Serienhighlights 2017: Das sind die besten TV-Serien des Jahres

Von Christoph Stachowetz
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Die TV-Serien-Highlights im Jahr 2017, unter anderem mit Tom Hardy in "Taboo"
Die TV-Serien-Highlights im Jahr 2017, unter anderem mit Tom Hardy in "Taboo" - © BBC One / FX
Unzählige TV-Serien warten 2017 nur darauf gesehen zu werden, hier findet sich ein umfangreicher Überblick der interessantesten Highlights.

Auch im neuen Jahr nimmt die Bedeutung von TV-Serien nicht ab: Große Geschichte verlangen oft mehr Zeit, als ein Spielfilm zur Verfügung stellt, auch die Budgets der Produktion ziehen langsam gleich. Schauspieler egal welchen Bekanntheitsgrades finden sich ebenfalls in zahlreichen Serien, oftmals überstrahlt ihre Performance dort ihr bisheriges Schaffen.

Die TV-Highlights 2017 im Überblick

Umso gespannter darf man also auf die neuen bzw. wiederkehrenden TV-Highlights sein, die hier zusammengestellt wurden. Zur Information: Die Veröffentlichungsdaten im deutschsprachigen Raum, sofern überhaupt bekannt, sind großteils mit Vorsicht zu genießen.

Sherlock

Benedict Cumberbatch und Martin Freeman sind zurück als kongeniales Duo Sherlock Holmes und Dr. John Watson. In der vierten Staffel von “Sherlock” darf man sich zudem auch noch auf eine Rückkehr von Moriarty freuen, die erste der drei Folgen lief bereits am 1. Jänner 2017 im britischen BBC One, noch im ersten Halbjahr soll eine Ausstrahlung im deutschsprachigen Fernsehen folgen.

Emerald City

Neuauflagen klassischer Vorlagen sind an sich nichts Neues, eine Neuinterpretation von “The Wizard of Oz” verspricht aber zumindest einiges an Potential, vor allem weil der begabte Tarsem Singh (“The Cell”, “Immortals”) Regie führt. In “Emerald City” wird nun Adria Arjona als Dorothy zusammen mit ihrem Polizeihund in eine düstere Vision von L. Frank Baums Romanserie versetzt. Auf NBC wurden die ersten beiden Folgen am 6. Jänner ausgestrahlt, wann und ob der Serie in den deutschsprachigen Raum vordringt bleibt abzuwarten.

The Young Pope

Jude Law spielt – der Name nimmt es vorweg – einen jungen, neuen Papst, der sich innerhalb der festgefahrenen Strukturen des Vatikans behauptet. Eine Art von “House of Cards” der klerikalen Sorte aus der Feder des renommierten Paolo Sorrentino (“Il Divo”, “This Must Be the Place”, “Youth”). Auch besonders sehenswert in der 10-teiligen Miniserie: Diane Keaton als Ziehmutter von Papst Pius XIII und James Cromwell als übergangener Anwärter auf das Sprachrohr Gottes. Läuft derzeit auf SKY.

Taboo

“Taboo” ist die Tom Hardy-Show, wortwörtlich: Zusammen mit seinem Vater Chris “Chips” Hardy konzipiert und mit Steven Knight (“Locke”, “Peaky Blinders”) umgesetzt, darf der talentierte Schauspieler (“Mad Max: Fury Road”, “The Revenant”) hier auch die Hauptrolle übernehmen. Im frühen 19. Jahrhundert kehrt der enigmatische James Delaney nach einem zehnjährigen Aufenthalt in Afrika nach London zurück um den Tod seines Vaters aufzuklären und sich gegen die mächtige East India Company zu behaupten. Die erste der acht Folgen lief am 7. Jänner auf BBC One, ein Start hierzulande steht nicht fest.

Sneaky Pete

Mit zunehmender Vehemenz drängt Amazon Prime auf den heiß umkämpften On-Demand-Markt, Serien wie das demnächst startende Crime-Drama “Sneaky Pete” dürften wohl noch zusätzlichen Anreiz für potentielle Kunden bietet. In der ab 13.1. ausgestrahlten Serie übernimmt der immer gern gesehene Giovanni Ribisi die Identität seines Zellenkumpanen, Probleme am Horizont kündigen sich “dank” Bryan Cranston (“Breaking Bad”) als Gangsterboss an.

Frontier

Spätestens seit “The Revenant” hat sich gezeigt, dass Fellhändler in Nordamerika als Protagonisten überaus reizvolle Figuren für Zuseher darstellen können. Das hat sich wohl auch Netflix gedacht und Jason Momoa (“Conan”, “Game of Thrones”, demnächst: “Aquaman”) als gleichermaßen wortkargen wie imposanten Hauptcharakter für “Frontier” eingesetzt. Ab 20.1.

Westworld

Zwar schon im Oktober 2016 im US-Fernsehen auf HBO angelaufen und seitdem wohl eines der großen Gesprächsthemen der jüngeren Serien-Vergangenheit gewesen, darf man sich dennoch auf “Westworld” freuen, das ab 2.2. (endlich) auf SKY zu sehen ist. Ein futuristischer “Alles-ist-Möglich”-Vergnügungspark voller künstlicher Androiden (und hochkarätiger Schauspieler, u.a. Anthony Hopkins, Thandie Newton, Jeffrey Wright) droht langsam an sich selbst zu scheitern. Michael Crichton lieferte übrigens die Vorlage – wer dessen bisheriges Schaffen kennt dürfte wohl kaum Probleme mit Prognosen hinsichtlich des Handlungsverlaufes der Serie haben.

Legion

Marvel auf der großen Leinwand, Marvel auf der kleine Leinwand: Die gigantischen Erfolge mit den Filmblockbustern der Marke “The Avengers” oder “Iron Man” wurden zwar im TV noch nicht erreicht, mit Serien wie “Jessica Jones” und “Daredevil” wurden jedoch schon einige Grundsteine dahingehend gelegt. Basierend auf dem gleichnamigen “X-Men”-Charakter darf in “Legion” einem (vermutlich?) an Schizophrenie leidenden Mutanten gefolgt werden – ein nicht auf Action ausgerichteter Fokus ist da wohl besonders interessant. Premiere erfolgt am 8.2. im US-Pay-TV-Kabelsender FX, schon einen Tag später wird die Serie (wahlweise im englischen Original oder in der deutschen Synchronfassung) hierzulande auf FOX ausgestrahlt.

The Walking Dead

Was muss man da noch sagen? Natürlich kehrt “The Walking Dead” mit der zweiten Hälfte der siebten Staffel zurück, die Nachfolgende wurde ja auch schon in Auftrag gegeben. Wenig verwunderlich, dürfte doch der neue Antagonist Negan (Jeffrey Dean Morgan) noch lange nicht mit seinen psychotischen Tiraden fertig sein. Das Ende der Winterpause erfolgt am 12.2. im amerikanischen AMC, eine Tag später dann auf SKY bzw. FOX, wer dringend Nachschub braucht: Einfach die Graphic Novels lesen und sich davon überraschen lassen.

Big Little Lies

Regisseur Jean-Marc Vallée (“Wild”, “Demolition”, Dallas Buyers Club”) bringt den Roman von Liane Moriarity ins Fernsehen: In “Big Little Lies” dreht sich alles um drei Mütter, die allesamt scheinbar perfekte Leben führen – wär da nicht ein Mord im Spiel. Spannend auch die Besetzung: Nicole Kidman, Shailene Woodley und Reese Witherspoon übernehmen die Mütterrollen, auch Laura Dern und Alexander Skarsgård sind mit dabei. Am 19.2. auf HBO, wann man es hierzulande sehen kann steht noch nicht fest.

The Good Fight

Am 19.2. startet auf CBS das Spin-Off zu “The Good Wife”, welches den Geschehnissen von Christine Baranski aka Diane Lockhart und ihrer Patentocher Maia Rindell (Rose Leslie, “Game of Thrones”) folgt. Der erste Trailer vermag zu beeindrucken und auch so manchen Skeptiker zu bekehren.

 Marvel’s Iron Fist

Nochmal Marvel, diesmal Action-geladener: In “Iron Fist” darf Finn Jones ( Loras Tyrell in “Game of Thrones”) einen milliardenschweren Buddhisten geben, der die Kraft der eisernen Faust inne hat. Als Bestandteil des Marvel Cinematic Universe sicherlich interessant, ist er doch auch Teil der “Defenders” (mit “Daredevil”, “Luke Cage”, “Jessica Jones” und “Elektra”), die ebenfalls eine Serie spendiert bekommen. Ab 17.3. auf Netflix.

American Gods

Beim Namen Bryan Fuller dürften Serienfans hellhörig werden, war doch der Mann schon für das großartige TV-Erlebnis “Hannibal” verantwortlich. In “American Gods” lässt er nordische Gottheiten unter US-Amerikanern leben, das Ganze basiert übrigens auf einer Romanvorlage von Neil Gaiman (“The Sandman”). Die Premiere erfolgt im April im US-Sender Starz, auf einen Start im deutschsprachigen Raum darf man wohl noch länger warten.

The Handmaid’s Tale

“The Handmaid’s Tale” (hierzulande als “Der Report der Magd” bekannt) ist die TV-Verfilmung des dystopischen Romans von Margaret Atwood und hat schon mit seinem 30-sekündigen Teaser für Aufregung gesorgt. Das Buch handelt von einer düsteren Zukunftsvision, welche die USA nach nuklearen Katastrophen und einem Staatsstreich von religiösen Fanatikern zeigt, in dem die Stellung der Frau vollkommen verändert wurde. Aufgabe und Pflicht der Frau in dieser neuen Welt ist schlicht das Gebären von Kindern, sie dürfen kein Eigentum besitzen und sind vollkommen ihrem Mann unterstellt. Die Besetzung kann sich schon mal sehen lassen: Alexis Bledel, Elisabeth Moss, Yvonne Strahovski und Joseph Fiennes kommen zum Einsatz, vorerst nur auf Hulu ab 26.4.

Twin Peaks

Damit hätten wohl die wenigsten gerechnet: Einerseits kehrt die enigmatische “Twin Peaks”-Serie nach ganzen 16 (!) Jahren zurück, andererseits wird niemand geringeres als Altmeister David Lynch (“Blue Velvet”, “Lost Highway”, “Mulholland Drive” Regie bei allen Folgen führen. Aber nicht nur das: Zusammen mit Mark Frost hat Lynch auch die Drehbücher geschrieben und wird die Serie zudem produzieren. Kyle MacLachlan wird übrigens als Dale Cooper (“Damn fine coffee”) zurückkehren, auf Showtime wird die dritte Staffel am 21.5. zu sehen sein.

Game of Thrones

Vielleicht noch im Frühjahr, jedenfalls Mitte 2017 kommt die heiß ersehnte Staffel sieben der vielfach ausgezeichneten Fantasy-Saga “Game of Thrones” zurück, Fans sind sicherlich jetzt schon vollkommen außer sich vor Freude. Verständlich, nimmt doch das monumentale Epos rund um dutzende unvergessliche Charaktere mit jeder neuen Staffel an Brisanz zu und begeistert immer wieder aufs Neue.

Archer

Noch im Frühjahr 2017 wird die achte Staffel der überaus unterhaltsamen animierten Spionage-Serie rund um Protagonisten “Archer” auf FXX zu sehen sein. Nach der durchgehenden Storyline in der vorangegangenen Staffel soll nun der Zeitraum der Handlung in die 1950er Jahre verlegt und mit einem Noir-Touch versehen werden. Sterling Archer als Sam Spade- oder Philip Marlowe-Wannabe dürfte sicher Lacher garantieren.

Star Trek: Discovery

Es ist schon einige Zeit her, seit man sich via “Star Trek”  in die unendlichen Weiten des Weltraums entführen lassen durfte. CBS setzt der langen Durststrecke der Trekkies noch in diesem Jahr (vermutlich im Mai) mit “Star Trek: Discovery” ein Ende. Etwa zehn Jahre vor der ersten “Star Trek”-Serie angesiedelt wird man mit der USS Discovery auf Erkundungstour gehen können.

House of Cards

Die Underwoods kehren für die mittlerweile fünfte Staffel auf den Heimatsender Netflix zurück, einen passenderen Moment hätten sich die Macher der Serie wohl kaum aussuchen können – Stichwort: Trump. Schon in der vierten Staffel ging es ja im weißen Haus drunter und drüber, auch in der vermutlich noch im Frühjahr erscheinenden neuen Staffel wird sich der Konflikt zwischen dem skrupellosen Präsidenten und dessen nicht minder erbarmungslosen First Lady zuspitzen.

Jean-Claude Van Johnson

Ein im Ruhestand befindlicher Actionfilm- und Kampfsport-Star beginnt als verdeckter Ermittler bzw. Privatdetektiv zu arbeiten. Wäre diese Vorlage nicht humorvoll gestaltet, würde einem wohl auch angesichts der Tatsache, das Jean-Claude Van Damme die Hauptrolle übernimmt, nur ein müdes Gähnen entlockt werden. Nach dem vielversprechenden Trailer sind die Erwartungen jedenfalls doch entsprechend (hoch). Ab August auf Amazon Prime.

(Red.)

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