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Skurriler Katzen-Prozess in Wiener Neustadt geht weiter

Nach dem Tod einer wertvollen roten Katze kam es in Wiener Neustadt zum Prozess Nach dem Tod einer wertvollen roten Katze kam es in Wiener Neustadt zum Prozess - © Marco Barnebeck / pixelio.de (Sujet)
Ein kurioser Prozess um zwei tote Katzen, der bereits zu Beginn des Jahres seinen Anfang nahm, wird nun am Bezirksgericht Wiener Neustadt fortgesetzt. Eine Biobergbäuerin, die Geld forderte, nachdem ihr Tier totgefahren wurde, akzeptiert die Klagsabweisung nicht und zog erneut vor Gericht.

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Jene Bio-Bergbäuerin, die einen Installateur auf 1.000 Euro Schadenersatz und Trauerschmerzensgeld geklagt hat, weil der Mann eines der Tiere totgefahren hatte, gibt nicht auf und zog erneut in Wiener Neustadt vor Gericht. Auch der “Bruder” der Katze war aus Gram “eingegangen”. Die Klägerin ist zwar bei der Erstrichterin mit ihrer Klage abgeblitzt, mit einem Wiederaufnahmeantrag hat die Frau aber jetzt die Neuauflage des Prozesses eingeleitet.

Neue Klage gegen Tierschützer

Zudem hat die streitbare Bio-Bäuerin und Hunde- sowie Katzenzüchterin noch einen zweite Zivilklage am Neustädter Bezirksgericht eingebracht. Dieses Mal sind zwei Tierschützer die Beklagten. 5.000 Euro verlangt die streitbare Frau von den beiden. Quasi als Wertersatz dafür, dass sie längere Zeit keine Hunde verkaufen konnte, sondern sich – eben wegen der Tierschützer – mit Behörden herumstreiten musste.

Das sei alles so gekommen, erläuterte sie am Montag vor Richterin Annemarie Hofer: Sie habe für ihre “Animal Farm” in der Buckligen Welt eine Tierpflegerin gesucht und auch gefunden. Eine Hilfe sei die Pflegerin aber nicht gewesen.

Eine Pflegerin unter Spionageverdacht

Im Gegenteil, die Frau sei eine “Spionin” eines Tierschützerverbandes gewesen und habe sie bei der Bezirkshauptmannschaft zu Unrecht “vernadert”. Die Pflegerin habe nämlich behauptet, dass die Zustände auf der Tierfarm miserabel seien. Das habe ihr, der Klägerin, viel Ärger mit der Behörde eingehandelt: Eine Begehung, bei der “alles umgedreht” worden, der Amtstierarzt letztlich aber zur Feststellung gelangt sei, dass auf ihrem Hof alles in Ordnung sei.

Das alles habe ihr viel Zeit gekostet, betont die Bäuerin. Anstatt Hunde und Katzen aus ihrer Zucht zu verkaufen, musste sie sich mit Bürokratischem aufhalten. 5.000 Euro an Tierverkäufen seien ihr so durch die Lappen gegangen. Jetzt will sich die Bio-Bergbäuerin an der Pflegerin und dem Obmann eines Tierschutzverbandes, den sie für die ganze Misere mitverantwortlich macht, schadlos halten. Von der Pflegerin verlangt sie zusätzlich, es zu unterlassen, weiterhin falsche Bezichtigungen über den Zustand auf ihrer Tierfarm zu verbreiten.

Katze überfahren – Prozess in Wiener Neustadt

Der Zivilprozess um “Milli”, eine Katze, die 2009 von einem Installateur niedergefahren wurde, geht in die zweite Runde. Die Bio-Bergbäuerin will neue Beweise liefern, dass alles so war, wie sie es zu Prozessbeginn Anfang dieses Jahres geschildert hatte: Als der Installateur die Katze übersah und mit seinem Auto überrollte, “wollte ich die gleiche Katze ersetzt haben, das hat der gute Mann nicht kapiert”.

“Milli” sei immerhin eine “rote Femina, eine Rarität” gewesen. Stattdessen habe sie von dem Installateur eine “grau-schwarze Tigerkatze” bekommen. Aber “ich wollte keine x-beliebige Bauernkatze, sondern eine Zuchtkatze”. Und da sie diese nicht bekam, zog die Frau vor Gericht. 500 Euro Schadenersatz für die tote “Milli” verlangt sie. Und da das Brudertier nachträglich “krepiert” sei, verlangt die Bio-Bäuerin beim Prozess in Wiener Neustadt zusätzliche 500 Euro Trauerschmerzensgeld.

(apa/red)

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