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Simon – Trailer und Kritik zum Film

Simon – Trailer und Kritik zum Film
Viel weite Natur Südschwedens, der Beginn des Zweiten Weltkrieges und dessen Folgen sowie zwei absolut verschiedene Familien, die über Jahrzehnte hinweg aufs Engste miteinander verbunden sind – Marianne Fredrikssons Roman “Simon” ist ein vielschichtiger, manchmal etwas sehr anrührender Familienroman.

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Die Schwedin Lisa Ohlin hat ihn nun als beeindruckendes und ebenso vielschichtiges Drama inszeniert, mit vielen eindringlichen, ruhigen Bildern, teils dramatischer Musik und erstklassigen deutschen und schwedischen Schauspielerin, darunter Jan Josef Liefers und der junge Shooting-Star Bill Skarsgard, Sohn des bekannten schwedischen Darstellers Stellan Skarsgard. Ab Freitag im Kino.

“Simon” – Ein Familienepos

Der kleine Simon (Skarsgard) fühlt sich fremd bei seinen Eltern, die in den 1940er Jahren in der Nähe von Göteborg mit ihm ein einfaches, aber glückliches Lebens führen. Der Bub kann so gar nichts mit den Boxspielen des Vaters und noch weniger mit dessen Schreinerei anfangen, lieber sitzt er in einer riesigen Eiche oder an der Felsküste und träumt. Nach langem Drängen darf er eine höhere Schule besuchen. Dort lernt er gleich am ersten Tag den Juden Isak kennen und taucht mit dieser Freundschaft in eine für ihn völlig fremde und faszinierende Welt ein.

Isak ist mit seinen Eltern aus Deutschland geflüchtet, sein Vater Ruben (Jan Josef Liefers) ist ein gebildeter, reicher Buchhändler, die Wohnung der Familie voller funkelnder Kronleuchter, wertvollen Büchern und einem Flügel. Schnell findet Simon in Ruben einen Freund und Förderer. Der schon als kleines Kind traumatisierte Isak hingegen blüht in Simons Familie, in der Werkstatt von Simons Vater Erik (Stefan Gödicke) auf.

Erst als junger Erwachsener erfährt Simon von seiner jüdischen Herkunft. Ein deutscher Musiker war sein Vater, die etwas verrückte Cousine von Erik seine Mutter. Es kommt zum Bruch und Simon macht sich mit Ruben auf die Suche nach seinen jüdischen Wurzeln.

Drehbuchautorin Marnie Blok, die für das Werk beim Filmfest Hamburg 2011 ausgezeichnet wurde, gelingt es, die Geschichte über Jahrzehnte spannend zu erzählen und das Private mit dem Politischen geschickt zu verquicken. Und Regisseurin Ohlin nimmt sich mit zwei Stunden viel Zeit, diese Geschichte meist glaubhaft und überzeugend zu erzählen und wählt dafür lange Kameraeinstellungen der Landschaft, Menschen und der so unterschiedlichen Räume.

Manch ein Dialog ebenso wie manch eine Szene mögen da ein wenig allzu pathetisch, symbolträchtig gewählt sein. Doch auch dank der großartigen Schauspieler überzeugt dieses Familienepos.

(APA)

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