Sicher und heil durch den Frühjahrsputz

Sicher und heil durch den Frühjahrsputz
Das Kuratorium für Verkehrssicherheit rechnet auch heuer wieder mit rund 2.400 Menschen, die sich beim Frühjahrsputz im März und April verletzen. In Vorarlberg verletzten sich rund 100 Personen beim „Frühjahrsputz“.

Daher gilt: Genug Zeit nehmen und für die richtige „Putzausrüstung“ sorgen! Mit den warmen Temperaturen starten auch die Spitäler in eine neue Hochsaison. Nicht nur verletzte Sportler füllen die Behandlungszimmer, sondern auch allzu eifrige Hausfrauen und -männer putzen sich regelrecht spitalsreif. Österreichweit ist in den Monaten März und April mit rund 2.400 Unfällen zu rechnen, die beim Putzen passieren. Damit bestätigt sich das eigene Heim einmal mehr als einer der gefahrenträchtigsten Orte.

 

Viele Knochenbrüche

Die Verletzungen, die man sich beim Frühjahrsputz zuziehen kann, sind durchaus schwer: In den vergangenen Jahren führten je 40 Prozent der Unfälle zu Knochenbrüchen, rund 20 Prozent zu offenen Wunden. Weitere Verletzungen betrafen Sehnen- und Muskelregionen.

Prädestiniert für Haushaltsunfälle ist das Fensterputzen. Zehn Prozent der Putzteufel verunfallen bei Stürzen aus der Höhe. „Es ist besser, einmal mehr die Leiter umzustellen oder Teleskopstangen zu verwenden als bei akrobatischen Verrenkungen einen Sturz zu riskieren. Überhaupt sollte man beim Putzen von Fenstern, hohen Kästen oder Küchenzeilen immer trittsicher unterwegs sein. Eine intakte Leiter gehört daher genauso wie Besen oder Wischmopp zum Frühjahrsputz dazu“, rät Martin Pfanner, Leiter des KFV Vorarlberg.

 

Frühjahrsputz ist fest in weiblicher Hand

Noch immer sind es meist Frauen, die im Frühjahr putzend durchs Haus fegen. Besonders Frauen über 60 sind gefährdet für Stürze aller Art. Mehr als 50 Prozent aller gestürzten Hausfrauen sind älter als 60 Jahre. Das KFV empfiehlt daher: „Generell - aber vor allem in dieser Altersgruppe - beim Putzen nicht nur Socken oder Strümpfe zu tragen, sondern auf Schuhe mit rutschfester Sohle zurückzugreifen“, so Pfanner.

 

Nur kein Stress

Stress und Hektik beim Putzen sollte man tunlichst vermeiden. Man sollte sich dafür ausreichend Zeit nehmen und sein Putzvorhaben planen: „Es ist ratsam, den Frühjahrsputz mit Aufräumen und Ausmisten zu beginnen, damit reinigt man nicht nur das Gemüt, sondern es werden auch gleich etwaige Stolperfallen entsorgt. Und auch beim Putzen hat man sich dazwischen Pausen verdient. Überanstrengung und Eile erhöhen das Unfallrisiko“, warnt Pfanner. 

 

KFV-Tipps:

  • Nicht zu viel auf einmal: Arbeit auf mehrere Tage aufteilen
  • Achtung „Stolperfallen“: Putzeimer, Staubsauger u. ä. so abstellen, dass sie nicht zum Hindernis werden
  • Aluminiumleiter mit griffiger Trittfläche verwenden – „Möbeltürme“ oder wacklige Sessel sind keine geeigneten Aufstiegshilfen

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