus EU-Kreisen verlautete, seien diese Spekulationen der Finanzmärkte vielmehr auf die "schlampige Kommunikation" der Regierung zurückzuführen, hieß es.

Unterdessen bat das hoch verschuldete Zypern auch Russland um Finanzhilfen. "Wir haben eine Anfrage aus Zypern. Sie ersuchen um fünf Mrd. Euro", sagte der russische Finanzminister Anton Siluanow am Freitag. Erst im Dezember hatte Zypern einen Kredit in Höhe von 2,5 Mrd. Euro von Russland erhalten. Erst kürzlich hatte Zypern erklärt, als fünftes Land den Euro-Rettungsfonds anzuzapfen

Zypern sieht die Ursache für die eigenen Wirtschaftsprobleme in der Entscheidung zur Restrukturierung der griechischen Schulden. Die Probleme wären niemals so stark ausgeartet, hätte es den freiwilligen Forderungsverzicht privater Gläubiger (PSI) in Griechenland nicht gegeben, sagte der zypriotische Finanzminister Vassos Shiarly am Freitag.

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