Sicherheitszentrum in Bezau auf Schiene

Von Annemarie Kaufmann
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Spatenstich für ein Gemeinschaftshaus der Feuerwehr, Bergrettung und Polizei Spatenstich für ein Gemeinschaftshaus der Feuerwehr, Bergrettung und Polizei - © ak
Am Montag wurde der Spatenstich für das neue Sicherheitszentrum in Bezau durchgeführt.

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Bezau. Als einen Meilenstein in der Geschichte der örtlichen Blaulichtorganisationen bezeichnete Bürgermeister Georg Fröwis den Spatenstich zum neuen Sicherheitszentrum in Bezau. Wir berichtet, wird nun, schneller als geplant, westlich des Gemeindehauses ein Gemeinschaftsbau für Feuerwehr, Bergrettung und Polizei errichtet. Die kalkulierten Kosten für den Neubau belaufen sich auf 4,6 Millionen Euro. Durch die Abwicklung durch die Marktgemeinde Bezau Immobilien GmbH kann mit einer Einsparung von 600.000 Euro gerechnet werden, so Fröwis. Für die bestmöglichste Konzeption wurde ein Planungsteam beauftragt, bestehend aus Hermann Kaufmann, Paul Steurer und Ralph Broger. Als Fachplaner sind die Firmen Willi Meusburger, Günter Meusburger, Koller und Partner, Merz-Kley-Partner, 3P-Geotechnik, Breuss&Mähr und die Firma Plankel im Einsatz.

Keine Fusion mit Reuthe

Nach mehreren Varianten, den Standort betreffend, entschied sich die Gemeindevertretung für einen Baugrund im Zentrum, westlich des Gemeindehauses und des Bezirksgerichtes. Nach zahlreichen Gesprächen mit den Grundbesitzern konnte schließlich eine für beide Seiten akzeptable Lösung erarbeitet werden. Im Gespräch war seinerzeit auch ein gemeinsames Haus für die Feuerwehren Bezau und Reuthe am Ortseingang von Bezau. Dies hätte allerdings eine Fusionierung der beiden Feuerwehren unumgänglich gemacht. „Wir müssen die örtlichen Strukturen erhalten“, begründete Fröwis den Entschluss, der Feuerwehr Bezau ein eigenes Gebäude zur Verfügung zu stellen. Im Vorfeld wurden von Verantwortlichen der Feuerwehr und der Bergrettung zahlreiche Feuerwehrhäuser besichtigt und ein Raumprogramm erstellt.

Raumnot

Seit nunmehr zehn Jahren herrscht bei den Bezauer Florianijüngern immense Raumnot. Nicht einmal die vorgegebene Mindestausstattung könne am derzeitigen Standort untergebracht werden, so Bürgermeister Georg Fröwis. Seit dem Jahr 1957 dient ein Teil des Gemeindehauses der Feuerwehr als Gerätehaus. Nach einem Anbau im Jahr 1986 wurde dieses durch den Anbau einer Feuerwehrgarage erweitert. Zu dieser Zeit hatte Bezau 346 Haushalte, zwischenzeitlich hat sich die Zahl um mehr als die Hälfte erhöht. Bereits im Jahr 2007 wies der Landesfeuerverband Vorarlberg in einem Schreiben darauf hin, dass bezüglich der Platzsituation im Feuerwehr-Gerätehaus akuter Handlungsbedarf bestehe und mit Unterstützung gerechnet werden könne.

70 Parkplätze

Einen großen Vorteil sieht Fröwis in der Tiefgarage des Gebäudes, welche Kapazitäten für 70 Kraftfahrzeuge vorsieht und somit eine Entlastung der Parkplatzsituation im Ortszentrum mit sich bringen soll. Der bestehende Garagenvorplatz der Feuerwehr Bezau kann derzeit durch die angrenzende Straße nur bedingt für Proben und Ausbildungstätigkeiten genutzt werden, darüber hinaus stellt dieser für die Kinder des Kindergartens ein nicht unerhebliches Gefahrenpotenzial dar. Das neue Sicherheitszentrum soll neben höchstem Energiestandard auch optisch perfekt in die Landschaft eingebettet werden. Für die Holzkonstruktion wird hauptsächlich heimisches Holz verwendet und auch bei der Außenfassade habe man sich für unbehandeltes, sägeraues Holz entschieden, erläuterte Architekt Hermann Kaufmann das Bauvorhaben. Das Haus soll bis zum Frühjahr des Jahres 2014 bezugsfertig sein.

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